Wischmopp

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Wischmopp, zum Trocknen aufgestellt
Sonderform „Wischmop“ mit Auswringer

Ein Wischmopp (Plural: Wischmopps), auch französischer Mopp genannt, ist ein Gerät zur feuchten Reinigung glatter Fußböden. Es kombiniert die Arbeitsweise eines trockenen Mopps, der allein losen Staub und Fusseln bindet, mit der nassen Fußbodenreinigung durch Schrubber und Feudel (Putzlappen), die fest am Boden haftende Schmutzpartikel durch Wasser löst.

Als Erfinder des Wischmopps gilt der spanische Unternehmer Manuel Jalón. Er patentierte in den 1950er Jahren den Wischmopp. 1956 erschien unter dem Namen "Fregona" (von «fregar», zu Deutsch: putzen) die erste Version des Wischmopp und somit begann der Siegeszug des Putzutensils in die weltweiten Haushalte.[1]

Moderne Geräte bestehen aus einer flachen Grundplatte zur Aufnahme eines Reinigungsbezugs, der mit einem Doppelgelenk frei drehbar an einen Stiel befestigt ist. Die Breite der Grundplatte und damit auch des Bezugs variiert dabei von wenigen Dezimetern für den privaten Einsatz bis zu weit mehr als einem Meter im gewerblichen Einsatz.

Eine Sonderform für den Einsatz im Privathaushalt wurde Mitte der 1980er Jahre unter dem Markennamen Wischmop eingeführt.[2] Diese besteht aus einem quastartig zusammengefassten Bündel etwa 25 Zentimeter langer Streifen aus Vliesstoff oder Baumwolle, das ohne Gelenk an einem Stiel befestigt ist. Dieses Gerät wird in Kombination mit einem speziellen Eimer, auf dessen Rand ein korbförmiger Auswringer aufgesetzt ist, benutzt. Der Wischmop wird im Eimer ausgewaschen und anschließend im Auswringer ausgedrückt, so dass er die zum Wischen benötigte Durchfeuchtung erhält. Er eignet sich besonders für schnelle, lokal begrenzte Reinigungen (z. B. Aufwischen verschütteter Flüssigkeiten), besitzt jedoch nur eine relativ geringe Arbeitsbreite.

In größeren Räumen, speziell im professionellen Einsatz, werden dagegen andere Systeme verwendet, meist der Mopphalter mit Fransenmopp in Verbindung mit Fahreimer und Presse, die auch Rahmenhygieneplänen[3] entsprechen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wischmopps – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brigitte Kramer: Lappen am Stiel: Der Erfinder des Wischmopps ist mit 86 Jahren in Spanien gestorben. In: Neue Zürcher Zeitung, 3. Januar 2012. Abgerufen am 16. Februar 2014. 
  2. Selbstdarstellung des Herstellers Vileda für ihr Produkt „Wischmop“ (PDF; 183 kB)
  3. Beispiel-Rahmenhygieneplan für Schulen und Ausbildungseinrichtungen (Länderarbeitskreis)