Witolub

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Witolub (deutsch Hühnerheide) ist ein Wohnplatz bei der Stadt Karlino (Körlin) in der polnischen Woiwodschaft Westpommern.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Wohnplatz liegt in Hinterpommern, etwa drei bis vier Kilometer nordöstlich von Karlino. Er besteht aus einer Gruppe von Häusern zu beiden Seiten der Straße nach Świemino (Schwemmin). Am nördlichen Rand dieser Häusergruppe liegt der Wohnplatz Dębolas (Forsthaus Stadtwald).

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Witolub gehört zum Schulzenamt Karlinko (Vorwerk Körlin) in der Gmina Karlino (Stadt- und Landgemeinde Körlin). Mit dieser gehört es zum Powiat Białogardzki (Belgarder Kreis) der Woiwodschaft Westpommern.

Geschichte[Bearbeiten]

Überwiegend in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden auf dem zu Körlin gehörenden Stadtfeld mehrere einzeln stehende Höfe, sogenannte Abbauten. Diese wurden erstmals 1885 unter der Bezeichnung Hühnerheide zusammengefasst.

Der Name selber erschien in der Schreibweise „Hünerheide“ bereits im Jahre 1784 in Ludwig Wilhelm Brüggemanns Ausführlicher Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Dort bezeichnete er ein „königliches Amtsackerwerk“, also ein Vorwerk mit Ackerwirtschaft, das in Gemeinschaft mit dem städtischen Acker lag.[1]

Bis 1945 gehörte Hühnerheide zur Stadt Körlin und mit dieser zum Landkreis Kolberg-Körlin in der preußischen Provinz Pommern.

1945 wurde der Ort, wie ganz Hinterpommern, unter polnische Verwaltung gestellt. Die Bevölkerung wurde durch Polen ersetzt. Hühnerheide erhielt den polnischen Namen Witolub.

Entwicklung der Einwohnerzahlen[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Vollack: Das Kolberger Land. Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 67.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 522. (online)
  2. a b c d Manfred Vollack: Das Kolberger Land. Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 67.

54.06472222222215.910277777778Koordinaten: 54° 4′ N, 15° 55′ O