Wittelsbacher-Gymnasium München

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wittelsbacher-Gymnasium München
Wittelsbacher Gymnasium Muenchen-1.jpg
Schulform Gymnasium
Gründung 1907
Adresse

Marsplatz 1
80335 München

Ort München
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 8′ 45″ N, 11° 32′ 55″ O48.14583333333311.548611111111Koordinaten: 48° 8′ 45″ N, 11° 32′ 55″ O
Träger Landeshauptstadt München
Schüler 610 (Schuljahr 2010/11)[1]
Lehrkräfte etwa 50
Leitung Helmut Martin
Website www.wittelsbacher-gymnasium.de

Das Wittelsbacher-Gymnasium München ist ein Sprachliches Humanistisches Gymnasium in München. Es fungiert außerdem als Seminarschule, in der Referendare für den Lehrerberuf in den Fächern Kunst, Englisch, Latein, Deutsch, Mathematik, Physik und Evangelische Religion ein Lehramtsreferendariat absolvieren.

Lage und Gebäude[Bearbeiten]

Das Wittelsbacher-Gymnasium liegt im Münchner Stadtteil Maxvorstadt am Marsplatz 1 in unmittelbarer Nähe zum Gebäude des Circus Krone.

Das denkmalgeschützte dreigeschossige Gebäude mit erhöhtem Mittelpavillon von Carl Voit ist in historisierenden Formen gehalten.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1906 wurde mit dem Bau der Schule begonnen, bereits 1907 fand der erste Unterricht im neugegründeten Wittelsbacher-Gymnasium statt. Das Kadettencorps auf dem benachbarten Marsfeld wurde nach seiner Aufhebung 1920 als real-gymnasialer Zweig eingegliedert. Von 1938 bis 1945 trug die Schule den Namen Wittelsbacher Oberschule für Jungen. 1944 wurde der Turnhallentrakt durch Bomben zerstört, 1958/59 wieder aufgebaut. Nach den Zerstörungen der Münchner Schulen im Zweiten Weltkrieg beherbergte das glimpflich davongekommene Schulgebäude des nun wieder so benannten Wittelsbacher-Gymnasiums auch die ausgebombte Ludwigs-Realschule (seit 1965 Erasmus-Grasser-Gymnasium, von 1938 bis 1945 zeitweise Oberschule an der Damenstfiftstraße genannt) und außerdem das ebenfalls ausgebombte Ludwigsgymnasium. Das später wieder allein dem Wittelsbacher-Gymnasium gehörende Gebäude wurde in den Jahren 1963 bis 1965 umfassend erneuert, der Unterrichtsbetrieb zeitweise an die Gisela Oberrealschule (heute Gisela-Gymnasium) ausgelagert. Mädchen wurden erstmals im Schuljahr 1974/75 aufgenommen, 1981 ein Erweiterungsbau fertiggestellt.

Schulangehörige[Bearbeiten]

Schulleiter[Bearbeiten]

  • 1907–1912 Johann Gerstenecker
  • 1912–1915 Philipp Stumpf
  • 1915–1922 Leonhard Lutz
  • 1922–1930 Gebhard Himmler
  • 1930–1934 Andreas Fr. Wahler
  • 1934–1945 Karl Hudezeck
  • 1945–1954 Franz Tyroller
  • 1954–1971 Hans Färber
  • 1971–1972 Karl Bayer
  • 1972–1983 Josef Weisenberger
  • 1983–2003 Hermann Reuter
  • 2003-2013 Raimund Wiedenmann
  • seit 2013 Helmut Martin

Bekannte Schüler[Bearbeiten]

Bekannte Lehrer[Bearbeiten]

Abfolge des Sprachenunterrichts am Wittelsbacher-Gymnasium[Bearbeiten]

Alle Schüler beginnen in der 5. Klasse mit Latein als erster Fremdsprache, zweite Fremdsprache ist Englisch, als dritte Sprache kann Griechisch (Humanistischer Zweig) oder Französisch (Neusprachlicher Zweig) gewählt werden.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Das Gymnasium unterhält ein Kellertheater und eine Theatergruppe. Außerdem werden vom Musiklehrer Herrn Martin Weber, der 2012 die Arbeit der langjährig tätigen Musiklehrerin Monika Klinger übernahm, und dem Musiklehrer Herrn Paul Schötz sowohl drei Chöre (Unterstufenchor, Großer Chor und Kammerchor) als auch ein Orchester und eine Big Band geleitet. Jedes Jahr finden sowohl ein Frühjahrskonzert (i.d.R. Ende März) als auch ein Weihnachtskonzert (kurz vor Weihnachten) statt, in welchen die Schüler ihr Können unter Beweis stellen. Dazu wird meist die große Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München gemietet. In Endlhausen, südlich von München, steht ein eigenes Landheim, das auch andere Schulen nutzen. Außerdem ist der Wittelsbacher Kurier (kurz WiKu) die älteste Schülerzeitung in München.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1990 besteht eine Schulpartnerschaft mit der Kreuzschule in Dresden. Seit einigen Jahren findet jährlich auch ein Schüleraustausch mit der St. Mark's School in Southborough, Massachusetts in den Vereinigten Staaten statt.

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Wittelsbacher-Gymnasium München (Hrsg.): Programm des K. Wittelsbacher-Gymnasiums in München. München 1908–1914 (Digitalisat)

Alfred Andersch beschreibt in einer Erzählung mit autobiografischen Zügen eine Schulstunde am Wittelsbacher-Gymnasium unter Direktor Gebhard Himmler:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Überblick über die Schülerzahlen der Gymnasien (PDF; 22 kB) auf der Seite des RatsInformationsSystems der Stadt München; Abgerufen am 13. September 2011
  2. Wittelsbacher-Gymnasium. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, abgerufen am 10. Dezember 2009
  3. http://www.baylit.de/autoren/autor.php?id=399
  4. Ulrich Rühle: Die Jugend großer Komponisten: Wie sie wurden, was sie waren. München 1983 dtv junior (Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG). ISBN 3-423-70011-4