Wittensee

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Wittensee
Der Wittensee von Westen
Der Wittensee von Westen
Geographische Lage Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein
Zuflüsse Habyer Au, Mühlenbek
Abfluss Schirnau in Richtung Nord-Ostsee-Kanal
Größere Städte in der Nähe Rendsburg
Daten
Koordinaten 54° 23′ 9″ N, 9° 45′ 33″ O54.3858333333339.75916666666673.8Koordinaten: 54° 23′ 9″ N, 9° 45′ 33″ O
Wittensee (Schleswig-Holstein)
Wittensee
Höhe über Meeresspiegel 3,8 m
Fläche 9,914 km²[1]
Länge 4,92 km[2]
Breite 2,58 km[2]
Volumen 97,80 Mill. m³dep1[2]
Umfang 14,9 km[1]
Maximale Tiefe 20,5 m[1]
Mittlere Tiefe 9,86 m[1]
pH-Wert 8,5
Einzugsgebiet 48,01 km²[1]
Besonderheiten

Der See ist fast rechteckig (5×2 km) und man kann die Lage der Gletscherzungen als Verlängerung der Eckernförder Bucht gut sehen. Gutes Segelrevier, Angeln, Surfen, Camping

Der Wittensee (dänisch: Vittensø) ist ein eiszeitlicher Endmoränensee in der östlichen schleswig-holsteinischen Hügellandschaft. Er liegt im Süden des Naturparks Hüttener Berge im Städtedreieck Schleswig, Rendsburg, Eckernförde. Westlich des Sees liegt der kleinere Bistensee.

Lage[Bearbeiten]

Am Ufer des Sees liegen die Gemeinden Groß Wittensee, Klein Wittensee und Bünsdorf. Der See hat mehrere Zuflüsse, wovon die Habyer Au, die an der Südostecke in den See mündet, der größte ist. Der Abfluss ist die Schirnau. Sie verlässt den See an seiner Südwestecke, führt ca. 3 km nach Süden und mündet beim Gut Schirnau in den Nord-Ostsee-Kanal. Vor dem Bau des Kanals mündete sie an derselben Stelle in die Eider.

Der Wittensee entstand durch die Weichseleiszeit: Der weichseleiszeitliche Ostseegroßgletscher teilte sich in Schleswig-Holstein in einen „Holsteiner Lobus“ und einen „Eckernförder Lobus“; der „Eckernförder Lobus“ wiederum teilte sich im heutigen Eckernförder Gebiet unter Ausnutzung einer (nach Ansicht einiger Geologen schon vor der Eiszeit angelegten) Tiefenlinie der Eckernförder Bucht in eine nördliche („Windebyer-Noor-Zunge“) und eine südliche („Wittensee-Goossee-Zunge“) Teileiszunge. Die nördliche Zunge formte u. a. die Hüttener Berge, die Wittensee-Goossee-Zunge die Duvenstedter Berge.

Badestellen gibt es in Sande,[3] Bünsdorf[4] und Groß Wittensee (Seegarten[5] und Habyer Str.[6]).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wittensee. In: Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.): Seenkurzprogramm 1998. Bordesholmer See, Gammellunder See, Owschlager See, Schülldorfer See, Winderatter See, Wittensee. Kiel 2001, S. 88–105 (PDF-Datei)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Wittensee: Charakteristische Daten. In: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein: Seen (abgerufen am 21. September 2012)
  2. a b c Brigitte Nixdorf, Mike Hemm, Anja Hoffmann, Peggy Richter: Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 1 Schleswig-Holstein. Abschlussbericht F&E Vorhaben FKZ 299 24 274 im Auftrag des Umweltbundesamtes, 2004 (PDF-Datei; 2,1 MB)
  3. Badewasserqualität in Sande
  4. Badewasserqualität in Bünsdorf
  5. Badewasserqualität Groß Wittensee, Seegarten
  6. Badewasserqualität in Groß Wittensee, Habyer Str.
195° Panorama von Wittensee bei Holzbunge (Sande), Mai 2010