Witterschlick

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Witterschlick
Gemeinde Alfter
Koordinaten: 50° 42′ N, 7° 1′ O50.6916666666677.022576Koordinaten: 50° 41′ 30″ N, 7° 1′ 21″ O
Höhe: 76–120 m ü. NN
Fläche: 10,06 km²
Einwohner: 6.060 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 1. Aug. 1969
Postleitzahl: 53347
Vorwahl: 0228

Witterschlick ist der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Alfter im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Der Ort hat rund 6000 Einwohner und liegt im südlichen Teil der Gemeinde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Witterschlick liegt in unmittelbarer Nähe der Stadt Bonn in der Voreifel zwischen den Dörfern Volmershoven, Buschhoven, Nettekoven und dem Stadtteil Bonn-Hardtberg an einem kleinen Bach namens Hardtbach.

Angrenzend liegt das Naturschutzgebiet Kottenforst sowie das Vorgebirge mit seiner typischen Landwirtschaft.

Witterschlick wurde bereits in der Vergangenheit nach der Entdeckung von Tonmineralvorkommen in der Umgebung industrialisiert: Durch Zufall stießen die Gebrüder Braun im Jahre 1880 auf wertvollen Blauton. Seit dem Jahre 1890 bis heute wird der Ort von einem großen Industriebetrieb, den Servais-Werken (Bestandteil der Deutschen Steinzeug Cremer & Breuer AG), einem Hersteller von keramischen Belagsmaterialien (insbesondere Fliesen), dominiert.

[Bearbeiten] Wohnsektor

Witterschlick ist durch seinen noch ländlichen Charakter auf der einen und seiner unmittelbaren Nähe zu der Stadt Bonn auf der anderen Seite ein gefragter Wohnort.

In dem Dorf finden sich eine Bücherei, drei Kindergärten bzw. -Tagesstätten, eine Grundschule, eine Förderschule für Erziehungshilfe, einige Geschäfte und zahlreiche Vereine.

Die höchste Erhebung des Ortes und der ganzen Gemeinde Alfter ist mit 173 m ü. NN der Bergerortsweg.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Name

Der Name Witterschlick wurde erstmals in einer Urkunde im Jahre 965 erwähnt. Der Ursprung des Namens Witterschlick ("Wintirslikke") erklärt Eberhard von Claer (1886) Der Name ist zusammengesetzt aus Wintirs und likke, lick = fließen, deutet also auf ein fließendes Gewässer hin. Von dem an Witterschlick vorbeifließenden Bach (Hardtbach) hat der Ort ohne Zweifel seinen Namen erhalten. Der Bach fließt nach Norden hin in die Tiefe, ist also den Nordwinden ausgesetzt. Wintirs bedeutet Winterkälte; Wintirslikke also "Winterbach". Andere Autoren (Maaßen 1886; Bursch 1984) führen den Namen auf "weißer Schlick" (weißer Ton) zurück, in Witterschlick wird Ton abgebaut.

[Bearbeiten] Eingemeindung

Am 1. August 1969 wurde Witterschlick nach Alfter eingemeindet.[1]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Hauptartikel: Bahnhof Witterschlick

Witterschlick ist über eine direkte Straße, die auf die Bundesstraße 56 führt, an das Straßennetz angeschlossen. Der Ort verfügt außerdem über einen Bahnhof an der Voreifelbahn (KBS 475 bzw. RB 23), sowie zwei Buslinien (812 und 800). Es bestehen Verbindungen in die Städte Bonn, Euskirchen, Rheinbach, Meckenheim und ihre Vororte. Der Hauptbahnhof von Bonn ist mit der Voreifelbahn innerhalb von 11 Minuten erreichbar.

[Bearbeiten] Kultur

Das kulturelle Leben in Witterschlick spiegelt sich in den vielen Ortsvereinen wider. So finden sich mehrere Karnevalsvereine wie z. B. der KV Tonmöhne und die KG Alpenrose, für Musikbegeisterte gibt es das Tambourcorps Edelweiß Witterschlick und den Männergesangsverein „Rheingold“. Außerdem gibt es Fußball-, Tennis-, Tischtennisvereine und vieles mehr. Zum kulturellen Leben gehört auch die Jesus-Christus-Kantorei der Evangelischen Kirchengemeinde am Kottenforst, die neben Musik von Renaissance bis Romantik auch zeitgenössische Werke in ihrem Repertoire hat.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.

[Bearbeiten] Weblinks

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