Wizball

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Wizball ist ein populäres Computerspiel, das 1987 für verschiedene Heimcomputer erschien, zunächst für Commodore 64, Sinclair ZX Spectrum und Amstrad CPC. Das Spiel wurde von dem britischen Programmiererduo Sensible Software entworfen, die Musik von Martin Galway komponiert, der bald darauf für kurze Zeit Sensible Software zum Trio erweiterte. Den Vertrieb übernahm Ocean Software. Später erschienen noch Umsetzungen für den Amiga und Atari ST, diese wurden aber von anderen Teams erstellt.

Hintergrundgeschichte[Bearbeiten]

Die Hintergrundgeschichte erzählt von der „Wizworld“, die vom obligatorischen Bösewicht Zark jeglicher Farbe beraubt wurde. Man schlüpft in die Rolle des Zauberers Wiz, um den öden, grauen Leveln wieder volle Farbpracht angedeihen zu lassen.

Das Spielkonzept von Wizball verbindet das bereits damals bekannte Genre des Shoot ’em up mit dem neuen Element des „Einfärbens“. Zunächst steuert man im Einzelspielermodus ausschließlich Wiz, der die Form einer Kugel, dem namensgebenden Wizball (Wizard=Zauberer), einnimmt. Zu Anfang springt die Spielerfigur recht unbeholfen hin und her, aber ein Extrawaffensystem, das an „Nemesis“ erinnert, hilft schnell die gewohnte Kontrolle zu bekommen. Eines der Extras ist „Nifta“, die Katze des Zauberers, die hier die Rolle des Satelliten übernimmt, wie es aus R-Type bekannt ist. Im Einzelspielermodus werden mit dem Joystick gleichzeitig der Zauberer und seine Katze gesteuert, wofür einiges an Übung erforderlich ist, im Zweispielermodus übernimmt jeder Spieler eine dieser Figuren.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Das Spiel verfügt über eine Reihe von Besonderheiten. Zuerst einmal sind immer drei Level auf einmal begehbar, zudem finden sich im jeden Level spezielle Gegner, die Farbtropfen nach ihrem Ableben hinterlassen. Diese werden mit Nifta aufgesammelt und am unteren Bildschirmrand angezeigt. Muss man zu Anfang gerade mal einen Level in rote Farbe tauchen, so darf man später recht komplexe Farbmischungen sammeln. Ein Wandern zwischen den Leveln ist somit unausweichlich.

Nachdem man eine Farbe komplett gesammelt hat, geht es in eine Bonusrunde, wo man Punkte, Extras und Zusatzleben sammelt. Wiz färbt den Level kurz ein und man bewegt sich fortan in bunteren Gegenden.

Grafik und Sound waren auf der C64-Version spektakulär, dementsprechend gilt das Spiel als eines der besten auf diesem System überhaupt. Die beiden damals wichtigsten deutschsprachigen Spielemagazine vergaben Höchstwertungen, so zum einen das Happy Computer-Spielesonderheft 4 eine Wertung von 92 %, zum anderen ASM in Ausgabe 9/1987 die Auszeichnung „ASM Hit“.[1] Die äußerst hohe Beliebtheit zeigt sich auch in Kommentaren zu Wizball-Videos auf YouTube und auf Retroseiten wie kultpower.de.

Nachfolger und Remake[Bearbeiten]

1992 brachte Sensible Software mit Wizkid einen Nachfolger heraus, der nur bedingte Ähnlichkeit mit seinem Vorläufer hatte und dessen Ruhm nicht erreichte.

2007 veröffentlichte Graham Goring ein Remake von Wizball für Windows, eine Umsetzung für den Mac OS X folgte im Anschluss. Auf der Projektseite (siehe Weblinks) wird auch ein Programmierer für eine Linux-Umsetzung aufgeführt, eine Version für dieses Betriebssystem ist jedoch bislang noch nicht als Download erhältlich.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beide Tests sind im Originallayout auf kultpower.de einsehbar