Wladimir Iwanowitsch Dal

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Wladimir Iwanowitsch Dal.

Wladimir Iwanowitsch Dal (russisch Владимир Иванович Даль, auch Dahl; * 10. Novemberjul./ 22. November 1801greg. in Lugansk; † 22. Septemberjul./ 4. Oktober 1872greg. in Moskau) war einer der größten russischen Lexikografen und Autor des umfangreichsten Wörterbuchs der russischen Sprache (russ. Tolkowy slowar shiwogo welikorusskogo jasyka, zu dt. Bedeutungswörterbuch der lebendigen, großrussischen Sprache).

Sein Vater war der dänische Linguist Johan Christian Dahl, der auch an der Universität Jena Medizin studiert hatte. Seine Mutter Maria Freitag stammte aus einer russlanddeutschen Familie und war eine hochbegabte Musikerin und Sängerin. Wladimir Dal diente 1814 bis 1826 bei den russischen Seestreitkräften. Er absolvierte ein Studium der Medizin an der Universität Tartu.

Dal veröffentlichte ab 1832 einige Novellen. Er war mit Alexander Puschkin befreundet. Im Jahr 1838 wurde Dal Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Dals Hauptwerk, ein Lexikon in vier Bänden mit über 30.000 Lemmata, erschien 1863 bis 1866.

Die UNESCO erklärte das Jahr 2000 zum Internationalen Jahr von Wladimir Dal.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wladimir Iwanowitsch Dal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vladimir Dal, in: World Heritage Encyclopedia, abgerufen am 29. November 2014