Wladimir Iwanowitsch Jakunin

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Wladimir I. Jakunin

Wladimir Iwanowitsch Jakunin (russisch Владимир Иванович Якунин; * 30. Juni 1948 in Melenki, Oblast Wladimir) ist ein russischer Politiker, Diplomat und Präsident der staatlichen russischen Eisenbahngesellschaft (RŽD).

1972 schloss Jakunin sein Studium am Leningrader Mechanischen Institut ab. Nach Ableistung des Militärdienstes arbeitete er beim Ministerrat der UdSSR in der Außenhandelsabteilung. Zwischen 1985 und 1991 war er Mitarbeiter der sowjetischen Mission bei den Vereinten Nationen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion arbeitete er als privater Geschäftsmann, bevor er 1997 wieder in den Staatsdienst eintrat. Im Oktober 2000 wurde er stellvertretender Verkehrsminister der Russischen Föderation und im Februar 2002 stellvertretender Eisenbahnminister. Am 15. Juni 2005 wurde Jakunin zum Präsidenten der Russischen Eisenbahnen ernannt.

Er löste damit Gennadi Fadejew ab, der seit 2003 an der Spitze der RZD stand.[1]

Jakunin gilt als Gefolgsmann des russischen Präsidenten Wladimir Putin und Teil des engeren Zirkels der Macht in der Russischen Föderation.

Seit April 2014 ist Jakunin auf einer Sanktionsliste der US-amerikanischen Regierung und darf in die Vereinigten Staaten nicht einreisen.[2]

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meldung Neuer RZD-Chef, in: Eisenbahn-Revue International, Heft 8–9/2005, S. 387.
  2. Roman Goncharenko: Berliner Dilemma des Putin-Freunds Jakunin, in: Deutsche Welle, 15. Mai 2014.
  3. Webseite des österreichischen BMVIT (abgerufen am 11. März 2011)