Wladimir Nailjewitsch Malachow

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Wladimir Nailjewitsch Malachow
Wladimir Nailjewitsch Malachow, Villarrobledo 2008
Schreibweisen Владимир Наильевич Малахов (russisch)
Vladimir Malakhov (FIDE)
Land RusslandRussland Russland
Geboren 27. November 1980
Iwanowo
Titel Internationaler Meister (1995)
Großmeister (1997)
Aktuelle Elo-Zahl 2696 (September 2014)
Beste Elo-Zahl 2732 (Juli 2010)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Wladimir Nailjewitsch Malachow (russisch Владимир Наильевич Малахов, beim Weltschachbund FIDE Vladimir Malachow; * 27. November 1980 in Iwanowo) ist ein russischer Großmeister im Schach.

Werdegang[Bearbeiten]

Malachows Schachkarriere begann Anfang der 1990er Jahre: 1992 wurde er Zweiter bei den Jugendweltmeisterschaften der unter 12-Jährigen (U12) in Duisburg, im Jahr darauf gewann er den U14-Weltmeistertitel in Bratislava.

An den Schachweltmeisterschaften des Weltverbandes FIDE nahm er in den Jahren 2002 und 2004 teil, die Turniere wurden im K.-o.-System ausgetragen, Malachow scheiterte jeweils in der zweiten Runde. Einen großen Erfolg konnte Malachow im Jahr 2003 verbuchen, bei den Europameisterschaften in Istanbul gewann er die Silbermedaille, einen halben Punkt hinter dem Sieger Surab Asmaiparaschwili. Die Partie dieser beiden Kontrahenten in der neunten Runde sorgte für Aufregung: Asmaiparaschwili verwechselte im Mittelspiel die Reihenfolge seiner geplanten Züge, was ihn einen ganzen Turm gekostet hätte, nahm entgegen den Schachregeln den Fehlzug zurück und gewann die Partie später im Endspiel. Malachow protestierte während der Partie nicht gegen die Rücknahme des Zuges.

Einen weiteren Erfolg konnte er beim Weltcup im sibirischen Chanty-Mansijsk (2005) erzielen, zwar scheiterte er in der vierten Runde an Michail Gurewitsch, konnte sich aber in den Platzierungsspielen auf dem elften Rang behaupten. Diese Platzierung sicherte Malachow als Nachrücker die Qualifikation für das Kandidatenturnier 2007 in Elista, nachdem Garri Kasparow (Rückzug vom aktiven Schach) und Wladimir Kramnik auf die Teilnahme verzichtet hatten. In diesem Kandidatenturnier wurden – in Zweikämpfen über sechs Partien – von 16 Spielern vier Teilnehmer für die Schachweltmeisterschaft 2007 in Mexiko-Stadt ermittelt. Malachow scheiterte in der ersten Runde an seinem Landsmann Alexander Grischtschuk mit einem Matchergebnis von 1,5:3,5 (+0, =3, -2) nach fünf Partien. 2009 wurde er Europameister im Schnellschach. Mit der russischen Mannschaft siegte er bei der Weltmeisterschaft 2009 in Bursa. 2011 wurde er mit dem Ehrentitel Verdienter Meister des Sports Russlands ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]