Wladimir Sidorenko

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Wladimir Sidorenko Boxer
Daten
Geburtsname Wladimir Sidorenko
Gewichtsklasse Bantamgewicht
Nationalität Ukrainisch
Geburtstag 23. September 1976
Geburtsort Enerhodar
Stil Linksauslage
Größe 1,62 m
Kampfstatistik
Kämpfe 27
Siege 22
K.-o.-Siege 7
Niederlagen 3
Unentschieden 2

Wladimir Sidorenko (ukrainisch Володимир Сидоренко/Wolodymyr Sydorenko; * 23. September 1976 in Enerhodar) ist ein ukrainischer Profiboxer.

Amateur[Bearbeiten]

Sidorenko bestritt in seiner langjährigen Amateurkarriere 310 Kämpfe von denen er 290 gewann. Sein erster Erfolg war der Gewinn der Militärweltmeisterschaften 1995 im Fliegengewicht (-51 kg). Nach einem weiteren Sieg bei den Militärweltmeisterschaften 1997, gewann er 1998 in Minsk den Europameistertitel, wobei er u.a. Ağası Məmmədov schlug. Noch im Selben Jahr folgte ein dritter Sieg bei den Militärweltmeisterschaften, bei den Weltmeisterschaften im Jahr darauf, schied Sidorenko jedoch bereits im Viertelfinale gegen Valdemar Cucereanu, Rumänien (6:2), aus. 2000 gewann er in Tampere seinen zweiten Europameistertitel. Im selben Jahr nahm er für die Ukraine an den Olympischen Spielen in Sydney teil und erreichte nach Siegen über den späteren Profi-Weltmeister Daniel Ponce de León, Spanien (16:8), den Vizeweltmeister von 1999 Omar Andrés Narváez, Argentinien (16:10), und den Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaften Andrzej Rżany, Polen (RSC 3.), das Halbfinale. In diesem stand ihm der Thailänder Wijan Ponlid gegenüber, dem er mit 14:11 Punkten unterlag und somit mit einer Bronzemedaille ausschied.

2001 erreichte Sidorenko das Finale der Weltmeisterschaften. Auf den Weg dahin schlug er u.a. Maikro Romero, Kuba (21:20), und Georgi Balakschin, Russland (25:6). Im Finale verlor er gegen Jerome Thomas, Frankreich (39:29).

Profikarriere[Bearbeiten]

Im Jahr 2001 wechselte Sidorenko schließlich zu den Profis und wurde von Universum Box-Promotion unter Vertrag genommen. Er wird von Michael Timm trainiert. Am 26. Februar 2005 gewann er durch einen Punktsieg über den Mexikaner Julio Zarate den vakanten Weltmeistertitel der WBA im Bantamgewicht, den er am 31. Mai 2008 gegen Anselmo Moreno aus Panama nach Punkten verlor. Am 2. Mai 2009 kam es zu einem Rückkampf gegen Anselmo Moreno. In diesem zweiten Aufeinandertreffen unterlag Sindorenko wieder nach Punkten. Nachdem er 2010 gegen Mbwana Matumla gewann und gegen Nonito Donaire verlor, beendete Sidorenko seine Karriere.

Sonstiges[Bearbeiten]

Sidorenkos Zwillingsbruder Waleri war ebenfalls erfolgreicher Amateurboxer, er gewann unter anderem im Jahr 2000 den Europameistertitel im Halbfliegengewicht, wechselte allerdings nicht in das Profilager.

Weblinks[Bearbeiten]