Wo die wilden Kerle wohnen

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Wo die wilden Kerle wohnen ist der deutsche Titel des Bilderbuchs »Where the Wild Things Are« des US-amerikanischen Illustrators und Kinderbuchautors Maurice Sendak, das der Verlag Harper & Row 1963 veröffentlichte.

Das Buch wurde vom Autor mit farbigen Federzeichnungen illustriert. Es besticht vor allem durch die sehr sparsame Verwendung von Text, die deutsche Übersetzung umfasst nur 333 Wörter. Während ein Teil der Kritiker die Geschichte schätzte, stieß Sendaks Erstling auch auf Widerstand und Vorbehalte angesichts der Gewaltsamkeit des Sujets.[1] Sendak nannte den Jungen Max „meine tapferste und daher auch meine liebste Schöpfung“ und schätzte auch die „wilden Kerle“, „die nicht angelegt sind, es jedem recht zu machen - nur Kindern.“ [2] Im englischen Sprachraum wurde das Bilderbuch überaus populär und gewann 1964 die Caldecott Medal, die höchste Ehrung für englischsprachige Kinderbücher.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Inhalt

Max hat sich sein Wolfskostüm angezogen und macht Unfug. Seine Mutter schimpft ihn, dass er ihr „Wilder Kerl“ sei und schickt ihn ohne Abendessen ins Bett. Das Zimmer von Max verwandelt sich daraufhin in einen Wald, Max steigt in sein Segelboot und fährt zu den wilden Kerlen, große Monster, die sich von ihm zähmen lassen und ihn schließlich zu ihrem König machen. Aber Max bekommt Heimweh (und Hunger) und segelt zurück. Wieder in seinem Zimmer angekommen, stellt er fest, dass das Abendessen noch warm ist.

[Bearbeiten] Adaptionen

1979 wurden die „Wilden Kerle“ erstmals in Brüssel als noch unfertige Oper aufgeführt, 1985 erschien in Glyndebourne eine von Oliver Knussen vertonte Fassung auf der Opernbühne.

»Wo die wilden Kerle wohnen« griff Heinz Janisch in seinem Buch „Die Reise zu den Fliegenden Inseln“ in liebevoller Weise auf. Auch in dem Film Die Reise ins Labyrinth, der von Maurice Sendaks Büchern inspiriert ist, taucht ein "Wilder Kerl" auf.

In der Simpsons-Folge „Angst essen Seele auf“ (17. Staffel) wird das Buch zitiert und seine markanten Federzeichnungen teilweise imitiert.

Seit Anfang der 1990er Jahre ist eine Verfilmung des Buches geplant. Wegen mehreren Firmenwechseln, firmeninternen Skrupeln bei der Umsetzung des Stoffes und anderen Schwierigkeiten verzögerte sich die Fertigstellung mit dem Regisseur Spike Jonze. Der Film soll am 16. Oktober 2009 in den Vereinigten Staaten in die Kinos kommen.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. „Unheimliche Züge“, Der Spiegel, 13. April 1970, Nr. 16, S. 222
  2. „Weil Max mit leerem Magen ins Bett musste“, Die Welt, 10. Juni 2008
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