Wochenplan

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Der Wochenplan ist eine strukturierendes Arbeits- bzw. Organisationsmedium des offenen Unterrichts und dient als Vorläufer und Förderer der Freien Arbeit und des projektorientierten Arbeitens. Unter einem Wochenplan versteht man einen Plan mit einem bestimmten Pensum an Wahl- und Pflichtaufgaben aus einem oder verschiedenen Lernbereichen. Dieser Plan wird von der Lehrperson für die Schüler erstellt und die Aufgaben werden meist innerhalb einer Woche in Einzel-, Partner oder Gruppenarbeit erledigt. Mit Hilfe bestimmter Arbeitsmittel und beigefügter Materialien können die Schüler, in den dafür vorgesehenen Wochenplanstunden, die Aufträge erledigen. Dabei bestimmen sie bei der Bearbeitung der Aufträge selbst die Zeiteinteilung, Reihenfolge und die Art der Kooperation.

Um Wochenpläne im Unterricht einsetzen zu können, müssen die Schüler mit Arbeitsformen wie Partner- und Gruppenarbeit vertraut sein, sowie ein gutes Sozialklima und eine positive Arbeitshaltung vorhanden sein.

Als Wochenplanunterricht wird ein Unterricht bezeichnet, welcher auf der Arbeit mit Wochenplänen basiert. Da er sich an den Richtlinien der Lehrpläne orientiert, ist er ein lehrplankonformer Unterricht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Huschke: Grundlagen des Wochenplanunterrichts. Von der Entdeckung der Langsamkeit. Weinheim und Basel: Beltz, 1996.
  • Petra Kemp: Üben nach Plan macht Spaß. In: R. Meis und G. Sennlaub (Hrsg.) Mit Feuereifer dabei. Praxisberichte über Freie Arbeit und Wochenplan. Das Lesebuch für Grundschullehrer. Weinheim 1990
  • Jürgen Floer, in: Üben und Einsicht im Mathematikunterricht; aus: Die Grundschulzeitschrift, Verlag Friedrich, Heft 17, 1988, S. 16.
  • Hugo Gaudig, in: Die Schule im Dienste der werdenden Persönlichkeit, Band 1. Leipzig 1922, S. 93.
  • Claus Claussen: Unterricht mit Wochenplänen. Kinder zur Selbstständigkeit begleiten. Weinheim und Basel: Beltz, 1997.