Wohnhausanlage Friedrich-Engels-Platz

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Wohnhausanlage Friedrich-Engels-Platz

Die Wohnhausanlage am Friedrich-Engels-Platz 1–10 (auch: Engelsplatzhof bzw. inkorrekt Engelshof) ist ein denkmalgeschützter Gemeindebau im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau. Er ist nach dem Sandleitenhof in Ottakring der zweitgrößte kommunale Wohnbau des „Roten Wien“ in der Ersten Republik.

Geschichte[Bearbeiten]

Die unbenannte Wohnhausanlage am Friedrich-Engels-Platz wurde von dem Otto Wagner Schüler Rudolf Perco konzipiert und zwischen 1930 bis 1933 errichtet. Sie umfasste 1.467 Wohnungen, sowie einen Kindergarten, ein Postamt, eine Apotheke, Badeanlagen, eine Wäscherei, ein Parteilokal, eine Gaststätte und weitere kleine Geschäfte.

Während des Bürgerkrieges zwischen sozialdemokratischen Schutzbündlern und ständestaatlichen Austrofaschisten kam dem an der Floridsdorfer Brücke liegenden Gemeindebau eine bedeutende strategische Rolle zu. Er wurde am 12. Februar 1934 schnell von den Austrofaschisten besetzt, da zuvor schon führende Schutzbündler festgenommen wurden, welche die Waffenverstecke kannten. Nach der Machtübernahme der Austrofaschisten 1934 wurde eine Kirche im Gemeindebau errichtet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans und Rudolf Hautmann, Die Gemeindebauten des Roten Wien 1919–1934, 1980; Helmut Weihsmann, Das Rote Wien. Sozialdemokratische Architektur und Kommunalpolitik 1919–1934, 1985/2002.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wohnhausanlage Friedrich-Engels-Platz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.2457516.377944444444Koordinaten: 48° 14′ 45″ N, 16° 22′ 41″ O