Woiwodschaft Tarnopol

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Politische Karte Polens im Jahr 1938, Woiwodschaft Tarnopol rot hervorgehoben
Woiwodschaft Tarnopol bis 17. September 1939
Verwaltungs-Karte, 1938

Die Woiwodschaft Tarnopol war in den Jahren 1921–1939 eine Verwaltungseinheit der Zweiten Polnischen Republik, die am 1. September 1921 mit Inkrafttreten der Aufteilung des ehemals österreichischen Teils Polens, Galizien, in die Woiwodschaften Lemberg, Krakau, Stanislau und Tarnopol entstand.

Geografie[Bearbeiten]

Grenzen[Bearbeiten]

Die Woiwodschaft lag im südöstlichsten Teil Polens. Im Westen grenzte sie an die Woiwodschaften Lwów und Stanisławów, im Norden an die Woiwodschaft Wołyń, östlich an die sowjetische Ukraine entlang des Flusses Dnister, südlich an Rumänien entlang des Flusses Bug.

Klima[Bearbeiten]

Die Woiwodschaft lag an der Grenze von Meeres- und Kontinentalklima, woraus einige Wetteranomalien resultierten. So war z. B. Tarnopol eine der kältesten Städte Polens und die Gegend um Zaleszczyki eine der wärmsten des Staates. Charakteristisch waren auch starke Winde und abhängig von ihrer Richtung schnelle Temperaturveränderungen. Die ersten Fröste traten oft schon im September und die letzten noch im Mai auf.

Administrative Unterteilung[Bearbeiten]

Demografie[Bearbeiten]

Auf 16.500 km² lebten 1931 1.600.406 Menschen - darunter 789.114 (49,3 %) Polen, 728.135 (45,5 %) Ukrainer, 78.932 (4,9 %) Juden, 4.225 (0,3 %) Andere.

Das Gebiet gehört heute vollständig zur Ukraine.

Bedeutende Städte waren:

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Woiwodschaft war stark landwirtschaftlich geprägt. In den Städten gab es eine agrarprodukteverarbeitende Industrie. Über die Landesgrenzen hinweg bekannt waren die Agrarhandelsmessen in Tarnopol und Ułaszkowce. An Bodenschätzen gab es Phosphorit und Braunkohle.

Weblinks[Bearbeiten]