Wojciech Kossak

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Wojciech Kossak bei der Arbeit (1897)

Wojciech („Adalbert“) Kossak, auch Adalbert Ritter von Kossak[1] (* 31. Dezember 1857 in Paris; † 29. Juli 1942 in Krakau) war einer der bedeutendsten Panorama-, Schlachten- und Porträtmaler des später 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Wojciech Kossak wurde am 31. Dezember 1857 als Sohn des bekannten polnischen Malers Juliusz Kossak (1824–1899) in Paris geboren. Ab seinem 14. Lebensjahr beschäftigte er sich eingehend mit der Malerei. Er studierte dabei in Krakau (ab 1871), München (ab 1873) und Paris (ab 1877). Ende des 19. Jahrhunderts erlangte er erste Bekanntheit durch die Schaffung großer Rundgemälde, die damals sehr modern waren. In den Jahren 1893 bis 1894 schuf Kossak gemeinsam mit Jan Styka (1858–1925) und anderen Malern das Panorama von Racławice, ein großes Rundgemälde, das anlässlich des 100. Jahrestages des Kościuszko-Aufstandes den Sieg der polnischen Truppen in der Schlacht bei Racławice (1794) darstellte. Dieses Werk wurde zu einem künstlerischen wie kommerziellen Erfolg und machte Kossak weiterhin bekannter.

Im Jahre 1895 siedelte er nach Berlin über, wo er bis 1902 lebte. Hier arbeitete er mit Julian Fałat (1893–1929) zunächst an dem Gemälde Die Überquerung der Beresina durch die Truppen Napoleons, das am 1. April 1896 erstmals ausgestellt wurde.[2] Es folgte 1901 das Gemälde Die Schlacht am Fuße der Pyramiden in Zusammenarbeit mit Michał Wywiórski. Daneben betätigte sich Kossak auch erfolgreich als Porträtmaler, wobei er auch Bilder von den Kaisern Franz Joseph von Österreich-Ungarn und Wilhelm II. schuf. Letzterer war mit Kossak befreundet und meinte dieser sei ein „lieber und schneidiger Kerl und ein genialer Maler“.[3] Die Gunst des deutschen Kaisers brachte Kossak weitere Aufträge, so z.B. für das große Gemälde Angriff des Garde du Corps in der Schlacht bei Zorndorf (1899).[4]

Kossak wurde im Jahr 1913 Professor der Kunstakademie (Szkoła Sztuk Pięknych) in Warschau und nahm danach am Ersten Weltkrieg teil. Als Kriegsmaler war er dem k.u.k. Kriegspressequartier zugeteilt (bis 5. November 1918).[5] Nach dem Krieg kam er in Kontakt mit einflussreichen Persönlichkeiten wie Marschall Ferdinand Foch und Józef Piłsudski, die er auch porträtierte. Im übrigen lebte er in den Jahren 1923 bis 1924 und 1928 bis 1932 in den Vereinigten Staaten. Den Schwerpunkt seiner Arbeiten bildeten vor allem nach dem Ersten Weltkrieg die verschiedenen Themen der polnischen Geschichte und Zeitgeschichte. Er starb am 29. Juli 1942 in Krakau.

Auch die Nachkommen Kossaks erreichten größere Bekanntheit. So wurde sein Sohn Jerzy Kossak (1886–1955) ebenfalls Maler, und seine Töchter Maria Pawlikowska-Jasnorzewska (1891–1945) und Magdalena Samozwaniec (1894–1972) bekannte Schriftstellerinnen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Liste der Mitglieder des k.u.k. Kriegspressequartierts auf wladimir-aichelburg.at, abgerufen am 29. Jänner 2014
  2. Heute ist dieses Gemälde in Breslau zu besichtigen.
  3. Zit. nach: Frank Bauer: Die Schlacht bei Zorndorf 25. August 1758. Schlacht und Gemälde. Potsdam 2005, S. 35.
  4. Das Bild war seit 1944 verschollen, wurde 2004/05 restauriert und befindet sich heute im Gebäude der E.ON AG in Potsdam, siehe: Frank Bauer: Die Schlacht bei Zorndorf 25. August 1758. Schlacht und Gemälde. Potsdam 2005, S. 27–33.
  5. Liste der Mitglieder des k.u.k. Kriegspressequartierts auf wladimir-aichelburg.at, abgerufen am 29. Jänner 2014

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]