Wolde

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der vorpommerschen Gemeinde Wolde. Für weitere Bedeutungen, siehe Wolde (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Wolde führt kein Wappen
Wolde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wolde hervorgehoben
53.68333333333313.08333333333349Koordinaten: 53° 41′ N, 13° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Treptower Tollensewinkel
Höhe: 49 m ü. NHN
Fläche: 22,51 km²
Einwohner: 603 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17091
Vorwahlen: 039600, 039604
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 163
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Rathausstraße 1
17087 Altentreptow
Webpräsenz: www.altentreptow.de
Bürgermeisterin: Marion Dorn
Lage der Gemeinde Wolde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Brandenburg Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim Beggerow Borrentin Hohenbollentin Hohenmocker Kentzlin Kletzin Lindenberg (Vorpommern) Meesiger Nossendorf Sarow Schönfeld (bei Demmin) Siedenbrünzow Sommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Utzedel Verchen Warrenzin Datzetal Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Galenbeck Genzkow Basedow (Mecklenburg) Basedow (Mecklenburg) Duckow Faulenrost Gielow Kummerow (am See) Malchin Neukalen Alt Schwerin Fünfseen Göhren-Lebbin Malchow (Mecklenburg) Nossentiner Hütte Penkow Silz (Mecklenburg) Walow Zislow Mirow Mirow Priepert Peenehagen Wesenberg (Mecklenburg) Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) Blankensee (Mecklenburg) Blumenholz Carpin Godendorf Grünow (Mecklenburg) Hohenzieritz Klein Vielen Kratzeburg Möllenbeck (bei Neustrelitz) Schloen-Dratow Schloen-Dratow Userin Wokuhl-Dabelow Beseritz Blankenhof Brunn (Mecklenburg) Neddemin Neuenkirchen (bei Neubrandenburg) Neverin Sponholz Staven Trollenhagen Woggersin Wulkenzin Zirzow Ankershagen Kuckssee Kucksee Penzlin Möllenhagen Penzlin Kucksee Altenhof (Mecklenburg) Bollewick Buchholz (bei Röbel) Bütow Fincken Gotthun Grabow-Below Groß Kelle Kieve Lärz Leizen Ludorf Massow Melz Priborn Rechlin Röbel/Müritz Schwarz (Mecklenburg) Sietow Stuer Vipperow Wredenhagen Zepkow Grabowhöfe Groß Plasten Hohen Wangelin Jabel Kargow Klink Klocksin Moltzow Neu Gaarz Moltzow Torgelow am See Varchentin Grabowhöfe Vollrathsruhe Burg Stargard Burg Stargard Cölpin Groß Nemerow Holldorf Lindetal Pragsdorf Bredenfelde Briggow Grammentin Gülzow (bei Stavenhagen) Ivenack Jürgenstorf Kittendorf Knorrendorf Mölln (Mecklenburg) Ritzerow Rosenow Stavenhagen Zettemin Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Altentreptow Bartow (Vorpommern) Breesen Breest Burow Gnevkow Golchen Grapzow Grischow Groß Teetzleben Gültz Kriesow Pripsleben Röckwitz Siedenbollentin Tützpatz Werder (bei Altentreptow) Wildberg (Vorpommern) Wolde Groß Miltzow Kublank Mildenitz Neetzka Petersdorf (bei Woldegk) Schönbeck Schönhausen (Mecklenburg) Voigtsdorf Voigtsdorf Woldegk Woldegk Dargun Demmin Feldberger Seenlandschaft Neubrandenburg Neustrelitz Waren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Wolde ist eine langgestreckte Gemeinde im Zentrum des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Sie liegt östlich von Stavenhagen und ist Teil des Amtes Treptower Tollensewinkel mit Sitz in Altentreptow.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Wolde liegt an der Landesstraße 273 etwa 14 Kilometer westlich von Altentreptow und zwölf Kilometer östlich von Stavenhagen. Die Bundesstraße 104 verläuft südlich der Gemeinde. Wolde ist über den Anschluss Altentreptow der Bundesautobahn 20 zu erreichen.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Wolde
  • Japzow (Zusammenschluss am 1. Januar 1960 mit Zwiedorf zu Wolde[2])
  • Zwiedorf (Zusammenschluss am 1. Januar 1960 mit Japzow zu Wolde[2])
  • Reinberg (Eingemeindung am 30. September 1998[3])
  • Schmiedenfelde

Geschichte[Bearbeiten]

Wolde

Die Burg Wolde wie auch der Ort sind slawischen Ursprungs. Der Ort wurde 1292 erstmals urkundlich erwähnt. Ein Ritter Heinrich in Wolde soll den Ort gegründet haben. Die Burg wurde 1481 von Herzog Magnus II. von Mecklenburg zerstört. Dorf und Burg Wolde lagen genau auf der Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern, und damit beanspruchten die Herzöge beider Länder die Landeshoheit über den Ort. So soll es in Wolde ein kleines Zollhaus gegeben haben, durch dessen Mitte die Grenze zwischen beiden Ländern verlief. Auch spielten die damaligen Gutsbesitzer die beiden Lehnsherren gekonnt gegeneinander aus. Wolde wird daher in der historischen Literatur auch als „sonderbarer Freistaat“ bezeichnet. Erst im Jahre 1873 wurde ein Staatsvertrag zwischen Mecklenburg und Preußen geschlossen. Darin bestimmte man, welchen Anteil beide Länder an dem Dorf bekommen sollten. Schloss, Kirche und Wirtschaftshof gehörten nun zu Mecklenburg, der Rest, die meist kleineren Häuser zu Preußen.

Bis zum 1. Januar 2004 war die Gemeinde Teil des Amtes Kastorfer See.

Das Gut befand sich nacheinander im Besitz der Familien von Winterfeld im 14. Jahrhundert, von Preen seit 1569, von Maltzahn ab 1646, von Burkersroda ab 1770, von Moltke, wieder von Maltzahn, von Fabrice ab 1850 und schließlich kurz danach von Heyden-Linden, die es bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges behielten.

Im Jahre 1797 ließ Bogislav Helmut von Maltzahn in Wolde ein wuchtiges Herrenhaus errichten. Im Inneren der zweiflügeligen Anlage befand sich ein großer Spiegelsaal, in einem Flügel eine eigene Kapelle. Zudem gab es einen Marstall, weitere Wirtschaftsgebäude, einen großen Obst- und Gemüsegarten mit Gewächshäusern und einen weitläufigen englischen Landschaftspark. Das Schloss wurde 1945 abgebrochen. Ein kleineres Gutshaus entstand Mitte des 19. Jahrhunderts als Inspektorhaus im Auftrag des Freiherrn von Fabrice. Dieses Gutshaus befindet sich heute im Besitz der Gemeinde und ist bewohnt.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Wolde

  • Herrenhaus (Schloss) Wolde aus dem 17. Jahrhundert (im 19. Jahrhundert umgebaut), ursprünglich als Inspektorhaus erbaut
  • Gutsanlage Wolde
  • Landschaftspark Wolde mit Kastanienallee
  • Burgberg Wolde mit Wehrgraben und Burgberg
  • Kirche Wolde (1859/1860 errichtet) auf der ehemaligen Burganlage
  • Turmhügel "Kiekeberg" Wolde
  • Friedhofsportal Wolde, Backstein
  • Dorfkirchen in Zwiedorf, Japzow und Reinberg
  • Gedenkstätten: Zwei Gräber unbekannter polnischer Männer auf dem Friedhof, die während des Zweiten Weltkrieges Opfer der Zwangsarbeit wurden

Berühmte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Bernd von Maltzan (auch Moltzahn), auch der Böse Bernd, († 1525 in Wolde, Raubritter, 1491 zum Erblandmarschall von Pommern ernannt)

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolde in: Neues Conversations-Lexikon: Staats- und Gesellschafts-Lexikon. In Verbindung mit deutschen Gelehrten und Staatsmännern. hrsg. von Herrmann Wagener, Band 22, 1866 (Digitalisat)
  • Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 212, ISBN 3-88042-636-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wolde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  4. Schloss und Gut Wolde bei Gutshaeuser.de