Wolf (Fluss)

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Wolf
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Die Wolf unterhalb von Schapbach

Die Wolf unterhalb von Schapbach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23432
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Kinzig → Rhein → Nordsee
Quelle Abzweig der Schwarzwaldhochstraße von der B 28, etwa 10 km westlich von Freudenstadt
48° 28′ 38″ N, 8° 16′ 29″ O48.4772758.2747957
Quellhöhe ca. 957 m ü. NN[1]
Mündung bei Wolfach in die Kinzig48.2991472222228.2201027777778260Koordinaten: 48° 17′ 57″ N, 8° 13′ 12″ O
48° 17′ 57″ N, 8° 13′ 12″ O48.2991472222228.2201027777778260
Mündungshöhe unter 260 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 697 m
Länge 30,8 km[2]
Einzugsgebiet 129,612 km²[3]
Abfluss am Pegel OberwolfachVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
4,23 m³/s
Kleinstädte Wolfach
Gemeinden Bad Rippoldsau-Schapbach, Oberwolfach

Die Wolf (ursprünglicher, aber heute meist nicht mehr verwendeter Name: Wolfach) ist ein rechter Nebenfluss der Kinzig im Schwarzwald.

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Die Wolf entspringt in über 950 m Höhe im Nordschwarzwald nahe der Alexanderschanze auf der waldreichen Buntsandsteinfläche des Kniebis. Sie fließt zunächst in südöstlicher Richtung bis nach Bad Rippoldsau, das schon zum Mittleren Schwarzwald gerechnet wird, nimmt dann bis Oberwolfach eine südwestliche Richtung, um schließlich die letzten der insgesamt 31 km ihres Laufes südwärts bis zur Mündung in die Kinzig in Wolfach zurückzulegen.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Die Wolf entwässert ein zentral im Schwarzwald gelegenes Gebiet von etwa 130 km². Es reicht von der Quelle auf dem Kniebis im Norden bis zur etwa 20½ Kilometer entfernt gelegenen Mündung in Wolfach und hat annähernd die Form eines etwa 17½ Kilometer langen, südsüdwestlich verlaufenden Streifens von im Mittel 7½ Kilometern Breite.

Die begrenzende Wasserscheide erreicht auf den oberhalb von 840 m ü. NN sich erstreckenden Plateaus im Norden ihre größten Höhen. Am höchsten Punkt, der Alexanderschanze (971 m ü. NN) auf der Kniebis-Ebene, treffen sich die beiden zum Rhein entwässernden Nachbareinzugsgebiete der Wolf, das der nordwärts gerichteten Murg und das der nach Nordwesten fließenden Rench. Die übrigen Nachbareinzugsgebiete entwässern wie die Wolf zuvor in den südlichsten Laufabschnitt der Kinzig. Die beiden größten hiervon sind das Gebiet der Kleinen Kinzig im Osten und das des Harmersbaches im Westen. Zwei auffallende Erhebungen im Verlauf der Wasserscheide liegen im südlichen, niedrigeren Teil des Einzugsgebietes: Im Osten berühren sich am Staufenkopf (853 m ü. NN) die Nachbargebiete des Sulzbächles und des weiter südwestlich fließenden Langenbachs. Im Westen markiert der beherrschende Brandenkopf (953 m ü. NN) die wenig östlich davon gelegene Stelle, ab der das südwestliche Nachbargebiet des Einbachs nach Norden hin vom Gebiet des Harmersbachs abgelöst wird. Weiter nördlich quert die Wasserscheide die Lettstädter Höhe, in deren Umgebung das Gebirt der Wolf besonders stark von eiszeitlichen Gletschern geprägt worden ist (Kare des Glaswaldsees und des Apsbachfalles).

Landschaft und Natur[Bearbeiten]

Das Tal ist in seinen nach Osten abfallenden Oberhängen von zahlreichen Karen geprägt, die in den letzten Eiszeiten von kleinen Gletschern geformt wurden. Ihre Seen, Moore und Wasserfälle ziehen viele Touristen in das Wolf-Tal, Die unteren Hänge sind stark zertalt und zeigen deshalb kleingliedrigen Wechsel von Grünland und Waldflächen, die überwiegend im Besitz der bäuerlichen Hofgüter sind. Die Siedlungen reihen sich entlang der meist schmalen Talsohlen auf. Ihre Gründung verdankt sich großenteils dem Bergbau und der Holznutzung. Die beiden zentralen Orte sind Bad Rippoldsau, der älteste touristisch geprägte Ort an der Wolf, und Wolfach, die ehemalige Kreisstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Es gibt aus vergangenen Jahrhunderten zahlreiche Berichte über verheerende Hochwasser und Eisgänge an der Wolf. Bei Starkregen oder zur Schneeschmelze kann der normalerweise ruhig dahinfließende Fluss schnell sehr reißend werden, weil im Einzugsgebiet die Hänge starkes Gefälle haben. Das große Hochwasser vom 2. Juni 1887 zerstörte sämtliche Einrichtungen zur Holzflößerei im Wolftal. Es war dort der Schlusspunkt unter der Epoche des Flößereiwesens.

Statistik[Bearbeiten]

Am Pegel Oberwolfach führte die Wolf in den Jahren 1980 bis 2003 im Mittel 4,23 m³/s Wasser bei einem Pegelstand von 0,33 m. Die Wolf ist damit vor Gutach und Schutter der wasserreichste Nebenfluss der Kinzig.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Längen nach LUBW-FG10, Einzugsgebiete nach LUBW-GEZG.


Ursprung der Wolf im Gewann Schanz bei der Alexanderschanze auf dem Abfall der Kniebishöhe nach Süden, ganz im Norden der Bad Rippoldsauer Gemarkung der Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach

  • Bach aus dem Wolf, von rechts, 1,211 km.
  • Bach durchs Wüste Gründle, 0,742 km.
  • Bach aus dem Teufelsries, von rechts, 1,032 km.
  • Eichelbach, von links gegenüber dem Steinbruch am Bühlberg, 2,391 km und 2,112 km².
  • Kammersbach, von rechts am Zinken Wolf, 1,58 km.
  • Absbach, von rechts zwischen Holzwälder Höhe und Winterbergkopf, 3,433 km und 4,774 km². Mit Absbach-Wasserfällen, siehe Wasserfälle in Deutschland.
  • Rimbach, von links zwischen Heimenhöhe, Grislishorn und dem Winterbergkopf, 2,704 km und 2,674 km².
  • Sommersbach, von rechts gegenüber Beim Bad, 1,186 km.
  • Althausbächle, von rechts an der Siedlung Althaus nördlich des Bärleichkopfes, 0,931 km.
  • Reichenbach (mit rechten Oberlauf Kastelbach), von links beim Zinken Klösterle zwischen Kreuzkopf und Rosshart, 4,191 km und 6,976 km².
  • Burgbach, von links gegenüber von Vor Burgbach in Bad Rippoldsau-Schapbach, 1,009 km. Mit dem Burgbachwasserfall
  • Dollenbach, von rechts bei Vor Dollenbach, 4,082 km.
  • Seebach, von rechts bei Vor dem Seebach zwischen Teuscheneck und Rossberg, 5,777 km und 7,625 km². Mit Glaswaldsee neben dem obersten Lauf, 2,9695 ha.
  • Bach durch den Rutschengrund, von links wenige Schritte nach dem vorigen, 0,937 km.

Danach Eintritt in die Gemarkung Schapbach von Bad Rippoldsau-Schapbach

  • Settigbächle, von rechts wenige Schritte nach dem vorigen, 1,726 km.
  • Bach durch den Keßlersgrund, von rechts gegenüber dem Börsigbauernhof, 2,095 km.
  • Schürlebächle, von links beim Börsigbauernhof, 1,000 km.
  • Salzbrunnenbächle, von rechts im Gemeindeteil Obertal, 1,307 km.
  • Sulzbächle, von links durchs Dorf Schapbach, 2,408 km.
  • Wildschapbach, von rechts unterhalb der Ruine Romburg bei Vor der Wildschapbach, 7,049 km und 13,973 km².
  • Holdersbach, von links beim Hermannazeshof, 3,081 km.

Danach Eintritt in die Gemeinde Oberwolfach

  • Tiefenbach, von links an der Brücke hinüber zum Künstlesbauernhof von Bad Rippoldsau-Schapbach, 3,189 km.
  • Dohlenbach, von rechts beim Dohlenbacherhof, 2,681 km.
  • Bach aus der Höllmatt, von links gegenüber dem Jochemshof, 0,897 km.
  • Sposchbach, von links gegenüber dem Zangershof, 1,214 km.
  • Battengottbächle, von rechts beim Fegershof, 2,015 km.
  • Belgetbächle, von links beim Hansenbauernhof, 1,248 km.
  • Rankach, von rechts im Dorf Walke gegenüber der Ruine Walkenstein, 6,948 km und 18,868 km².
  • Rauschenbach, von links beim Schulershof, 1,006 km.
  • Gelbach, von rechts beim Hartershof, 5,018 km und 7,226 km².
  • Wüstenbach, von links beim Schrannenbauernhof, 1,062 km.
  • Frohnbach oder Fronbach, von rechts in Oberwolfach, 2,564 km.
  • Burggraben, von links unterhalb an der Ruine Wolfach vorbei, 1,157 km.
  • Silberlöchle, von rechts im Untertal von Oberwolfach, 1,553 km.

Mündung der Wolf in Wolfach von rechts und Norden in die Kinzig, nach einem Lauf von knapp 31 km.

Orte am Fluss[Bearbeiten]

Von der Quelle bis zur Mündung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nach dem Höhenlinienbild auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10.
  2. Nach LUBW-FG10 (Datensatzeintrag).
  3. Summe der Teileinzugsgebiete nach LUBW-GEZG (Datensatzeinträge).

Weblinks[Bearbeiten]