Wolferborn

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Wolferborn
Stadt Büdingen
Koordinaten: 50° 20′ N, 9° 12′ O50.339.1983333333333235Koordinaten: 50° 19′ 48″ N, 9° 11′ 54″ O
Höhe: 235–377 m ü. NN
Fläche: 6,90 km²
Einwohner: 945 (31. Dez. 2011)
Eingemeindung: 1972
Postleitzahl: 63654
Vorwahl: 06049
Karte

Übersichtskarte von Wolferborn

Wolferborn ist ein Stadtteil Büdingens im Wetteraukreis.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Wolferborn liegt 7,5 km nordöstlich von Büdingen am Seemenbach.

[Bearbeiten] Geschichte

Am 12. August 1276 verlieh König Rudolf I. von Habsburg in Worms Graf Heinrich V. von Weilnau ein Burglehen zu Gelnhausen. In dieser Urkunde wird Wolferborn als „Wolfratsbrunnen“ erstmals erwähnt. Nach 1400 erhält Wolferborn den heutigen Namen. Ab 1787 besteht ein birsteiner Anteil am Gericht Wolferborn.[1] Durch den Staatsvertrag zwischen Österreich und Preußen, vom Juni 1816, kam Wolferborn zu Kurhessen. Im Jahre 1866 wurde der Ort dann preußisch.[2]

Obwohl Wolferborn als ehemals selbständige Gemeinde nicht zum Landkreis Büdingen gehörte, sondern zum Landkreis Gelnhausen, wird es im Zuge der Gebietsreform in Hessen von 1972 der Stadt Büdingen als Stadtteil zugeordnet und befindet sich seitdem im Wetteraukreis. Durch Wolferborn fließt der Seemenbach.

Der Wehrtborn

Wolferborn war im Mittelalter zeitweise Gerichtsort, im Übrigen reine Landwirtschaftsgemeinde. Die Kirche ist ein romanischer Bau und wurde als Wehrkirche gebaut, die einschließlich der Orgel jüngst aufwändig renoviert wurde.

Wolferborn bekam bereits 1926 Wasserleitung und 1934 Kanalisation. Von 1914 bis 1920 wurde eine Flurbereinigung durchgeführt. Heute ist Wolferborn Landwirtschafts- und Arbeiterwohngemeinde mit einigen kleinen Gewerbebetrieben.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Evang. Pfarrkirche
Evang. Pfarrkirche

[Bearbeiten] Bauwerke

Kulturdenkmäler im Stadtteil Wolferborn:

  • Gesamtanlage Wolferborn Ost
  • Gesamtanlage Wolferborn West
  • Am Kaspersberg 7
  • Brunnen an der Wehrtbornstraße
  • Herzbergstraße 10 – Evangelische Pfarrkirche
  • Wehrtbornstraße 23 – Backhaus
  • Wehrtbornstraße 31 – Schule
  • Wehrtbornstraße 34
  • Wehrtbornstraße 41 und 41a
  • Wehrtbornstraße 46
  • Wehrtbornstraße 57

[Bearbeiten] Vereine und Organisationen

  • Männergesangverein 1884
  • Freiwillige Feuerwehr (seit 1894)
  • Sportgemeinschaft (gegründet 1914)
  • Landfrauenverein
  • Tennisclub
  • Natur- und Vogelschutzgruppe
  • zwei Reit- und Fahrvereine

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

  • Evangelische Kindertagesstätte, seit 1995. (Seit 1888 gibt es bereits einen Kindergarten in Wolferborn, damals Kleinkinderschule genannt.)

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

[Bearbeiten] Literatur

  • Ruppel, Hans Georg (Bearb.): Historisches Ortsverzeichnis für das Gebiet des ehem. Großherzogtums und Volksstaats Hessen mit Nachweis der Kreis- und Gerichtszugehörigkeit von 1820 bis zu den Veränderungen im Zuge der kommunalen Gebietsreform, Reihe Darmstädter Archivschriften (14), 1976, S. 526–527.
  • Siegfried R.C.T. Enders: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Abteilung: Baudenkmale in Hessen. Wetteraukreis I. Hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Vieweg, Braunschweig/ Wiesbaden 1982, ISBN 3-528-06231-2, S. 185–188.
  • Heinrich Reimer: Historisches Ortslexikon für Kurhessen (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck 14, ISSN 0342-2291). Elwert, Marburg 1926, (Unveränderter Neudruck. ebenda 1974, ISBN 3-7708-0509-7), S. 526–527.
  • Hans Philippi: Territorialgeschichte der Grafschaft Büdingen. Elwert, Marburg 1954 (Schriften des hessischen Amts für geschichtliche Landeskunde 23), S. 164–165, 189–190.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Wolferhausen auf LAGIS Hessen
  2. Wolferborn auf www.buedingen.de
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