Wolfgang Bosbach

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Wolfgang Bosbach [ˈbɔsbax] (* 11. Juni 1952 in Bergisch Gladbach) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Er ist seit 2000 Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Beruf

Nach der Mittleren Reife 1968 machte Bosbach zunächst eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei der Konsumgenossenschaft Köln eG/COOP West AG und war anschließend von 1972 bis 1974 Leiter eines Supermarktes. Er besuchte dann die Rheinische Akademie in Köln, die er 1977 mit dem Abschluss als staatlich geprüfter Betriebswirt verließ. Anschließend holte er auf dem Zweiten Bildungsweg das Abitur nach, welches er schließlich 1980 bestand. Danach absolvierte Bosbach ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Köln, das er 1988 mit dem ersten und 1991 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Seitdem ist er als Rechtsanwalt zugelassen.

Wolfgang Bosbach ist seit 1987 verheiratet und hat drei Töchter.

[Bearbeiten] Partei

Er ist seit 1972 Mitglied der CDU. Von April 2003 bis 2005 war Bosbach stellvertretender Landesvorsitzender der CDU in Nordrhein-Westfalen.

[Bearbeiten] Abgeordneter

Von 1975 bis 1979 gehörte Bosbach dem Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises und von 1979 bis 1999 dem Rat seiner Heimatstadt Bergisch Gladbach an.

Seit 1994 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier ist er seit Februar 2000 Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und damit innerhalb der Fraktion zuständig für die Bereiche Recht, Petition, Innen, Sport, Vertriebene und Flüchtlinge, Kunst, Kultur und Medien.

Im Jahr 2000 sprach sich Bosbach für eine Ausweitung von Videoüberwachung im öffentlichen Raum aus. Es könne „niemand das Recht geltend machen, unerkannt durch die Stadt zu gehen.“[1]

Bosbach forderte am 21. November 2006 eindringlich eine Zensur des Internets, um den Zugriff auf Killerspiele zu erschweren, für die er auch Herstellungsverbote verlangt.

2009 machte sich Bosbach für ein Verbot von Paintball (Softair, Gotcha) stark, auch nachdem seine Fraktion entsprechende Änderungsvorschläge bereits zurückgezogen hatte. Die Idee war nach dem Amoklauf von Winnenden aufgekommen. „Das ist eine Tötungssimulation“, zitiert die Märkische Allgemeine Bosbach am 27. Mai 2009.

Wolfgang Bosbach war 1994 und 1998 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Rheinisch-Bergischer Kreis I und 2002 und 2005 für den Wahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 49,3 % der Erststimmen.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Jan Wehrheim: Die überwachte Stadt. Opladen 2006, S. 97
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