Wolfgang Götze (Physiker)

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Wolfgang Götze (* 11. Juli 1937 in Fürstenwalde) ist ein theoretischer Physiker. Er ist Emeritus der Technischen Universität München.

Nach seinem Physikstudium an der Humboldt-Universität und der Freien Universität in Berlin sowie der Promotion in München 1963[1] folgten unter anderem Gastaufenthalte in den USA und Moskau. 1970 nahm Götze einen Ruf auf einen Lehrstuhl für Theoretische Physik an die Technische Universität München an. Dort forschte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2004 an verschiedenen Problemen aus dem Bereich der theoretischen Festkörperphysik sowie der Dynamik von Flüssigkeiten. Besonders bekannt und bedeutsam ist die von Götze entwickelte Moden-Kopplungstheorie des Glasübergangs, die er in den 1980er Jahren vorstellte und die seither durch Experimente und Simulationen mehrfach bestätigt wurde. Diese Theorie beschäftigt sich mit der Dynamik von Glas und allgemein glasbildenden Flüssigkeiten, deren Eigenschaften weder mit den bekannten Gesetzen für kristalline Festkörper noch über die Gesetzmäßigkeiten von Flüssigkeiten erklärbar sind.

Für seine Beiträge zur Theorie der kondensierten Materie, insbesondere die Moden-Kopplungstheorie, erhielt Götze 2006 die Max-Planck-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Außerdem wurde ihm für diese Theorie sowie sein gesamtes Forschungswerk 2006 der Tomassoni-Preis verliehen.

Schriften[Bearbeiten]

  • Complex Dynamics of glas forming liquids. A mode-coupling theory. Oxford University Press, Oxford 2009, ISBN 978-0-19-923534-6. (Rezenzion, Physik Journal)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thema: Transporttheorie für ein verdünntes Gas mit Bose-Einstein-Kondensation.