Wolfgang Grzyb

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Wolfgang Grzyb (* 29. Juli 1940; † 7. Oktober 2004) war ein deutscher Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Grzyb war gelernter Schmied. Seine Fußballkarriere begann er beim TSV Kaierde und beim FC Alfeld, bevor er 1964 zu Eintracht Braunschweig kam. Von 1966 bis 1978 nahm er für diesen Verein als Abwehrspieler an 350 Punktspielen teil und erzielte 25 Tore. 305 Spiele absolvierte er in der 1. Bundesliga, dabei traf er 19mal. 1966/67 wurde er mit Eintracht Braunschweig deutscher Fußballmeister. Mit 16 Europacup-Einsätzen (1 Tor) ist er der Rekordspieler des Vereins bei europäischen Wettbewerben. Grzyb ist der einzige Spieler, der als Stammspieler zur Meisterelf der Saison 1966/67 und zur Spitzenmannschaft der Jahre zwischen 1974 und 1977 zählte. 1966 spielte er mit der Amateur-Nationalmannschaft gegen Frankreich. 1971 wurde Grzyb wegen seiner Beteiligung am Bundesliga-Skandal zu einer Geldstrafe in Höhe von 4400 DM verurteilt.

Spielweise[Bearbeiten]

Grzyb war 1,69 m groß und wog in seiner aktiven Zeit 69 kg. Damit war er kein typischer deutscher Abwehrrecke, Grzyb war ein schneller Läufer und bisweilen feiner Techniker. Sein Trainer Helmuth Johannsen meinte, dass er die in seinem Beruf als Schmied erworbene Robustheit auch in sein Spiel übertragen habe. Dies war als Hinweis auf seine Unverwüstlichkeit zu verstehen, nicht auf seine Härte gegen andere Spieler. Grzyb litt selten unter Verletzungen und blieb sehr lange aktiv. In den 1970er Jahren traten Fußballprofis üblicherweise mit 30 bis höchstens 33 Jahren ab, Grzyb spielte im Alter von über 35 noch in einer Spitzenmannschaft. In den letzten Jahren seiner Karriere war er ältester Spieler der Bundesliga. Gerade aus dieser Zeit datieren einige seiner besten Spiele. Nach dem Wiederaufstieg 1974 spielte er trotz seines Alters oft die Rolle eines Verteidigers, der über schnelle Läufe ohne Gegenspieler plötzlich als "Außenstürmer" in die gegnerische Hälfte vorstieß und dort auf den Mittelstürmer Wolfgang Frank vorlegte.

Der Platzverweis 1975[Bearbeiten]

Nachdem Eintracht Braunschweig in der Zeit vom Beginn der Bundesliga bis 1974/75 mit elf Spielzeiten in Folge ohne Platzverweis einen bis heute gültigen Fair Play-Rekord aufgestellt hatte, war es der damals 35-jährige Grzyb, der am 30. August 1975 die erste Rote Karte des Vereins in der Bundesliga kassierte. Der Anlass war allerdings kein Foul: Grzyb hatte sich mit dem Schiedsrichter Manfred Scheffner (Nußloch) gestritten, der mehrere Jahre jünger war als er.[1]

Privatleben[Bearbeiten]

Wolfgang Grzyb war verheiratet, hatte zwei Söhne und lebte in Braunschweig-Waggum.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. NDR-Seite zum Platzverweis