Wolfgang Jüttner

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Wolfgang Jüttner im November 2009

Wolfgang Jüttner (* 21. März 1948 in Lüdersfeld, Landkreis Schaumburg-Lippe) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1998 bis 2003 Niedersächsischer Umweltminister und bis 2010 Vorsitzender der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag.

Die Landesvertreterversammlung in Hannover wählte ihn am 30. Juni 2007 mit 97,4 Prozent zum Spitzenkandidaten der SPD für die Landtagswahl am 27. Januar 2008, bei der Jüttner dem damaligen Amtsinhaber Christian Wulff unterlag.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biografie

Jüttner besuchte die Goethe-Schule in Hannover[1] und studierte nach dem Abitur Soziologie, Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Hannover. Anschließend war er kurz Lehrer an einer Gesamtschule und viele Jahre Dozent an der Heimvolkshochschule Springe. Seit 1972 ist er verheiratet. Jüttner hat eine erwachsene Tochter.[2]

Mitglied der SPD ist Jüttner seit 1970. 1993 übernahm er das Amt des Vorsitzenden des SPD-Bezirks Hannover von Gerhard Schröder. Von Mai 2003 bis Herbst 2005 war Jüttner zugleich Vorsitzender des SPD-Landesverbandes Niedersachsen. Nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion gab er das Amt im Herbst 2005 an den ostfriesischen Bundestagsabgeordneten Garrelt Duin ab. Seit dem 15. November 2005 ist Jüttner Mitglied des SPD-Parteivorstandes. Mediales Aufsehen erweckte Jüttner im Dezember 2005. Damals forderte er die Zusammenlegung der nord- bzw. mitteldeutschen Länder zu einem Nordstaat[3] bzw. Mitteldeutschland, wovon er öffentlich heute weitgehend abgerückt ist. Nach erneuter Wiederwahl in den Parteivorstand auf dem Bundesparteitag der SPD im November 2007 wurde Wolfgang Jüttner Vorsitzender der Kommission „Kampf gegen Kinderarmut“. Seit 2010 ist Wolfgang Jüttner Mitglied der Grundwertekommission des Parteivorstands und gehört dem Beirat der Parteischule an.

1986 wurde Jüttner über die Landesliste der SPD in den Niedersächsischen Landtag gewählt. Seit 1990 ist er direkt gewählter Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages für den Wahlkreis Hannover-Linden. In der 15. Wahlperiode war Jüttner zunächst stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag und deren schulpolitischer Sprecher. Nachdem sich der Fraktionsvorsitzende Sigmar Gabriel im Sommer 2005 entschlossen hatte für den Deutschen Bundestag zu kandidieren, wurde Jüttner im Juni von der SPD-Fraktion zum Vorsitzenden gewählt. Das Amt hatte er bis 2010 inne, sein Nachfolger als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag wurde Stefan Schostok.Er hat angekündigt, bei der Landtagswahl 2013 nicht wieder anzutreten.

1998 holte Ministerpräsident Gerhard Schröder Jüttner in sein Kabinett. Bis zum Regierungswechsel in Niedersachsen im Frühjahr 2003 war Jüttner Niedersächsischer Umweltminister.

Wolfgang Jüttner ist Mitglied in vielfältigen Organisationen: Arbeiterwohlfahrt, IG Metall, BUND, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Bürgerinitiative Umweltschutz Hannover; außerdem Mitglied der Feuerwehr in Hannover-Linden und Hannover-Ricklingen, seit Dezember 2003 zudem Vorsitzender der Heimvolkshochschule Springe. Privat spielt Jüttner seit vielen Jahren Tischtennis beim VFL Hannover in der zweiten Kreisklasse.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Welche Schule für mein Kind?, Verlagsbeilage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 12. Januar 2011, S. 3
  2. Homepage Wolfgang Jüttner
  3. Jüttner schiebt neue Diskussion um Nordstaat an auf www.ndr.de, abgerufen 14. Januar 2008

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Wolfgang Jüttner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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