Wolfgang Krull

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Wolfgang Krull, Göttingen 1920

Wolfgang Krull (* 26. August 1899 in Baden-Baden; † 12. April 1971 in Bonn) war ein deutscher Mathematiker. Sein Schwerpunkt war die kommutative Algebra.

Krull war der Sohn eines Zahnarztes in Baden-Baden und studierte zunächst ab 1919 in Freiburg im Breisgau und Rostock, 1920/21 auch in Göttingen, wo er Schüler von Felix Klein war, ganz besonders aber von der Zusammenarbeit mit Emmy Noether geprägt wurde. 1922 promovierte er in Freiburg Über Begleitmatrizen und Elementarteilertheorie[1] und wurde dort 1926 außerordentlicher Professor. 1928 ging er als ordentlicher Professor nach Erlangen. 1939 wurde er Nachfolger von Otto Toeplitz in Bonn, der schon 1935 wegen der Rassengesetze der Nationalsozialisten beurlaubt wurde. In Bonn blieb er bis zum Ende seiner Karriere, im Zweiten Weltkrieg unterbrochen vom meteorologischen Dienst bei der Kriegsmarine.

Krull leistete einen bedeutenden Beitrag zur Ausarbeitung der modernen Ringtheorie.

Nach Krull sind die Krulldimension (1928), Krulltopologie, Krull-Bewertungen, Krullringe, der Durchschnittssatz von Krull und Krulls Hauptidealsatz benannt. Mit der Krulltopologie lässt sich der Hauptsatz der Galoistheorie auf unendliche Körpererweiterungen ausdehnen.

Er war seit 1929 verheiratet und hatte zwei Töchter.

Zu seinen Doktoranden zählen Wilfried Brauer, Manfred Breuer und Jürgen Neukirch.[1]

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Wolfgang Krull im Mathematics Genealogy Project (englisch)