Wolfgang Laib

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Wolfgang Laib (* 25. März 1950 Metzingen) ist ein deutscher Künstler.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Laib stammt aus einer Ärztefamilie, wuchs im oberschwäbischen Biberach an der Riß auf und studierte von 1968 bis 1974 zunächst Medizin in Tübingen. Schon früh begann er jedoch, sich für Kunst zu interessieren und, unter dem Einfluss seines Mentors, des Biberacher Landschaftsmalers Jakob Bräckle, auch für fernöstliche Kultur und Philosophie wie Zen-Buddhismus, Taoismus und für die Mystik des europäischen Mittelalters (Franz von Assisi).

Laibs Werk wird oft der sogenannten Land Art zugerechnet, in seinen Arbeiten lassen sich aber auch Einflüsse des Minimalismus erkennen. Charakteristisch für Laib ist das Arbeiten mit natürlichen Materialien, z.B. Bienenwachs, selbstgesammelte Blütenpollen und Reis. Bekannt wurde er vor allem durch die sogenannten Milchsteine: Große Marmorblöcke, die nur millimetertief ausgeschliffen und mit Milch aufgefüllt werden. Natur ist für ihn sinnlich erfahrbares Mittel, aber nicht Ziel seiner Kunst, sondern Arbeits- und Andachtsraum, um auf größere Zusammenhänge zu verweisen. Oft verwendete Chiffren bei ihm sind: Zelle, Wand, Samenkorn und Schiff.

Eine erste Retrospektive seiner Werke tourte von 2000 bis 2002 durch die USA und war u.a. im Hirshhorn Museum, Washington D.C., später auch im Münchner Haus der Kunst zu sehen.

Werke und Preise (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hannelore Kersting (Bearb.): Kunst der Gegenwart. 1960 bis 2007. Städtisches Museum Abteiberg Mönchengladbach, 2007, ISBN 978-3-924039-55-4
  • Marco A. Sorace: "Die Intensität kann so stark sein, dass es keine Trennung gibt". Zum Verhältnis von Kunst und Meditation bei Wolfgang Laib. In: Meditation. Zeitschrift für christliche Spiritualität und Lebensgestaltung 35 (2009), S. 30–34.

Weblinks[Bearbeiten]