Wolfgang Panofsky

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Wolfgang Kurt Hermann „Pief“ Panofsky (* 24. April 1919 in Berlin; † 24. September 2007 in Los Altos, Kalifornien, USA) war ein US-amerikanischer Teilchenphysiker, der maßgeblich in der Entwicklung und Gründung des SLAC war.

Leben[Bearbeiten]

Panofsky war der Sohn des Kunsthistorikers Erwin Panofsky. Wegen der Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten verließ er 1934 Deutschland. Sein Studium an der Princeton University schloss er 1938 mit dem Bachelor degree ab, 1942 wurde er am Caltech promoviert. Von 1945 bis 1951 war er Assistenz-Professor an der University of California, Berkeley, danach Professor an der Stanford University.

Wolfgang Panofsky war seit 1945 Berater der US-Regierungen in Fragen der Wissenschaft und nationalen Sicherheit. Bis 2003 war er Mitglied des unabhängigen Beraterkomitees der „National Nuclear Security Administration“, der Behörde, die für die Entwicklung, den Bau und die Erhaltung von Atomwaffen zuständig ist.

Er sprach sich 1957 für den Bau des linearen Teilchenbeschleunigers SLAC (Stanford Linear Accelerator Center) in Palo Alto aus, dessen Direktor er von 1962 bis 1984 war.

Panofsky gehörte zu den Unterzeichnern des Protestbriefs der "Union of Concerned Scientists" an George Bush, in welchem der US-Regierung die Manipulation von wissenschaftlichen Ergebnissen vorgeworfen wird.

Er starb im September 2007 im Alter von 88 Jahren.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • mit W. M. Woodward, & G. B. Yodh: Pion Production by Inelastic Scattering of Electrons in Hydrogen. Phys. Rev. 102, 1392 - 1398 (1956)
  • mit Melba Phillips: Classical electricity and magnetism, Reading/Massachusetts, Addison-Wesley, 1962
  • Particles and policy, Woodbury, NY. AIP Press, 1994
  • Panofsky on Physics, Politics and Peace. Pief Remembers, Springer Verlag, 2007, ISBN 9780387697314 (Erinnerungen)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ehrensenatorinnen und Ehrensenatoren der Universität Hamburg

Weblinks[Bearbeiten]