Wolfgang Warnemünde

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Wolfgang Warnemünde (* 8. Mai 1953 in Grevesmühlen) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet, der - für die DDR startend - bei den Europameisterschaften 1982 die Bronzemedaille im Diskuswurf gewann.

Neben dem Diskuswerfen war er auch im Kugelstoßen aktiv. Bei den DDR-Meisterschaften 1977 wurde er Vizemeister mit dem Diskus und Vierter beim Kugelstoßen. Bei der Universiade im selben Jahr gewann er in beiden Disziplinen die Bronzemedaille. 1978 wurde er erneut DDR-Vizemeister im Diskuswerfen und qualifizierte sich für die Europameisterschaften in Prag, wo er den achten Platz belegte (61,28 m - 61,14 - 60,12 - 60,56 - ungültig - ungültig).

Warnemündes größter Erfolg war der dritte Platz bei den Europameisterschaften 1982 in Athen (ungültig - 61,20 - 62,20 - 62,76 - 64,20 m - 63,40) hinter Imrich Bugár aus der Tschechoslowakei und Igor Duginez aus der Sowjetunion. Außerdem wurde er in diesem Jahr sowie 1984 erneut DDR-Vizemeister.

Sein persönliche Bestleistung im Diskuswurf lag bei 67,56 Meter und im Kugelstoßen bei 19,92 Meter, beide Weiten erzielte er im Jahr 1980.

Wolfgang Warnemünde gehörte dem SC Empor Rostock an. In seiner aktiven Zeit war er 2,02 m groß und wog 117 kg. In den nach der Wende öffentlich gewordenen Unterlagen zum Staatsdoping in der DDR fand sich bei den gedopten Sportlern auch der Name von Warnemünde.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brigitte Berendonk: Doping. Von der Forschung zum Betrug. Reinbek 1992, ISBN 3-499-18677-2, S. 184