Wolfgang Wendland

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Wolfgang Wendland

Wolfgang „Wölfi“ Wendland (* 9. November 1962 in Lünen) ist ein Musiker, Filmemacher, Schauspieler, Politiker und Satiriker.

Wendland ist Sänger der Satire-Punk-Band Die Kassierer. Neben Film- und Theaterwissenschaften studierte er Philosophie, Pädagogik und Politik. Auf dem 2011 erschienenen Album Urlaub fürs Gehirn der Rap-Gruppe K.I.Z. wirkte Wendland bei dem Titel Raus aus dem Amt mit.

Filmprojekte[Bearbeiten]

Wolfgang Wendland spielte in dem 2009 erschienenen Film Chaostage – We Are Punks! mit. Als Filmemacher behandelt er regionale Probleme Bochums und seiner Umgebung in satirischer Weise. Diese Tätigkeit nutzte er auch für seine Band, als er Videoclips zu deren Liedern „Das Mädchen mit den drei blauen Augen“ und „Mit Meinem Motor“ drehte. 2015 begann Wendland das Filmprojekt „Bochum – Der Film“, das sich an Vorbilder wir Walter Ruttmanns „Berlin: Die Symphonie der Großstadt“ Federico Fellinis „Roma“ orientieren soll und e„in stimmiges Bild dieser Stadt im Spannungsfeld zwischen seiner Geschichte als Industriemetropole und der Entwicklung zum innovativen Dienstleistungs- und Kulturstandort“ zeichnen soll.[1]

Politik[Bearbeiten]

Wendland war in der APPD (Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands) bis zu deren vorläufiger Auflösung im Jahre 1999 aktiv. Seine Privatfehde mit dem Bochumer Polizeipräsidenten Thomas Wenner verhalf ihm zu einem Popularitätsanstieg, als er sich beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) mit Wenner traf, um den Streit beizulegen. Auch seine zahlreichen Auftritte in verschiedenen Talkshows trugen zu seiner Bekanntheit bei. Im Ruhrgebiet wurde Wendland zu einer Kultfigur der linken und pogo-anarchistischen Szene und setzte sich für die Bürgerrechte zur Nutzung von öffentlichen Plätzen ein. Nach der Wiedergründung der APPD im Jahr 2000 war er wie viele alte Mitglieder vorerst nicht mehr dabei, bekam aber Unterstützung von der Partei, als er eine Demonstration gegen die widerliche Unverfrorenheit der Bewerbung Bochums zur Kulturhauptstadt Europas veranstaltete.

Seit dem 3. Juni 2005 setzte Wendland seine politische Karriere fort und trat für die APPD als Kanzlerkandidat bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 an. Nach den Wahlen spaltete sich die APPD in die jetzige APPD und die POP (Pogoanarchistische Populisten oder auch Pogo-Partei). Diese Trennung war der Grund, weshalb Wendland zur POP als Kanzlerkandidat wechselte. Ab Anfang 2007 intensivierte er seine Bemühungen für ein Kulturzentrum in Wattenscheid.

2009 wurde Wendland bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen als parteiloser Kandidat auf der Liste der Partei Die Linke in die Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid gewählt.[2] Aus dieser schied er 2014 aus.[3] Anfang Februar 2015 verkündete Wolfgang Wendland seine Kandidatur als unabhängiger Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Bochum.[3][4] Wendland will sich für mehr Transparenz beim Haushalt einsetzen und hofft, dass im seit 1946 vor der SPD regierten Bochum „keine Politikverdrossenheit ist, sondern eine Parteiverdrossenheit“ herrsche.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wolfgang Wendland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bochum - Der Film beim Gestaltungbüro
  2. Mitglieder der Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid. bochum.de, archiviert vom Original am 27. November 2011, abgerufen am 6. Februar 2015.
  3. a b Fabian Paffendorf, Miriam Instenberg: Wolfgang Wendland kandidiert. "Kassierer"-Sänger will Oberbürgermeister werden. Ruhr Nachrichten, 3. Februar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015.
  4. Ben Klein: Kassierer-Sänger kandidiert als Oberbürgermeister. Kandidatur in Bochum. Metal Hammer, 5. Februar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015.
  5. Biertrinkender Nudist will Bochum regieren. Die Welt, 16. Februar 2015