Wolfgangsee
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| Wolfgangsee (Abersee) | |||
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| Wolfgangsee von Südosten. Im Hintergrund der Schafberg | |||
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| Daten | |||
| Koordinaten | 47° 45′ 10″ N, 13° 23′ 50″ O47.75277777777813.397222222222538Koordinaten: 47° 45′ 10″ N, 13° 23′ 50″ O | ||
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| Höhe über Meeresspiegel | 538 m ü. A. | ||
| Fläche | 12,84 km² | ||
| Volumen | 667,07 Mio m³ (bei Mittelwasser) |
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| Maximale Tiefe | 114 m | ||
| Mittlere Tiefe | 52 m | ||
Der Wolfgangsee ist ein See in Österreich. Er liegt zum größten Teil auf dem Gebiet des Bundeslandes Salzburg und ist einer der bekanntesten Seen im Salzkammergut.
Die angrenzenden Orte Strobl, St. Gilgen, Abersee und Ried liegen in Salzburg; einzig der Ort St. Wolfgang liegt in Oberösterreich. Der Salzburger Teil des Wolfgangsees wird auch Abersee genannt. Diesen Namen verdankt er dem Umstand, dass dieser Teil nur selten, in ungewöhnlich kalten Wintern, zufriert. (Also in normalen Wintern umgangssprachlich „aper“ bleibt.)
Auf dem Wolfgangsee wird intensiv Linienschifffahrt betrieben.
Von St. Wolfgang nach St. Gilgen führt nur ein Fußweg über die steile Felswand des „Falkenstein“.
Der Wolfgangsee hat eine Fläche von 12,9 − 13,1 km². Durch den Schwemmkegel des Zinkenbaches wird er in zwei Seebecken geteilt. An dieser Stelle ist der See nur 200 Meter breit. Er liegt auf einer Seehöhe von 538 Meter und ist an seiner tiefsten Stelle 114 Meter tief. Die Haupterwerbsquelle der einheimischen Bevölkerung ist der Tourismus; in den drei Wolfgangseeorten befinden sich derzeit 8.500 Gästebetten, womit ca. 900.000 Gästeübernachtungen erzielt werden. Ca. 75 % der Übernachtungen entfallen auf den Sommer, 25 % auf den Winter. Im Jahr 1998 wurden die drei Orte in eine gemeinsame touristische Organisation zusammengefasst, der Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft (WTG). Geschäftsführer der WTG seit ihrer Gründung ist Dir. Hans Wieser. An seinem Ufer liegt auch der Ferienhort am Wolfgangsee.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Bekanntheit
- Wurde bekannt durch den Heiligen Wolfgang, der laut einer Sage eine Axt warf und an der Stelle, wo die Axt landete, eine Kirche baute.
- Der Ort am Fuße des Schafbergs wurde Pilgerort für viele tausend Leute. Die Kirche, erbaut im gotischen Stil, ist durch ihr Aussehen innen und außen bekannt geworden. Innen steht ein geschnitzter Flügelaltar von Michael Pacher.
- Bekannt wurde es vor und nach dem 2. Weltkrieg als Drehort diverser Operetten- und Heimatfilme, z.B. "Im weißen Rössl" mit Peter Alexander, Gunther Philipp, Waltraud Haas und anderen.
- Berühmt geworden als Ort von Mozarts Mutter und Mozarts Schwester. Dieser Ort erlebt gleich wie Strobl die Hochblüte durch die Sommerfrische nach dem 2. Weltkrieg.
- insbesondere in den 80er- und frühen 90er-Jahren war St. Gilgen der bevorzugte Urlaubsort des deutschen Altbundeskanzlers Helmut Kohl.
- Ortsteil von St. Gilgen und Strobl der durch den Zinkenbach geteilt wird.
- Der kegelförmige Ortsteil ist in der südlichen Mitte des Wolfgangsees.
- Abersee wurde erstmals 790 als „Abriani lacus“ urkundlich erwähnt.
- Der Name Abersee galt früher als Wolfgangsee und der Ort hieß Zinkenbach.
- Zinkenbach heißt der Bach welcher Abersee teilt.
- Ortsteil von St. Gilgen, der jedoch durch die Falkensteinwand davon abgetrennt ist.
- Ried liegt im Bundesland Salzburg, kann über den Straßenweg aber nur von St. Wolfgang (im Bundesland Oberösterreich) aus erreicht werden.
- Markant und weithin sichtbar ist das schlossartige Hauptgebäude des Ferienhort am Wolfgangsee welches als Schulgebäude dient.
- War und ist Zuflucht berühmter Künstler, Autoren, Schauspieler und jedem der die Strobler Mentalität zu schätzen weiß.
- In Strobl wurden in der Kaiserzeit viele schöne Landvillen gebaut.
Das Singspiel "Im weißen Rößl" von Ralph Benatzky spielt am Wolfgangsee.
[Bearbeiten] Entstehung und Qualität
[Bearbeiten] Entstehung
Der See entstand durch die Erosionstätigkeit des Traungletschers. Am nordwestlichen und südöstlichen Ende des Sees erstreckt sich ausgedehntes Moränengelände, das auch das Seebecken auskleidet. Durch Gletscherabschluss bedingt, lag der Seespiegel im frühen Spätglazial ursprünglich auf etwa 600 m ü. A. Um 18.500 v. Chr. wurde ein spätglazialer Seespiegel von 544 m nachgewiesen, womit bereits weitgehend das heutige Niveau von 538 m ü. A. erreicht wurde. Durch den Geschiebeeintrag des Zinkenbaches erfolgte eine Umbildung des einheitlich geformten Seebeckens, wodurch der etwa 2 km breite See durch diese Einengung auf etwa 250 m in zwei Becken geteilt wurde. Die Entwässerung des Sees erfolgte immer über die Talfurche der Ischl. Ein Zusammenhang mit dem Fuschlsee bzw. die Entwässerung über den Mondsee ist auszuschließen.
[Bearbeiten] Geologie
Der See wird südwestseitig durch die leicht zerfallenden Gosauschichten aus Mergel, Sandstein und Konglomerat, nordostseitig vorwiegend durch die Lias-, Hierlatz- und thitonischen Plassenkalke des Schafberges umrahmt.
[Bearbeiten] Qualität
Der Wolfgangsee wurde aufgrund seiner Wasserqualität von der Europäischen Union zu einem Referenzgewässer ernannt. Unter anderem ist hier der Perlfisch heimisch, der nur in sehr sauberen Gewässern vorkommt.
[Bearbeiten] Kurioses
Der Aktionskünstler Christoph Schlingensief gründete in Bezug auf den Bundestagswahlkampf 1998 die fiktive Partei Chance 2000 ("Scheitern als Chance"). Der mediale Höhepunkt war die Einladung an alle vier Millionen deutschen Arbeitslosen, gleichzeitig im Wolfgangsee zu baden, ihn zum Überlaufen zu bringen und dadurch das Urlaubsdomizil von Helmut Kohl zu fluten. Laut der Berliner Zeitung vom 25. Juni 1998 wäre der Wasserspiegel aber nur um 2 cm angestiegen, viel zu wenig um das Haus von Helmut Kohl unter Wasser zu setzen. Statt vier Millionen kamen immerhin etwa Hundert.
[Bearbeiten] Fotogalerie
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Ferdinand Georg Waldmüller: Wolfgangsee, 1835 |
[Bearbeiten] Weblinks
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