Wolfram(IV)-oxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Wolfram(IV)-oxid
__ W4+      __ O2−
Allgemeines
Name Wolfram(IV)-oxid
Andere Namen

Wolframdioxid

Verhältnisformel WO2
CAS-Nummer 12036-22-5
PubChem 82850
Kurzbeschreibung

brauner Feststoff [1]

Eigenschaften
Molare Masse 215,84 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

12,11 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

1500 − 1600 °C[2]

Siedepunkt

1730 °C[2]

Löslichkeit

Praktisch unlöslich in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 335
P: 261​‐​304+340​‐​312​‐​403+233​‐​405​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 37
S: 38
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Wolfram(IV)-oxid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Metalloxide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Wolfram(IV)-oxid kann durch Reduktion von Wolfram(VI)-oxid mit Wolfram oder Wasserstoff[4] bzw. durch Reaktion von Wolfram mit Wasserdampf jeweils bei hohen Temperaturen gewonnen werden.

\mathrm{2 \ WO_3 + W \rightarrow 3 \ WO_2}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Wolfram(IV)-oxid ist eine diamagnetische und metallisch leitende Verbindung. Sie besitzt eine monokline Kristallstruktur ähnlich der von Rutil.[5]

Verwendung[Bearbeiten]

Wolframoxide wie Wolfram(IV)-oxid sind Bestandteil von Katalysatoren für die Petrochemie und für die selektive katalytische Reduktion von Stickoxiden mit NH3 in Verbrennungsabgasen von Kraftwerken. Sie werden weiterhin in Gläsern, Glasuren und Keramiken eingesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinrich Remy: Lehrbuch der Anorganischen Chemie Band I + II, Leipzig 1973
  2. a b c d e f g Eintrag zu CAS-Nr. 12036-22-5 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 7. Mai 2009 (JavaScript erforderlich)
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4.  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1564.
  5. Wells, A.F. (1984), Structural Inorganic Chemistry (5th ed.), Oxford: Clarendon Press, ISBN 0-19-855370-6