Wolgazander

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Wolgazander
Sander volgensis (Gmelin 1789) als Lucioperca volgensis Fig 169 (Matschie et al. 1909).svg

Wolgazander (Sander volgensis)

Systematik
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Percoidei
Familie: Echte Barsche (Percidae)
Gattung: Sander
Art: Wolgazander
Wissenschaftlicher Name
Sander volgensis
(Gmelin, 1789)

Der Wolgazander oder Steinschill (Sander volgensis, Syn. Stizostedion volgensis) ist ein Fisch aus der Familie der Echten Barsche (Percidae).

Merkmale[Bearbeiten]

Der Fisch ist kleiner als der gewöhnliche Zander. Er wird maximal 40 bis 50 Zentimeter lang und zwei Kilogramm schwer. Er hat am Körper dunkle Streifen, die sich nicht in Flecken auflösen. Im Maul hat er keine auffallend größeren (Fang-) Zähne. Der ganze vordere Kiemendeckel ist mit Schuppen bedeckt. Schon Francis Willughby hatte klar festgestellt, dass es in der österreichischen Donau zwei Zander-Arten gibt.

Vorkommen[Bearbeiten]

Er bewohnt die tieferen sandigen Flussabschnitte der Donau, der Wolga bis hin zum Ural. Gerne versteckt er sich in dichten Uferüberhängen. Mitunter findet man ihn auch in Brackwasser. Die für ihn angenehme Wassertemperatur liegt zwischen 8 und 22 °C bei einem pH-Wert zwischen 7,2 und 8,0.

In der Tschechischen Republik ist der Wolgazander erst seit kurzem wieder heimisch.[1] Er wird vor allem in den flachen Abschnitten der Flüsse Morava und Thaya gesichtet.

In der Roten Liste der IUCN wird Sander volgensis als „nicht gefährdet“ („least concern“) eingestuft.[2] 2004 wurde die Art noch als „gering gefährdet“ („near threatened“) eingestuft.[3]

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Der Wolgazander laicht von April bis Mai an seichten Stellen. So wie beim Zander übernimmt auch beim Wolgazander das Männchen die Brutpflege.

Lebensweise[Bearbeiten]

Auf Nahrungssuche geht der Wolgazander meist gegen Abend oder in der Nacht. Er nimmt auch in der kühlsten Jahreszeit Nahrung zu sich, die hauptsächlich aus Fischen und kleinen Krebsen besteht. Vorzugsweise erbeutet er Barsche.

Literatur[Bearbeiten]

Stanislav Lusk u. a.: Status and protection of species and intraspecific diversity of the ichthyofauna in the Czech Republic. In: Maria João Collares-Pereira (Hrsg.): Conservation of Freshwater Fishes. Fishing News Books, Oxford 2002, ISBN 0-85238-286-3.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Stanislav Lusk u. a.: Status and protection of species and intraspecific diversity of the ichthyofauna in the Czech Republic. In: Maria João Collares-Pereira (Hrsg.): Conservation of Freshwater Fishes. Fishing News Books, Oxford 2002, ISBN 0-85238-286-3
  2. Sander volgensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2009. Eingestellt von: J. Freyhof, M. Kottelat, 2008. Abgerufen am 19. Oktober 2009
  3. Stanislav Lusk, Lubomír Hanel, Vûra Lusková: Red List of the ichthyofauna of the Czech Republik. (PDF; 145 kB) In: Folia Zoologica. 53/2, 2004, S. 215–226.

Weblinks[Bearbeiten]