Wolkenscheibeneffekt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ein McDonnell Douglas F/A-18 Hornet im Überschallflug mit Wolkenscheibeneffekt
Wolkenscheibeneffekt an einer Delta II Heavy beim Aufstieg nach dem Überschreiten der Schallgeschwindigkeit
Video einer Grumman F-14 beim Überschallflug mit Wolkenscheibeneffekt

Der Wolkenscheibeneffekt (auch Prandtl-Glauert-Kondensationswolke genannt) ist das Auftreten einer Wolke aus Wassernebel mit der charakteristischen Form eines flachen Kegels, die an Flugkörpern sichtbar werden kann, die sich mit Überschallgeschwindigkeit bewegen. Zu Bildungen von ähnlichen Phänomenen kann es bereits bei hoher Unterschallgeschwindigkeit kommen, wenn lokale Strömungen am Flugkörper Schallgeschwindigkeit erreichen. Die Wolkenscheibe besteht aus Wassertröpfchen in der Unterdruckzone, die der Front der Stoßwelle folgt. In dieser Unterdruckzone kühlt die Luft adiabatisch ab. Dadurch und durch den verringerten Luftdruck wird der Taupunkt unterschritten, und der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert. Nach dem Durchgang der Stoßwelle stellt sich wieder Normaldruck ein, wodurch der Nebel sofort wieder verschwindet. Da die Unterdruckzone im hinteren Bereich des Flugkörpers bezogen auf den Flugkörper ein statisches Phänomen ist, scheint die Wolkenscheibe den Flugkörper zu begleiten. Ähnliche Erscheinungen sind auch bei Druckwellen von Explosionen zu beobachten (Wilson-Wolke).[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wolkenscheibeneffekt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Medizinisches ABC - Feuerball - Unterwasser-Detonationen. Abgerufen am 25. Juli 2011.