Wollin (Fläming)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Wollin führt kein Wappen
Wollin (Fläming)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wollin hervorgehoben
52.28305555555612.46666666666737Koordinaten: 52° 17′ N, 12° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Amt: Ziesar
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 27,71 km²
Einwohner: 890 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14778
Vorwahl: 033833
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 680
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlentor 15A
14793 Ziesar
Bürgermeister: Gunar Wildemann (parteilos)
Lage der Gemeinde Wollin im Landkreis Potsdam-Mittelmark
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Über dieses Bild

Wollin ist eine Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Sie gehört dem Amt Ziesar mit Sitz in der Stadt Ziesar an.

Geografie[Bearbeiten]

Wollin liegt zwischen Ziesar und Brandenburg an der Havel in der Nähe der A2. Westlich des Dorfes fließt das Verlorenwasser durch die Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Bronzezeitliche Schmuckscheibe, Fundplatz Wollin, Archäologisches Landesmuseum Brandenburg

Als erster Beleg für die Nennung in historischen Quellen ist eine Urkunde des Markgrafen Otto von Brandenburg vom 5. Januar 1372 anzusehen, in welcher das Dorf Wollin an das Domkapitel und den Bischof von Brandenburg übertragen wird. Eine weitere Erwähnung findet Wollin in der Urkunde des Bischofs Dietrich von Brandenburg am 3. Mai 1374.

Wollin gehörte bis 1773 zur Kurmark Brandenburg, ab 1773 zum Kreis Ziesar unter der Regierung von Magdeburg. 1826 erfolgte die Auflösung des Kreises Ziesar und Wollin gehörte nun zum Landkreis Jerichow I mit Burg als Kreisstadt. Im Juli 1950 erfolgte die Umbenennung in Kreis Burg. Durch eine Verwaltungsreform wurde Wollin am 23. Juli 1952 eine Gemeinde im Landkreis Brandenburg. Nach der Wende entschieden sich in einer Bürgerumfrage die meisten Wolliner Bürger für eine Zugehörigkeit zum Land Brandenburg und nicht zu Sachsen-Anhalt. Die letzte Veränderung gab es 1993 – Wollin liegt seitdem im Kreis Potsdam-Mittelmark.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1782: 332
  • 1796: 350
  • 1818: 374
  • 1835: 530
  • 1842: 566
  • 1847: 580
  • 1895: 950
  • 1899: 965
  • 1905: 953
  • 1910: 896
  • 1930: 944
  • 1952: 1020
  • 1981: 941
  • 1992: 863
  • 1995: 867
  • 2000: 967
  • 2005: 950
  • 2007: 922
  • 2008: 920
  • 2009: 914

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Wollin besteht aus 7 Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche

Die Dorfkirche und das Pfarrhaus sind denkmalgeschützt. Die Bodendenkmale sind in der Liste der Bodendenkmale in Wollin (Fläming) aufgeführt.

Personen[Bearbeiten]

Karl Gropler (* 1923), ehemaliges Mitglied der Waffen-SS und nach italienischem Militärgerichts-Urteil am 22. Juni 2005 verurteilt zu lebenslanger Haft wegen seiner Beteiligung am Massaker von Sant’Anna di Stazzema, lebt in Wollin.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wollin (Fläming) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)