Wollmerath

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Wollmerath
Wollmerath
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Wollmerath hervorgehoben
50.1559976.982449378Koordinaten: 50° 9′ N, 6° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Ulmen
Höhe: 378 m ü. NHN
Fläche: 4,06 km²
Einwohner: 213 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56826
Vorwahl: 02677
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 091
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
56766 Ulmen
Webpräsenz: www.wollmerath.de
Ortsbürgermeister: Wolfgang Schmitz
Lage der Ortsgemeinde Wollmerath im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Schmitt Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild
Wollmerather Maarkrater im Winter
Seitenansicht Pfarrkirche St. Maria Magdalena

Wollmerath ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ulmen an.

Geographie[Bearbeiten]

Wollmerath liegt elf Kilometer südöstlich der Stadt Daun in den Ausläufern eines Nebentals des Ueßbachs. Die Ortschaft umfasst Höhenlagen zwischen 360 m ü. NN und 410 m ü. NN. Naturräumlich lässt sich das zur Hälfte landwirtschaftlich genutzte[2] Gemeindegebiet im Südwestsaum der Östlichen Hocheifel fast gänzlich dem Mittleren Ueßbachtal zuordnen, ein Abschnitt an der nordwestlichen Grenze bereits dem Ueßbachbergland. Dort erreicht das Gemeindegebiet auch mit rund 435 m ü. NN seinen höchsten Bodenpunkt, seinen niedrigsten mit 325 m ü. NN am südlichen Austritt des Ueßbachs aus der Gemarkung. Zu Wollmerath gehören die Wohnplätze Birkenhof, Gillenbeurenermühle und Wollmerathermühle.[3]

Wollmerath grenzt (im Uhrzeigersinn) an die Ortsgemeinden Filz, Schmitt, Gillenbeuren, Wagenhausen, Winkel (Eifel) und Demerath (beide Landkreis Vulkaneifel).

Geschichte[Bearbeiten]

Wollmerath wurde erstmals im Jahre 1193 urkundlich erwähnt. Nach der Besetzung des Linken Rheinufers 1794/96 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde die Region und damit auch Wollmerath auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Wollmerath, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 125
1835 150
1871 171
1905 178
1939 181
1950 191
Jahr Einwohner
1961 194
1970 225
1987 201
1997 203
2005 216
2013 213

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Wollmerath besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Maria Magdalena mit den Grabplatten des Ernst Carl Anton Joseph Freiherr von Breiten-Landenberg und seiner Ehefrau Maria Magdalena, geborene Truchsess von Rheinfelden, sowie einer von Balthasar König im Jahre 1749 gebauten Orgel.
  • Wollmerather Kopp
  • Der Wollmerather Kopf zählt zu den jungen, quartären, Vulkanen und besteht aus Schweißschlacken, vulkanischen Lapilli- und Ascheablagerungen. Bis in die 1960-er Jahre wurde hier Abbau betrieben, seitdem ist der Wollmerather Kopf aus dem Blick gerückt. Der Wollmerather Kopf liegt genauso wie das Wollmerather Maar direkt auf der Siegener Hauptüberschiebung, einer von Siegen bis in den Raum Gillenfeld reichenden bedeutenden geologischen Störungszone.
  • Der durch das Üßbachtal führende, über 33 Kilometer „Maare & Thermen Pfad“ von Bad Bertrich nach Ulmen wird in naher Zukunft durch einen touristisch interessanten Pfad reicher. Eine über etwa 1,5 Kilometer lange Ergänzungsschleife soll den Wandern von dem Natur- und Geopark Vulkaneifel verliehenen Titel „Geotop des Jahres 2013“ führen.
  • Die nötigen Arbeiten hierzu sind bereits vollbracht worden. In naher Zukunft folgt auch die Beschilderung und Wegweiser auf dieser Strecke.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wollmerath – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seiten 22 und 23 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen