Wols

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Wols (* 27. Mai 1913 in Berlin; † 1. September 1951 in Paris) eigentlich Alfred Otto Wolfgang Schulze, den Künstlernamen bildete er aus den Initialen Wolfgang Schulze, war ein deutscher Fotograf, Maler und Grafiker. Er gilt als wichtiger Wegbereiter und Vertreter des Tachismus und des Informel.

Leben[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Der angehende Künstler, Sohn des hohen Berliner Regierungsbeamten Dr. jur. Alfred Schulze (1878–1929)[1] und dessen Ehefrau Eva, geborene Battmann (1886–1969), wuchs gemeinsam mit seiner Schwester Elfriede Schulze-Battmann in einem kulturinteressierten Elternhaus auf. Im Jahr 1919 zog die Familie von Berlin nach Dresden um, wo sie Kontakte zu Dresdner Künstlern wie Ludwig von Hofmann, Robert Sterl, Conrad Felixmüller und Otto Dix pflegte, dank derer die Kinder früh mit der Kunst in Berührung kamen.[2] 1922 wechselte der Knabe auf das humanistische Staatsgymnasium in Dresden-Neustadt. 1926 hinterließen der Besuch der Großen Internationalen Kunstausstellung mit Werken der zeitgenössischen Moderne und eine Schau zum 50. Geburtstag von Paul Klee in Dresden nachhaltigen Eindruck bei dem kunst- und naturwissenschaftlich Interessierten, der darüber hinaus sportlich sowie ab 1927 und bis zu der schweren Krankheit (1928) und dem Tod seines Vaters (1929) musikalisch aktiv war.[3] Im Jahr 1927 wechselte er auf das humanistische Gymnasium Zum heiligen Kreuz.

Der frühe Tod des Vaters löste eine schwere Verstörung aus. 1930 verließ Alfred Otto Wolfgang die Schule und erhielt Privatunterricht zur Vorbereitung auf das Abitur. Trotz guter Leistungen wurde ihm die Zulassung zur Prüfung durch das Ministerium verwehrt. Er arbeitete zunächst in einer Dresdner Mercedes-Werkstatt und danach in dem angesehenen, für Porträt-Aufnahmen bekannten Foto-Atelier der deutsch-jüdischen Fotografin Genja Jonas.[4] Er nahm teil an Gesprächsabenden von Dresdner Literaten und Künstlern wie Otto Dix, Will Grohmann, Fritz Löffler, Fritz Bienert, Gret Palucca. Nach kurzem Aufenthalt an der Reimann-Schule in Berlin volontierte er 1932 einige Monate am Frobenius-Institut für Völkerkunde in Frankfurt am Main, wo er mit Begeisterung afrikanische Musikinstrumente inventarisierte. Schon 1928 hatte er sich mehrere Wochen im Haus des Ethnologen Leo Frobenius, Freund der Familie Schulze, am Lago Maggiore aufgehalten.

Emigration[Bearbeiten]

Am 14. Juli 1932 reiste Alfred Otto Wolfgang mit einer Empfehlung des Bauhaus-Künstlers und -Lehrers László Moholy-Nagy nach Paris. Dort traf er die Künstler Amédée Ozenfant und Fernand Léger und lernte im Februar 1933 die rumänische Modeschneiderin Hélène Marguerite Dabija, genannt Gréty, kennen, die in erster Ehe mit dem surrealistischen Dichter Jacques Baron verheiratet war und, zusammen mit ihrer Schwester „Gazelle“, im Kreis der Surrealisten verkehrte. Sie wurde Schulzes Freundin und machte ihn mit Hans Arp, Alexander Calder, Alberto Giacometti und vielen weiteren Persönlichkeiten der Pariser Theater-, Literatur- und Kunstszene bekannt. Am 14. Juli 1933 reiste Schulze das letzte Mal nach Deutschland, um Erbschaftsangelegenheiten zu regeln. Angesichts der Machtübernahme der Nationalsozialisten entschloss er sich, in Paris zu leben. Er kehrte nicht mehr nach Deutschland zurück.

Ohne Arbeitserlaubnis in Paris unter ärmlichen Bedingungen lebend, zog er im Oktober 1933 gemeinsam mit Gréty nach Barcelona, dann von dort nach Mallorca. Seine Weigerung, dem Einberufungsbefehl zum deutschen Reichsarbeitsdienst zu folgen, brachte ihn in den kommenden Jahren ständig in Schwierigkeiten mit den spanischen und französischen Behörden. Ohne Papiere galt er als fahnenflüchtig und staatenlos, was mehrfach zu Inhaftierungen führte. Von Mallorca aus siedelten Schulze und Gréty 1934 nach Ibiza um. Gelegentlich arbeitete er als Taxifahrer, Fremdenführer und Deutschlehrer. Von den in Spanien entstandenen Fotografien, Zeichnungen und Aquarellen sind nur wenige erhalten geblieben. Wahrscheinlich Ende 1935 wurde er aus Spanien abgeschoben und kehrte auf abenteuerlichen Wegen über die verschneiten Pyrenäen zurück nach Frankreich.[5]

Als Fotograf in Paris[Bearbeiten]

1936 erhielt er mit Hilfe von Fernand Léger und Georges-Henri Rivière eine befristete Aufenthaltsgenehmigung mit monatlicher Meldepflicht bei der Pariser Polizei. Weiterhin ohne Arbeitserlaubnis verdiente Schulze mit Fotografie seinen Lebensunterhalt. 1937 erhielt er den offiziellen und einträglichen Auftrag, den Pavillon de l'Elégance et de la Parure auf der Pariser Weltausstellung fotografisch zu dokumentieren. Er besaß faktisch die alleinigen Rechte. Seine ungewöhnlichen Raum- und Modefotografien wurden als Postkarten verkauft und in vielen internationalen Modemagazinen abgedruckt. Aus dieser Zeit stammt auch sein Pseudonym „Wols“ – eine Telefonistin soll bei Annahme eines Telegramms seinen Namen falsch verstanden und verkürzt weitergegeben haben. Vom 30. Januar bis zum 18. Februar 1937 wurden seine Arbeiten erstmals in der renommierten Fotogalerie Galérie de la Pléiade unter dem Titel Photographies par Wolf Schulze öffentlich ausgestellt.[6]

Zwischen 1937 und 1939 arbeitete Wols erfolgreich als Porträtfotograf und pflegte zusammen mit Gréty enge freundschaftliche Kontakte zu Pariser Schauspielern, Schriftstellern und bildenden Künstlern, die sich von ihm fotografieren ließen. Es entstanden intensive und ungewöhnliche Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Roger Blin, Max Ernst, Jacques Prévert und Jacqueline Laurent, vom jungen Sänger Mouloudji, von Rafael Alberti, von der Malerin Sabine Hettner, der Tänzerin Nina Weichberger sowie den Schauspielerinnen Sonia Mossé, Nicole Boubant und Susanne Magisson-Borel. Außerdem machte Wols eine Reihe von Selbstporträts und fotografierte Stadtansichten und Stillleben.

1939–1945: Internierung und Flucht[Bearbeiten]

Am 3. September 1939, unmittelbar nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, wurde Wols zusammen mit vielen anderen Deutschen im Stade de Colombes in einem Pariser Vorort festgesetzt und danach als „feindlicher Ausländer“ in verschiedene französische Internierungslager verbracht: zunächst nach Neuvy-sur-Barangeon, dann nach Montargis, danach nach Les Milles bei Aix-en-Provence und nach Saint-Nicolas bei Nîmes. Gleichzeitig mit Wols in der Ziegelei Les Milles interniert waren unter anderem Heinrich Maria Davringhausen, Ernst Engel, Max Ernst, Lion Feuchtwanger, Henri Gowa, Walter Hasenclever, Franz Hessel, Alfred Kantorowicz, Max Lingner, Willy Maywald, Anton Räderscheidt, Max Raphael und Karl Wilczynski. Während der Internierungszeit entstand eine Vielzahl von surreal anmutenden Zeichnungen und Aquarellen, die das Lagerleben thematisieren. Am 29. Oktober 1940 wurde Wols aus dem Internierungslager Les Milles entlassen, nachdem er kurz zuvor Gréty geheiratet hatte, die seit ihrer Heirat mit Jacques Baron französische Staatsbürgerin war. Als Trauzeuge im Rathaus von Aix-en-Provence fungierte der Kunsthistoriker John Rewald.

Vom November 1940 bis Dezember 1942 lebte das Paar in äußerst schwierigen Verhältnissen in Cassis bei Marseille und versuchte, mit Hilfe des Amerikaners Varian Fry und dem Centre Americain de Secours sowie der amerikanischen Schriftstellerin Kay Boyle in die USA zu emigrieren. Fry und Boyle erhielten über hundert Aquarelle von Wols, die in Amerika die Qualität seiner Arbeit nachweisen sollten, damit er den Einreisestatus erhielt. Die Blätter wurden unter anderem in der Galerie Betty Parsons in New York zum Verkauf angeboten, um den Künstler zu unterstützen. Nach der Besetzung des entmilitarisierten südlichen Teils Frankreichs durch deutsche Truppen mussten Wols und Gréty Cassis verlassen. Die Reisevisa trafen zu spät ein. Auf der Flucht nach Dieulefit bei Montélimar gingen viele Arbeiten von Wols verloren. Von 1943 bis zum Kriegsende 1945 gewährte der Bürgermeister von Dieulefit dem Paar Unterkunft. In dieser Zeit entwickelte sich eine Freundschaft zwischen Wols und dem Schriftsteller Henri-Pierre Roché, der einer der ersten Sammler von Wols-Aquarellen wurde. Wols beschäftigte sich mit Schriften von William Faulkner, Edgar Allan Poe, Lautréamont, Franz Kafka, Lao-Tse und Jean-Paul Sartre. In Dieulefit entstanden weitere Aquarelle, Zeichnungen und Notizblätter, auch fotografierte Wols wieder, eventuell begann er mit der Ölmalerei auf kleinen Formaten. Zunehmende Alkoholabhängigkeit beeinträchtigte die Gesundheit des Künstlers.

Erfolg als Maler[Bearbeiten]

1945 zurück in Paris wurden in der Galerie von René Drouin erstmals Wols’ Aquarelle ausgestellt. Die zumeist kleinformatigen Arbeiten waren in Kästen indirekt beleuchtet. Kurz vor der Ausstellungseröffnung verlangte Wols, diese nicht stattfinden zu lassen. Er befreundete sich mit Jean-Paul Sartre, der den Künstler in der folgenden von erheblichen finanziellen und psychischen Schwierigkeiten bestimmten Lebensphase unterstützte. Von Drouin mit Leinwänden und Ölfarbe ausgerüstet, schuf Wols in kurzer Zeit über 40 Ölbilder. Am 23. Mai 1947 wurde eine Ausstellung dieser Bilder bei Drouin eröffnet. Die Schau schockierte das Pariser Publikum und machte den Künstler in der Szene bekannt. Er nahm teil an den Überblicksausstellungen Salon des Réalités Nouvelles und L'Imaginaire (mit Arbeiten von Hans Arp, Victor Brauner, Camille Bryen, Hans Hartung, Georges Mathieu, Jean-Paul Riopelle, Raoul Ubac) und schloss freundschaftliche Bekanntschaft mit Jean Paulhan und dem Maler Mathieu. Neben Illustrationen von Texten der Schriftsteller Jean Paulhan, Jean-Paul Sartre, Franz Kafka und Antonin Artaud entstand ein eigenständiges grafisches Werk.

In den Jahren von 1948 bis 1950 folgten trotz einer Phase schwerer gesundheitlicher Probleme, der vorübergehenden Trennung von Gréty und ständigen Wechseln der Wohnsitze weitere Ausstellungen in Paris, Mailand und New York, die sich auf die nach 1945 entstandenen Werke von Wols konzentrieren. Ein fester Vertrag für zwei Jahre mit dem Galeristen Pierre Loeb sicherte Wols den Lebensunterhalt. 1951 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand nochmals. Eine Lungenentzündung, Leberzirrhose aufgrund schwerer Alkoholabhängigkeit und Gelbsucht zwangen Wols zu einem Krankenhausaufenthalt mit anschließender Entziehungskur. Im Sommer 1951 erholte er sich bei einem Aufenthalt in Champigny-sur-Marne und wurde von Gréty gepflegt. Mit frischen Kräften arbeitete Wols an neuen Bildern und Aquarellen.

Tod[Bearbeiten]

In der Nacht vom 24. zum 25. August 1951 zog Wols sich durch den Verzehr von verdorbenem Fleisch eine mit hohem Fieber einsetzende Lebensmittelvergiftung[7] zu, die zunächst als Blinddarmentzündung diagnostiziert und nicht behandelt wurde. Schwer angegriffen, wurde er zu spät in ein Pariser Krankenhaus gebracht. Den Tod vor Augen, ließ er sich am 31. August 1951 von Gréty ins luxuriöse Hotel de Montalembert bringen, wo er am nächsten Vormittag starb. Seine Leiche wurde durch die Hintertür entfernt. Die Beisetzung von Wols fand am 4. September 1951 im Columbarium des Friedhofs Père Lachaise statt. In den Jahren 1955–1964 wurden Wols’ Werke posthum auf der documenta 1, documenta II und documenta III in Kassel ausgestellt.

Werk[Bearbeiten]

Das künstlerische Werk von Wols lässt sich grob in vier Phasen gliedern. Er beginnt als Fotograf in Paris nach 1933 und arbeitet hauptsächlich freiberuflich in diesem Metier bis zu seiner Internierung 1939. In den Internierungslagern zwischen 1939 und 1940 zeichnet und aquarelliert er ausschließlich. Zwischen 1940/41 und 1945 lebt Wols versteckt in Südfrankreich, dort zeichnet, aquarelliert, fotografiert er und beginnt vermutlich versuchsweise mit ersten kleinformatigen Bildern in Öl; in diesem für das spätere Werk wichtigen Abschnitt verändert Wols seinen Ansatz, was sich auch in einer Vielzahl von Notizen und Aphorismen niederschlägt. Zwischen 1945 und 1951 liegt der Schwerpunkt ganz auf der Ölmalerei, außerdem entstehen Aquarelle und Radierungen, die Fotografie spielt nach 1945 keine Rolle mehr.

In seinen 102 erhaltenen Ölbildern wird deutlich, dass Wols mit ungewöhnlichen antiakademischen Techniken experimentierte. Er ließ verdünnte Farbe in mehreren Lagen gerinnen, zerfließen und auf der schräg gehaltenen Leinwand laufen, so dass ein dichtes Geflecht von Spuren entstand, durchzogen von Furchen und Gräben, die mit Pinselstiel, Gabel oder Messer in die Farbe gekratzt wurden. Manchmal tränkte der Künstler vor dem Malakt die Leinwand mit farbigem Terpentin. Die Bilder erinnern an Gesichter, die gezeichnet sind von Verletzung, Leid und Alterung.

Wols’ Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde waren zuerst beeinflusst durch den Surrealismus und zeigen verspielte Phantasiewelten; sie entstanden zum Teil unter Einfluss von Alkohol und Drogen. Später interessierte ihn mehr die Verbindung von heftigen Pinselstrichen mit einer zum Relief tendierenden Malstruktur.

Auf der anderen Seite runden zarte Aquarelle, Federzeichnungen und Buchillustrationen das von Jean-Paul Sartre geförderte Werk von Wols zum Lyrisch-Verspielten hin ab.

Werke[Bearbeiten]

  • Objets flottants (la banane), 1932, Öl auf Leinwand, 46 × 38 cm
  • Komposition, um 1947, Öl, Grattage, Tubenabdrücke auf Leinwand, 81 x 64,7 cm, Hamburger Kunsthalle
  • Le fantome bleu, 1951, Öl, Grattage, Tuben- und Fingerabdrücke auf Leinwand, 73 x 60 cm, Museum Ludwig Köln

Ausstellungen[Bearbeiten]

Gemeinschaftsausstellung[Bearbeiten]

  • 2010: Wrong, Kunst im Tunnel, Düsseldorf, kuratiert von Katharina Fritsch und Gertrud Peters.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Claus: Theorien zeitgenössischer Malerei in Selbstzeugnissen von Pollock, Hartung, Tàpies, Nay, Baumeister, Michaux, Vedova, Mathieu, Wols, u.a., Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, September 1963
  • Wols. Aufzeichnungen. Aquarelle, Aphorismen, Zeichnungen. Herausgegeben und eingeleitet von Werner Haftmann mit Beiträgen von Jean-Paul Sartre und Henri-Pierre Roché. Köln 1963.
  • Wols - Gemälde - Aquarelle - Zeichnungen - Fotos, Ausstellungskatalog mit einer Einleitung von Ewald Rathke: Frankfurter Kunstverein, Frankfurt am Main 1965
  • Laszlo Glozer: Wols Photograph. München 1978.
  • Claire van Damme: Kunst als Catharsis en Psychogenese. Het exstreem subjectivistisch kunstscheppen van de Duitse surrealistische en informele kunstenaar Wols 1913-1951. Gent 1985.
  • Wols. Drawings and Water-Colours. Zeichnungen und Aquarelle. Graphisches Kabinett Kunsthandel Wolfgang Werner, Bremen, 4. Oktober-9. November 1985, Stuttgart 1985 (Ausstellungsorganisation, Katalogbearbeitung und Texte: Ewald Rathke).
  • Wols. Bilder, Aquarelle, Zeichnungen, Photographien, Druckgrafik. Katalog zur Ausstellung Kunsthaus Zürich, 24. November 1989-11. Februar 1990; Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 31. März-27. Mai 1990, Zürich und Düsseldorf 1989.
  • Franz-Joachim Verspohl: Innerer Dialog. Die Methode von Pollock und Wols, den Betrachter mit sich selbst zu konfrontieren. in: Kunstforum international Bd. 111, Januar/Februar 1991, S. 134ff.
  • Hans Joachim Petersen: Wols. Leben und Werk im Spiegel gewandelter Wahrnehmung. (Phil. Diss. München 1992) Frankfurt am Main u.a., 1994.
  • Birgit Schwarz: Dix und Wols: Zur Biographie einer künstlerischen Revolution, in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg 30 1993, S. 104-124.
  • Wols. Aquarelle 1937-1951. hrsg. von Tilman Osterwold und Thomas Knubben. Katalog der Städtischen Galerie Altes Theater Ravensburg 21. September-16. November 1997, Ostfildern-Ruit 1997.
  • Wols. Galerie Karsten Greve, Köln 1998.
  • Wols. Photographien, Aquarelle, Druckgraphik. Institut für Auslandsbeziehungen, Ostfildern 1999 (veränderte Auflage).
  • Barbara Wucherer: Ein Phänomen des Stolperns. Wols’ Bildnisse 1932-1951. Berlin 1999.
  • Hans Eichhorn: Circus Wols. Residenz Verlag, Salzburg 2000.
  • Wols. Aquarelle, Zeichnungen, Notizblätter aus dem Besitz von Marc Johannes. hrsg. von Claus Mewes. Katalog zur Ausstellung im Kunsthaus Hamburg, 10. November 2000-21. Januar 2001; Villa Merkel, 20. Mai-17. Juni 2001; Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstichkabinett, 11. Juli-28. September 2001, Hamburg 2000 (zuzgl. Beiheft).
  • „Das Maß der Handfläche ist heilig“. Wols – Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik 1936–1949. Eine Ausstellung anläßlich des 50. Todestages. Die Sammlung Karin Hollweg, Kunsthalle Bremen 2001.
  • Wols. Sieben Selbstbildnisse. Edition Griffelkunst 2001. Autor: Claus Mewes. Hamburg 2001.
  • Wols. Komposition. Von Anabelle Görgen mit einem Bericht über die Restaurierung des Gemäldes von Barbara Sommermeyer. hrsg. von Uwe M. Schneede und ermöglicht von den Freunden der Kunsthalle e.V. aus Anlass der Ausstellung Im Blickfeld: Wols. Komposition, in der Hamburger Kunsthalle, 15. Februar-12. Mai 2002, Hamburg 2002.
  • Wols. Das druckgraphische Werk. Bearbeitet von Ralf Busch. Schriften der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. Hrsg. Harald Rüggeberg, Hamburg 2004.
  • Wols. Blickwechsel. Frauenporträts aus den 1930er Jahren. Edition Griffelkunst 2005. Autor: Claus Mewes. Hamburg 2005.
  • Wols. „Wols sa vie“. Goethe-Institut Paris, 1986. Hrsg. Gerhard Götze.
  • Wols. „1913-1951 Gemälde Aquarelle Zeichnungen“. Neue Nationalgalerie Berlin, 1973. Hrsg. Werner Haftmann.
  • Wols. „Aquarelle Druckgraphik“. Staatliche Kunstsammlungen Kassel,1985.
  • Wols. „Wols“. Galerie Alexandre Jolas, New York, Paris Geneve. 1953. Texte: J.P. Sartre.
  • Wols. „Drawings and Water-Colours/Zeichnungen und Aquarelle“. Goethe-Institut London, 1985. Ewald Rathke.
  • Wols. „Wols“. Musee des Beaux-Arts Nancy, 1970. Text: S. Guillaume.
  • Wols. „Wols“. Galerie Räber, Luzern, 1967. Texte: Helga Rensing, Grety Wols.
  • Ione Robinson Stunden mit Wols - 1947. Aus dem Französischen und mit einem Nachwort versehen von Dino Heicker. Bern/Wien 2013. ISBN 978-3-905799-23-1
  • Wols. Die Retrospektive. Ausstellungskatalog Kunsthalle Bremen, München 2013, mit Beiträgen von Patrycja de Bieberstein Ilgner, Toby Kamps, Ewald Rathke, Katy Siegel.
  • Hans-Joachim Petersen: Aphorismen von Wols. Schirmer & Mosel, 2010, ISBN 382-9-60439-4 (franz.: ISBN 208-1-24455-1)
  • Harald Kimpel: "Die selbstempfundene Verletzlichkeit des menschlichen Seins". Wols, die documenta und der "kosmische Jargon". In: Wols. Aufbruch nach 1945. Michael Imhof Verlag Petersberg 2014, ISBN 978-3-7319-0019-1, S. 74-85 (Katalog der gleichnamigen Ausstellung, Museumslandschaft Hessen Kassel, Neue Galerie, 14. März bis 15. Juni 2014)

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Regierungsrat Dr. jur. Robert Alfred Schulze (* 20. April 1878; † 2. Juli 1929) wurde im Jahr 1919 zum Ministerialdirektor und Chef der Staatskanzlei in den sächsischen Staatsdienst berufen und zog im gleichen Jahr mit seiner Familie nach Dresden. Als Vertreter des Ministeriums im Akademierat besaß er erheblichen Einfluss auf die Berufung von Künstlern an die Dresdner Akademien. In den 1920er Jahren wurde er mehrfach von bekannten Dresdner Künstlern porträtiert. Von Hugo Erfurth existiert die Porträtfotografie Dr. Alfred Schulze (1927/28). Otto Dix stellte ihn in im mittleren Teil seines Triptychons Großstadt (Mischtechnik auf Holz, 1927/28, Galerie der Stadt Stuttgart) links als Saxophon spielenden Band-Leader dar.
  2. Die Jugendzeit von Alfred Otto Wolfgang ist durch ein unveröffentlichtes Tagebuch seiner Mutter Eva Schulze (heute im Kupferstichkabinett Dresden, Nachlass Elfriede Schulze-Battmann) sowie Publikationen seiner Schwester gut dokumentiert.
  3. 1927 erhielt Alfred Otto Wolfgang Geigenunterricht beim Konzertmeister der Dresdner Staatskapelle, Jan Dahmen. Generalmusikdirektor Fritz Busch, ein Freund des Hauses Schulze, war von dem Geigenspiel so angetan, dass er dem 14-jährigen eine Konzertmeisterstelle in einem A-Orchester anbot.
  4. Auf Nachfrage der Mutter bestätigte der bekannte Fotograf Hugo Erfurth den Aufnahmen von Alfred Otto Wolfgang hohe Qualität.
  5. Schulzes Aufenthalt in Spanien, das vielen politischen Emigranten als Zufluchtsland diente, ist bisher ungenügend aufgearbeitet.
  6. Zu den Künstlern der Galerie de la Pléiade gehörten so bekannte Fotografen wie Ilse Bing, Brassaï, Henri Cartier-Bresson, André Kertész, Lee Miller, Man Ray, und Hans Bellmer.
  7. a b Peter Groth: Ein Zirkus voller Sinnlichkeit. In: Weser Kurier v. 25. Februar 2012, S. 22
  8. Ausstellungskatalog
  9. Ausstellungskatalog
  10. Stella A. abgerufen am 28. Mai 2013
  11. Ausstellungswebseite, abgerufen am 27. Mai 2013
  12. Ausstellungskatalog
  13. Ausstellungswebseite, abgerufen am 8. Juni 2013.
  14. Mitteilung zur Ausstellung, abgerufen am 9. Juli 2014.
  15. Berliner Festspiele, abgerufen am 3. April 2014