Wolves in the Throne Room

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Wolves in the Throne Room
Wolves in the Throne Room.jpg
Allgemeine Informationen
Herkunft Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten, Olympia
Genre(s) Blackgaze
Gründung 2002
Website http://www.wittr.com/
Gründungsmitglieder
Nathan Weaver
Aaron Weaver
Aktuelle Besetzung
Gesang, E-Gitarre
Nathan Weaver
Aaron Weaver
E-Gitarre, Hintergrundgesang
Will Lindsay
Ross Sewage
Ehemalige Mitglieder
Gitarre, Gesang
Nick Paul
Gitarre
Rich Corle
Gitarre, Gesang
Rick Dahlen
Bass
Chris Beug (Bee’s Knees)
Gesang (Gast)
Jessica Kenney
Gesang (Gast)
Jamie Myers
Gesang, Schlagzeug (Gast)
Dino Sommese

Wolves in the Throne Room (engl. für ‚Wölfe im Thronsaal‘), abgekürzt: WITTR, ist eine amerikanische Metal-Band, deren Mitglieder in einer Kommune in Olympia, Washington, leben.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde WITTR 2002 von den Brüdern Aaron und Nathan Weaver als Amateurprojekt. Später kamen Rich Corle und Nick Paul hinzu, sie verließen die Band jedoch wieder. Drittes aktives Mitglied ist Will Lindsay, als letztes kam Ross Sewage hinzu.

2004 und 2005 erschienen Demoaufnahmen und 2006 debütierte die Band mit dem Album Diadem of 12 Stars, gefolgt von Two Hunters 2007, das ihnen erste internationale Aufmerksamkeit sicherte.

Im Konflikt zwischen der Arbeit auf der Farm und der Option, das Potential von Wolves in the Throne Room zu verwirklichen, entschieden sich die Bandmitglieder kurz vor der Veröffentlichung des Albums Black Cascade dafür, sich einige Jahre intensiv auf die Band zu konzentrieren. 2011 gab die Band dann den Abschluss dieser Zeit bekannt. Celestial Lineage solle ihr vorerst letztes Album sein und die Begleittournee ihre letzte Tournee. Zwar werde man weiterhin miteinander Musik machen, aber weder unter diesem Namen noch der bisherigen musikalischen Ausrichtung noch der bisherigen Konzentriertheit auf Musik.[1]

Im Januar 2014 wurde hingegen ein neues Album namens Celestite, welches auf Synthesizer-Klängen aufbauen soll und dabei Themen von Celestial Lineage aufgreift, sowie weitere Projekte angekündigt.[2] Am 7. Mai kündigte die Band zudem neue Konzerttermine an.[3]

Musik[Bearbeiten]

Die Lieder sind meist überlang und vereinen Elemente des nordischen Black Metals mit Crustcore[4], Thrash Metal[4], Postrock, Shoegazing (das Webzine Heathen Harvest beispielsweise bezeichnet den Stil der Band als „blackened shoegazer“[5]), Folk[4], Drone Doom[4] und Ambient/Dark Ambient und haben so eine eigene atmosphärische, meditative[6] Richtung im Black Metal geschaffen. Bands wie Fen[7][8][9] (wenngleich der Band zum Gründungszeitpunkt ein Trend zur Vermischung von Black Metal und Postrock nicht bekannt gewesen sein soll[10]) oder Altar of Plagues[9][11][12][13] (auf deren Album White Tomb Danksagungen an Nathan und Aaron Weaver zu finden sind) gelten als von Wolves in the Throne Room wesentlich beeinflusst oder werden oft mit der Gruppe verglichen. Die Intention war es, Musik der Natur mit norwegischem Black Metal zu verbinden.[4] Die Musik wird oft mit der der Band Weakling verglichen, wobei die Band sich selbst nicht als Weakling ähnlich oder in ihrer Tradition stehend sieht[14].

Ideologie[Bearbeiten]

Die Bandmitglieder sind nicht satanistisch orientiert, was die Zuordnung zum Black Metal zum Streitthema macht. Die Musiker haben ihre Ursprünge im Punk[15] und vertreten ökologische[16] und linke[16] Ansichten. Die Bandmitglieder leben auf einer Farm, wo sie ein Leben im Einklang mit der Natur anstreben und sich zum Großteil autark versorgen. Schlagzeuger Aaron Weaver bezeichnete die Farm der Band als Festung:

„Vor einigen Jahren entschied ich, dass es keine Zukunft für mich in der normalen Welt gibt. Ich war überwältigt von Trauer, im Hinblick auf die Widerlichkeit und die Dummheit, welche die herrschende Kultur vorantreibt. Es schien notwendig, eine Festung zu errichten, in der wir in einer harmonischeren und ehrenvolleren Art und Weise leben können.“

Aaron Weaver: [6]

Diskografie[Bearbeiten]

Demos[Bearbeiten]

  • Wolves in the Throne Room (2004)
  • Demo (2005)

Studio-Alben[Bearbeiten]

  • Diadem of 12 Stars (2006)
  • Two Hunters (2007)
  • Black Cascade (2009)
  • Celestial Lineage (2011)

Live-Alben und EPs[Bearbeiten]

  • Live at Roadburn 2008 (Live-Album, 2008)
  • Malevolent Grain (EP, 2009)
  • BBC Session Anno Domini 2011 (Live-EP, 2013)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jose Carlos Santos: Wolves in the Throne Room. In: Rock-a-Rolla, #34, October 2011, S. 27-30.
  2. WOLVES IN THE THRONE ROOM Reveal Details On New Recordings « Earsplit Compound
  3. Celestite release details & West coast tour dates auf der offiziellen Netzpräsenz der Gruppe
  4. a b c d e Bio.
  5. Sage: Wolves In The Throne Room - Two Hunters.
  6. a b WOLVES IN THE THRONE ROOM: Ein stilles Leben.
  7. Chris McDonald: Fen - The Malediction Fields. Abgerufen am 18. März 2010 (englisch).
  8. Tom Findlay: Blistering.com Review: Fen - The Malediction Fields. Abgerufen am 18. März 2010 (englisch).
  9. a b Bluttaufe: Wolves In The Throne Room - Black Cascade Review von Schwermetall - Black Metal und Death Metal Magazin. Abgerufen am 18. März 2010.
  10. Dufaq: Interview with Fen (Classic interviews). 26. Mai 2009, abgerufen am 18. März 2010 (englisch).
  11. Ralf Scheidler: Altar Of Plagues - White Tomb. 13. Mai 2009, abgerufen am 18. März 2010.
  12. Erik Thomas: Reviews › Altar of Plagues – White Tomb › Teeth of the Divine. 6. Mai 2009, abgerufen am 18. März 2010 (englisch).
  13. Brett Buckle: The Metal Crypt - Altar Of Plagues - White Tomb Review. 23. Mai 2009, abgerufen am 18. März 2010 (englisch).
  14. Jason Jordan: Wolves in the Throne Room - Black Metal on Their Own Terms.
  15. drengskap: Wolves in the Throne Room Interview; If this Dark Age Conquers, We will Leave this Echo.
  16. a b TRACKS Bonus : Blackmetal 2.0.

Weblinks[Bearbeiten]