Wonderwall (Band)

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Wonderwall
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pop, Folk
Gründung etwa 1994
Auflösung 2005
Neugründung 2009
Website http://www.wonderwall.de
Gründungsmitglieder
Gesang
Kathrin „Kati“ Schauer (* 25. Dezember 1981, in Köln)
Gesang
Daniela „Ela Paul“ Förstel (* 17. März 1982 in Köln)
Gesang
Julia „Jule“ Beck (* 11. September 1983 in Leverkusen) (bis 2003)
Aktuelle Besetzung
Bass
Ela Paul
Gesang
Jessica „Jessy“ Bremes (* 1983, in Mönchengladbach)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
„Jana“ Reiß (* 1982, in Kaiserslautern) (2009–2011)

Wonderwall ist eine deutsche Popband. Die Besetzung wechselte in der kurzen Bandgeschichte oftmals, und das einzige verbliebene Gründungsmitglied ist Ela Paul.

Wonderwall machte eingängigen, romantisch geprägten, auf Gesang basierenden akustischen Pop mit Folk-Einflüssen. Die Band schrieb alle Lieder selbst und verfasste dazu Texte in englischer Sprache.

Werdegang[Bearbeiten]

Jule und Kati lernten sich beim Ballett kennen, Kati und Ela kannten sich aus der Schule und fingen an, als Hobby zusammen Musik auf Akustikgitarren zu machen. In dieser Zeit, im Alter von etwa zwölf Jahren, nannten sie sich McDowell-Brothers, schrieben englische Texte und dachten sich dazu Melodien aus.[1] Durch ein gemeinsames Theaterstück lernten sich dann alle drei kennen und traten anschließend zu dritt auf. Sie spielten ihre Lieder auf Gartenfesten und lokalen Events im Raum Köln. Zufällig gerieten sie an einen Produzenten, der ihren Vorstellungen entsprach.

Die erste Single Witchcraft wurde im Mai 2001 veröffentlicht und landete auf Platz 77 in den Single-Charts. Die folgende Single (Who Am I?, November 2001) gelangte nicht in die Charts.

Der Durchbruch gelang mittels einer Cross-Promotion mit der ARD-Serie Marienhof, als Just More mehrere Wochen lang in der Seifenoper der ARD gespielt wurde.[2] Dies trug wesentlich dazu bei, die Gruppe bekannt und Just More zu Wonderwalls bisher größtem Hit zu machen. Die Single Just More erschien im Mai 2002. Sie stieg auf Platz neun in die deutschen Single-Charts ein und hielt sich dann drei Wochen lang auf Platz zwei.[1]

Das erste Album Witchcraft, das kurz danach veröffentlicht wurde, kam auf Platz vier der deutschen Album-Charts. Im September 2002 erreichte die vierte Single In April Platz 33 in den Charts. Danach gingen die Drei mit Ronan Keating als dessen Vorgruppe auf Europa-Tournee. Bei der Echo-Verleihung 2003 waren Wonderwall viermal nominiert und wurden als beste Newcomer national ausgezeichnet. Das zweite Album (What Does It Mean?), das Ela und Kati im November 2003 veröffentlichten, gelangte nur auf Platz 48 der Album-Charts. Auch die kurz zuvor noch mit Jule veröffentlichte Single (One More) Song for You war weniger erfolgreich.

Im Januar/Februar 2004 gingen Ela und Kati erstmals mit ihrer Band The Mighty Sleepwalkers auf Deutschland-Tournee. Im März 2004 wurde die Single Silent Tears veröffentlicht. Mit diesem Titel traten Wonderwall auch bei der Deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2004 an und belegten dort den vierten Platz.

Am 8. April 2004 wurde bekanntgegeben, dass Wonderwall ihr bisheriges Label, die Warner-Tochter WEA, verlassen und fortan bei der Firma Seven Days Music von Produzent Jack White unter Vertrag stehen werde. Zusammen mit dem Filmkomponisten Hans Zimmer arbeiteten Wonderwall anschließend an der Musik zu dem Zeichentrickfilm Lauras Stern, einer deutschen Produktion, die am 23. September 2004 in die Kinos kam. Dafür komponierten sie unter anderem den Titelsong Touch the Sky, der am 20. September 2004 als Singleauskopplung erschien. Im Herbst 2004 veröffentlichten Wonderwall ihr drittes Album Come Along, und vom 3. März bis zum 2. April 2005 waren Wonderwall zusammen mit ihrer Band auf ihrer zweiten Deutschlandtournee, der Come-Along-Tour, die durch 14 Städte führte. Am 25. April 2005 brachten Wonderwall die Single Losin’ You heraus, die ebenfalls, trotz einer weiteren Cross-Promotion mit der ARD-Serie Marienhof, kein kommerzieller Erfolg wurde.

Unter dem Eindruck gesunkener Verkaufszahlen gaben Ela und Kati im August 2005 bekannt, bis 2008 ihre Karriere zurückstellen und bis dahin keine Lieder oder Platten aufzunehmen. Seither widmen sie sich privaten Projekten (Ela: Schauspielschule Köln; Kati: Musical Academy Bremen) und treten sporadisch live auf.

Ela und Kati haben für die Hörbuchreihe Freche Mädchen – freche Hörbücher, erschienen im Der Audio Verlag, an mehreren Hörbüchern mitgearbeitet, für die sie jeweils Musik beisteuerten und in denen sie Sprechrollen übernahmen.

Im Jahr 2008 kam es zu einer Neugründung bestehend aus Ela und den neuen Bandmitgliedern Jana und Jessy. Im November 2009 wurde ihre erste gemeinsame Single This Is Christmas veröffentlicht. Seit 2011 besteht die Gruppe nur noch aus Ela und Jessy. Am 13. Mai 2011 wurde die Single Me and the City veröffentlicht.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
DE AT CH
2002 Witchcraft 4
(31 Wo.)
26
(11 Wo.)
30
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2002
1x Gold in Deutschland
[4]
2003 What Does It Mean? 43
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. November 2003
2004 Come Along Erstveröffentlichung: 22. November 2004

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
DE AT CH
2001 Witchcraft
Witchcraft
77
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Mai 2001
Who Am I?
Witchcraft
Erstveröffentlichung: 26. November 2001
2002 Just More
Witchcraft
2
(22 Wo.)
5
(22 Wo.)
7
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. April 2002
1x Gold in Deutschland
[4]
In April (You Call My Name)
Witchcraft
31
(9 Wo.)
27
(9 Wo.)
58
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. September 2002
2003 Witchcraft 2003
What Does It Mean?
48
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Februar 2003
(One More) Song for You
What Does It Mean?
75
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Oktober 2003
2004 Silent Tears
Come Along
90
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. März 2004
Touch the Sky
Come Along
76
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. September 2004
2005 Losin’ You
Come Along
70
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. April 2005
2009 This Is Christmas Erstveröffentlichung: 20. November 2009
2011 Me and the City Erstveröffentlichung: 13. Mai 2011

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Music One: Biografie der Band
  2. Rezension von Robert Kneschke zum Album Witchcraft von Wonderwall vom 28. Mai 2002 auf Bloom.de.
  3. a b Chartquellen: DE1 DE2; AT; CH
  4. a b Gold- und Platindatenbank der Deutschen Landesgruppe der IFPI

Weblinks[Bearbeiten]