Woodstock III

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Woodstock III ist ein Musikfestival, das im Juli 1999 in Rome, New York stattfand. Es wurde anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Woodstock-Festivals veranstaltet und war mit Woodstock II das zweite Festival in den 1990er Jahren, das sich in der Tradition des 1969er Festivals sah.

Das Festival wurde von gewalttätigen Auseinandersetzungen überschattet. Die Stimmung war von vornherein aufgrund der Hitze, der hohen Eintrittspreise, sowie Essens- und Getränkekosten aufgeheizt. Auch einige Künstler, wie zum Beispiel The Offspring, heizten die Stimmung und die 250.000 Besucher mit ihrer Bühnenshow, in der so genannte „Backstreet Boys-Dummies“ zerstört wurden, weiter an. Im Moshpit wurden mehrere Besucher schwer verletzt. Als am Samstag die Sonne unterging und Limp Bizkit auf die Bühne kamen, erreichte die Stimmung ihren Siedepunkt und die ersten Tumulte begannen in der Menge. Während des Auftritts von Limp Bizkit vergewaltigten mehrere Männer eine Frau direkt vor der Bühne[1]. Es wurden Toiletten zerstört und Absperrbanden herausgerissen, die als Surfboards zum Crowdsurfen benutzt wurden. Einen Tag später, am Schluss des Festivals während des Auftrittes der Red Hot Chili Peppers, randalierten Besucher wiederum auf dem Gelände. Die zweite Bühne auf dem Festivalgelände mit dem Namen „East-Stage“ wurde von den Zuschauern zerstört und ging in Flammen auf. Die anwesende MTV-Crew, darunter unter anderem Kurt Loder, musste per Hubschrauber evakuiert werden. Im umliegenden Ort zerstörten die Zuschauer Autos und Stände. Ein Polizeieinsatz musste die Ausschreitungen beenden.

Die Ausschreitungen des Festivals wurden später als Zeichen für die Gewaltbereitschaft und Frauenfeindlichkeit der modernen Rockmusik, vor allem aber des Nu Metal, gewertet. Das Musikmagazin Spin machte Korn, Eminem und Limp Bizkit für die Gewalttaten verantwortlich. In der Ausgabe aus dem Januar 2000 heißt es:

„Woodstock wurde deshalb zum entscheidenden Ereignis des Jahres, weil darin der überwältigende Wunsch zum Ausdruck kam, die Rockmusik der zornigen weißen Rapper als Stimme der aufsässigen Jugend zu etablieren. Das geschah tragischerweise auf Kosten aller, vor allem auf Kosten der Frauen, die dabei zufällig im Weg standen.“

Charles Aaron im Januar 2000, zitiert nach Harte Brocken.

Interpreten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPolice investigate alleged rapes at Woodstock '99. CNN, abgerufen am 9. Januar 2009 (englisch).

Literatur[Bearbeiten]

  •  Tommy Udo: Harte Brocken. Brave Nu World – Der Siegeszug des Nu Metal. Koch GmbH/Hannibal, Höfen 2003, ISBN 3-85445-228-4.

Weblinks[Bearbeiten]