Woringen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Filmregisseur siehe Paul von Woringen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Woringen
Woringen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Woringen hervorgehoben
47.91666666666710.2632Koordinaten: 47° 55′ N, 10° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bad Grönenbach
Höhe: 632 m ü. NHN
Fläche: 17,54 km²
Einwohner: 1865 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87789
Vorwahl: 08331
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 219
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
87730 Bad Grönenbach
Webpräsenz: www.woringen.de
Bürgermeister: Volker Müller (Woringer Liste)
Lage der Gemeinde Woringen im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Woringen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Grönenbach.

Geographie[Bearbeiten]

Woringen liegt in der Region Donau-Iller in Oberschwaben und grenzt an die Stadtgrenze von Memmingen.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Woringen.

Geologie[Bearbeiten]

Durch Woringen fließt von Süden nach Norden der Zeller Bach, der bei Sommersberg entspringt und in Memmingen in die Memminger Ach mündet. Der Zeller Bach wurde im Zuge der Dorferneuerung wieder geöffnet und ist nun auf weiten Teilen wieder innerhalb Woringens zu sehen.

Geschichte[Bearbeiten]

948 wurde der Ort in einer Urkunde über die Schenkung an das Kloster in Kempten erstmals erwähnt. Die Ravensburger Bürgerfamilie Möttelin, genannt von Rappenstein, erwarb 1417 die Herrschaft in Woringen. Die Burg und das Dorf kamen 1516 an die Freie Reichsstadt Memmingen. Woringen wurde so evangelisch, nur die stiftskemptischen Untertanen im Dorf blieben katholisch. 1547 verkaufte Memmingen das Dorf an die in Unterhospitalstiftung. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. 1806 wurde die Woringer Martinskirche abgebrochen; der dazugehörige Woringer Friedhof ist noch erhalten. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. 1863 wurde die Bahnlinie Memmingen-Kempten mit dem Bahnhof Woringen eröffnet, der nicht mehr existiert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1306, 1987 1405, 2000 1661, 2008 1883 und 2009 1903 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat Woringen: Wähleranteil und Gemeinderäte seit 1978

Die Republikaner

Freie Wähler

Gemeinsame
Wahlvorschläge

Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Gesamtanzahl der Sitze im Gemeinderat  %
1978–1984 100,00 12 100 12 79,5
1984–1990 58,63 7 41,37 5 100 12 76,0
1990–1996 7,83 1 63,68 8 28,48 3 100 12 76,0
1996–2002 59,41 7 40,59 5 100 12 77,9
2002–2008 52,54 6 47,46 6 100 12 71,6
2008–2014 62,62 8 37,38 4 100 12 75,0
Prozentanteile gerundet. Quellen: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung[2]

Bürgermeister ist Volker Müller (Woringer Liste).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 630.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 99.000 Euro.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 27. Dezember 1974 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Rot; vorne auf grünem Dreiberg ein nach links gewendeter schwarzer Rabe, hinten ein silbernes Doppelkreuz.“

Die historische Herrschaft Woringen war im Besitz der Ravensburger Patrizierfamilie Möttelin zu Rappenstein, die den Raben als sprechendes Wappen führte. 1516 erwarb die Reichsstadt Memmingen die grundherrschaftlichen Rechte in Woringen und verkaufte sie 1547 an das Unterhospital in Memmingen weiter, in dessen Besitz sie bis zur Säkularisation 1803 verblieben. Dies kommt heraldisch in der hinteren Schildhälfte durch das Spitalkreuz des Memminger Unterhospitals zum Ausdruck.

Der Entwurf und die Gestaltung des Wappens stammt vom Memminger Walter Braun.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Woringen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zehn, im produzierenden Gewerbe 367 und im Bereich Handel und Verkehr 72 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 76 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 599. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 47 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.067 ha, davon waren 896 ha Dauergrünfläche. Woringen verfügt an der Autobahnauffahrt über ein Gewerbegebiet.

Verkehr[Bearbeiten]

Woringen ist durch einen eigenen Autobahnanschluss an die A 7 und die E 532 (Memmingen-Füssen) angeschlossen. Die Kreisstraße MN 19 führt durch die Gemeinde. Der Bahnhof Woringen an der Illertalbahn von Ulm nach Kempten (Allgäu) wurde im 20. Jahrhundert stillgelegt.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2009):

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 67 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 10 Lehrern und 171 Schülern


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Woringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Gemeinderatswahlen; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 09778219