Worms-Heppenheim

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49.6052777777788.2652777777778110Koordinaten: 49° 36′ 19″ N, 8° 15′ 55″ O

Heppenheim
Stadt Worms
Ehemaliges Gemeindewappen von Heppenheim
Höhe: 110 m ü. NN
Fläche: 9,84 km²
Einwohner: 2019 (31. Dez. 2012)[1]
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 67551
Vorwahl: 06241
Karte

Lage von Heppenheim in Worms

Evangelische Kirche

Heppenheim (bis 1969 Heppenheim an der Wiese; Aussprache ˈhepnhaɪ̯m, im Dialekt ˈheprʊm) ist ein Ortsteil von Worms im südlichen Wonnegau. Das Dorf liegt etwa 9 Kilometer westlich der Stadt im Süden Rheinhessens im Eisbachtal und ist umgeben von Wiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen, auf denen vor allem Wein, Zuckerrüben und Getreide angebaut werden. Das Wappen von Worms-Heppenheim zeigt in silber zwei gekreuzte blaue Rebmesser (Heppen) mit roten Griffen unter gestieltem, grünen Kleeblatt auf grauem Grund.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals am 3. November 766 urkundlich erwähnt. 1141: erstes Wormser Besitzrecht in Heppenheim. 1398 heißt es erstmals: „Heppenheim yn dem Dorffe off der Wiesen". Im März 1460 gab es eine Plünderung und Einäscherung Heppenheims durch Kurmainz als Folge eines Krieges des Mainzer Erzbischofs Diether von Isenburg gegen den Kurfürsten Friedrich von der Pfalz. Die Pest suchte den Ort im Jahr 1623 heim und nur 2 Jahre später gab es eine Hungersnot. Mehr als die Hälfte der Bewohner Heppenheims fliehen vor den französischen Revolutionstruppen, welche 1792 den Ort besetzen. In der Besatzungszeit gehörte Heppenheim zum Département du Mont-Tonnerre. 1814 endete die französische Herrschaft in der Region. [2]

Im Jahr 1967 begann die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Ampilly-le-Sec im Département Côte-d’Or (Burgund). Seit der Eingemeindung am 7. Juni 1969[3] ist Heppenheim der westlichste Stadtteil der rheinland-pfälzischen Stadt Worms. Die Einwohnerzahl betrug im Jahr 2003 am Ende Dezember 2073 Personen. Danach schrumpfte die Einwohnerzahl um knapp 6,1 % auf 1947 Personen am Jahresanfang 2009.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Datum Einwohner
1925 1631[4]
1933 1678[4]
1939 1855[4]
1968 2097[3]
2012 2019[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Worms-Heppenheim

Religiöse Bauwerke[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wegen der bislang noch unzulänglichen Versorgung mit DSL- bzw. Breitbandkabel von Heppenheim und der benachbarten Region, wurden am 14. Mai 2009 durch Vertreter der betroffenen Verbandsgemeinde Monsheim und einem Wormser Internetbeauftragten gemeinsam Förderanträge für schnelles Internet dem Geschäftsstellenleiter der Breitbandinitiative des Landes Rheinland-Pfalz überreicht. [5]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Von 1886 bis 1968 fand Personenverkehr an der mittlerweile abgebauten Bahnstrecke an Heppenheim statt. Der Bahnhof, dessen Gebäude heute noch steht, war Station an der Bahnstrecke Worms–Grünstadt.

Anfahrt mit dem Auto: Die Autobahn A61 ist rund fünf Minuten entfernt (Ausfahrt Worms)

Mit dem Bus: Heppenheim hat fünf Bushaltestellen, drei Buslinien fahren durch Heppenheim:

  • Linie 451 Grünstadt – Worms
  • Linie 404 Worms – Worms-Heppenheim
  • Linie 414 Worms - Worms-Heppenheim

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

  • Astrid Bechtel (*1972), 44. Deutsche Weinkönigin 1992/1993
  • Anneliese Pauly (*1954), verh. Schäfer, wohnhaft in München, schreibt unter dem Namen Anne Neunecker Drehbücher für Fernsehserien und -reihen, wie "Sturm der Liebe", "SOKO 5113", "Lindenstraße" u.a.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Giessen 1905, S. 213-215.
  •  Raimund Schmitt: Heppenheim an der Wiese. Ein Heimatbuch in Text, Bildern und Dokumenten. o. O. [Worms-Heppenheim] 1971.
  •  Werner Kropp: Heppenheim an der Wiese vor 250 Jahren. Beschreibung einer Karte aus dem Jahre 1735. In: Joachim Schalk (Hrsg.): Festschrift für Fritz Reuter zum 60. Geb. (= Der Wormsgau. Sonderheft). Worms 1990, S. 132–142.
  •  Werner Kropp: Heppenheim an der Wiese. Geschichte, Gegenwart und Zukunft. In: Worms 2007 - Heimatjahrbuch für die Stadt Worms. 2. Jahrgang. Worms 2006, S. 68–73.
  •  Irene Spille: Stadt Worms (= Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Bd.10). Worms 1992, S. 188-197.
  •  Mathilde Grünewald, Ursula Koch: Worms und seine Stadtteile. In: Mathilde Grünewald, Alfried Wieczorek (Hrsg.): Zwischen Römerzeit und Karl dem Großen. Bd.1, Lindenberg im Allgäu 2009, S. 260-265.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Worms-Heppenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Einwohner der Stadt Worms nach Wohnart (PDF; 14 kB), Einwohner mit Hauptwohnsitz, Bestandsstatistik zum 31.12.2012 mit den Bestandsdaten vom 03.01.2013 des Einwohnermelderegisters
  2. Die Geschichte von Worms-Heppenheim
  3. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 201 (PDF; 2,6 MB)
  4. a b c Der Landkreis Worms auf www.verwaltungsgeschichte.de
  5. Förderanträge für schnelles Internet überreicht