Worms-Hochheim

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49.639078.33489Koordinaten: 49° 38′ 21″ N, 8° 20′ 6″ O

Hochheim
Stadt Worms
Ehemaliges Gemeindewappen von Hochheim am Rhein
Einwohner: 3286 (31. Dez. 2012)[1]
Eingemeindung: 1. Oktober 1898
Postleitzahl: 67549
Vorwahl: 06241
Karte

Lage von Hochheim in Worms

Hochheim am Rhein [Aussprache ˈho:x haʏm, im Dialekt ˈhoɣəm] ist eine Ortschaft im rheinhessischen Wonnegau und bereits seit 1898 Stadtteil von Worms.

Ursprünglich war Hochheim von der Landwirtschaft und den zahlreichen Schreinereien im Dorfkern geprägt, weshalb es auch heute noch oft als „Schreinerdorf“ bezeichnet wird. Heute ist es im Wesentlichen ein Wohngebiet.

Geographie[Bearbeiten]

Hochheim schließt nordwestlich an die westliche Innenstadt von Worms an. Im Süden grenzt der Ort an die Pfrimm mit dem Pfrimmpark, offiziell Karl-Bittel-Park. Im Norden befindet sich der Wormser Hauptfriedhof Hochheimer Höhe. Im Osten grenzt Hochheim an den Stadtteil Neuhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Hochheim wurde erstmals 1068 erwähnt, der Ort selbst ist aber älter. Das zuvor selbständige Dorf wurde 1898 nach Worms eingemeindet.

Die von Worms herkommende heutige Binger Straße war stets die Hauptdurchfahrt des Ortes, früher nutzten ihn die Floßschiffer und Pilger, weil sie auf diesem Weg das Rheinknie diagonal abkürzen konnten. An der Berggasse unweit der Bergkirche entstanden die ersten Wohngebäude mit Ställen und Scheunen. Noch 1905 war die Berggasse ein Hohlweg, in dem keine zwei Fuhrwerke aneinander vorbei konnten.

Von 1890 bis 1910 verdoppelte sich die Einwohnerzahl Hochheims. Ab 1906 fuhr die Straßenbahn durch Hochheim, die am Friedhof „Hochheimer Höhe“ endete. Zwischen 1895 und 1907 ließ der Lederfabrikant Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim für seine Arbeiter in der Schreinergasse Doppelhäuser errichten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Datum Einwohner
1898
2012 3286[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Maria Himmelskron
  • Romanische Bergkirche St. Peter (evangelisch) mit Westturm aus dem 12./13. Jahrhundert und Vier-Säulen-Krypta vom Anfang des 11. Jahrhunderts, das einschiffige Langhaus stammt aus dem Jahr 1609
  • Pfarrkirche St. Maria Himmelskron (katholisch), ehemalige Kirche eines Dominikanerinnenklosters, gegründet 1299, spätgotischer Löwentaufstein (aus der Bergkirche St. Peter)
  • Ehemaliges Rathaus, erbaut im 16. Jahrhundert (Grundmauern stammen aus dem Jahr 1594), und im 18. Jahrhundert verändert, ältestes erhaltenes Rathaus im Wormser Umland.
  • Friedhofskirche aus dem 20. Jahrhundert (Architekt: Karl Hofmann) erbaut im neuromanischem Stil.
  • Jüdische Trauerhalle im Jugendstil von 1911 (Architekt: Georg Metzler)

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Worms-Hochheim

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Worms-Hochheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Einwohner der Stadt Worms nach Wohnart (PDF; 14 kB), Einwohner mit Hauptwohnsitz, Bestandsstatistik zum 31.12.2012 mit den Bestandsdaten vom 03.01.2013 des Einwohnermelderegisters