Worotan

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Worotan
Որոտան, Bazarçay
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Sisian river.jpg
DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Armenien, Republik Bergkarabach, Aserbaidschan
Flusssystem Kura
Abfluss über Hakari → Aras → Kura → Kaspisches Meer
Ursprung Salchagjol-See
39° 51′ 46″ N, 45° 51′ 9″ O39.8628345.852633150
Quellhöhe 3150 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung in den Hakari39.20334446.719271Koordinaten: 39° 12′ 12″ N, 46° 43′ 9″ O
39° 12′ 12″ N, 46° 43′ 9″ O39.20334446.719271
Länge 178 km[1]
Einzugsgebiet 5650 km²[1]
AbflussVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
21,5 m³/s
Kleinstädte Sissian, Qubadlı
Verlauf des Worotan

Verlauf des Worotan

Verlauf des Worotan in Armenien (beigefarbener Bereich)

Verlauf des Worotan in Armenien (beigefarbener Bereich)

Der Worotan (armenisch Որոտան, in wissenschaftl. Transliteration Orotan, aserbaidschanisch Bazarçay) ist ein Fluss im Transkaukasus. Der Worotan entspringt im Norden der armenischen Provinz Sjunik und fließt zunächst 119 km in allgemein südöstlicher Richtung durch armenisches Gebiet und dann weitere 59 km durch die Republik Bergkarabach, ehe er schließlich in den Hakari, einem Nebenfluss des Aras, einmündet. Die Provinzhauptstadt Sissian, die Dörfer Aghitu und Worotan, die Klöster Vorotnavank und Tatew sowie die aserbaidschanische Stadt Qubadlı, die von Armenien kontrolliert wird, liegen an seinem Lauf. Der Worotan fließt durch gebirgiges Gelände und streckenweise durch tiefe Schluchten. Während der Sowjetzeit wurden am Worotan drei Staudämme mit Wasserkraftwerken erbaut.

Um den Wasserspiegel im Sewansee anzuheben wird seit Anfang der 1990er Jahre über eine 48,3 km langen Tunnel, Wasser aus dem Ketschut-Stausee (zwischen Gndevank und Dschermuk) in den Sewansee geleitet. Da die zugeleitete Wassermenge nicht ausreichte den Wasserstand anzuheben, wurde in den 1980er Jahren mit dem Bau eines 21,6 km langen Tunnels vom Spandarjan-Stausee am Worotan (bei Sissian) in den Ketschut-Stausee begonnen. Die Bauarbeiten mussten 1988, nachdem 18 km vollendet waren, eingestellt werden, da zwischen Armenien und Aserbaidschan ein bewaffneter Konflikt über die Region Bergkarabach ausbrach. Ende der 1990er Jahre nahm man den Bau wieder auf. Der Worotan-Arpa-Tunnel wurde 2004 in Betrieb genommen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Worotan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Artikel Worotan in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)