Wremen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wremen
Wremen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wremen hervorgehoben
53.6491666666678.50833333333332Koordinaten: 53° 39′ N, 8° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Land Wursten
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 25,16 km²
Einwohner: 1944 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27638
Vorwahl: 04705
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 057
Gemeindegliederung: 5 Ortschaften
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Westerbüttel 13
27632 Dorum
Webpräsenz: www.wremen.de
Bürgermeister: Heiko Dahl (WWL)
Lage der Gemeinde Wremen im Landkreis Cuxhaven
Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Bad Bederkesa Belum Beverstedt Hagen im Bremischen Bülkau Cadenberge Cappel (Niedersachsen) Cuxhaven Drangstedt Hagen im Bremischen Dorum Elmlohe Flögeln Geversdorf Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Köhlen Köhlen Kührstedt Lamstedt Lamstedt Langen (bei Bremerhaven) Lintig Loxstedt Midlum (Land Wursten) Misselwarden Mittelstenahe Mulsum (Land Wursten) Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordholz Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Padingbüttel Ringstedt Hagen im Bremischen Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Hagen im Bremischen Wanna Wingst Wremen Hagen im BremischenKarte
Über dieses Bild
Wremen (Luftbild 2013)
Luftbild vom Nordseestrand und Deich von Wremen mit Kutterhafen, Leuchtturm Kleiner Preuße, Hotel Deichgraf und Campingplatz (Mai 2012)

Wremen ist ein Nordseebad an der Wesermündung und Mitgliedsgemeinde der niedersächsischen Samtgemeinde Land Wursten in der gleichnamigen Landschaft im Landkreis Cuxhaven. Neben dem Hauptort Wremen gehören auch die Orte Hülsing, Schottwarden, Hofe und Rintzeln zur Gemeinde.

Die Gemeinde Wremen wird zum 1. Januar 2015 zusammen mit den Gemeinden Cappel, Dorum, Midlum, Misselwarden, Mulsum, Nordholz und Padingbüttel die neue Gemeinde Wurster Nordseeküste im Landkreis Cuxhaven bilden. Die Samtgemeinde Land Wursten wird zum gleichen Termin aufgelöst.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Zwischen Wremen und Mulsum existierte in frühgeschichtlicher Zeit die Feddersen Wierde, ein Wurtendorf in der Seemarsch. Die ursprünglich auf einer Insel gelegene sächsische Siedlung war vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert bewohnt. Die Wurten der einzelnen Höfe wuchsen im Laufe der Zeit zu einer vier Hektar großen und vier Meter hohen Dorfwurt zusammen. Diese wurde von 1954 bis 1963 in einer großangelegten archäologische Grabung durch das „Niedersächsische Landesinstitut für Marschen- und Wurtenforschung“ in Wilhelmshaven (das heutige Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung) komplett freigelegt.

In Wremen urkundeten schon im 14. Jahrhundert die Ratgeber und Richter des Landes Wursten. Von 1304 datiert die erste Urkunde, von 1312 die Bezeichnung als Kirchdorf.

Das Wremer Tief, ein alter, kleiner Hafen für Last- und Fischereischiffe, ist eine ehemalige Ausgangsstelle eines reichen Schiffsverkehrs weseraufwärts.

Wremen besitzt die älteste Kirche des Landes Wursten, eine Wehrkirche aus der Zeit um 1200. Auf ihrem Kirchhof erlitten 1557 die Bauern in ihrem aussichtslosen Freiheitskampf gegen den Bremer Erzbischof Christoph von Braunschweig-Lüneburg ihre endgültige Niederlage, nachdem sie schon 1517 in der Schlacht am Wremer Tief, an der auch Tjede Peckes teilnahm, geschlagen worden waren.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Im Wremer Gemeinderat sitzen seit der Kommunalwahl am 11. September 2011 elf Ratsmitglieder, vier von der WWL (Wählerinitiative Wremer Liste), vier von der CDU und drei von der SPD.

Der Gemeinderat hat am 9. November 2011 Heiko Dahl (WWL) zum Bürgermeister gewählt.

Gemeindedirektor ist Wolfgang Neumann.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist gespalten und zeigt vorne auf silbernem Grund einen schwarzen, rotbewehrten Adler am Spalt, der für die Zugehörigkeit zum Land Wursten steht, und hinten oben einen silbernen Anker auf blauem Grund als Zeichen für die Schifffahrt. Unten, geteilt von einem die Weser symbolisierenden silbernen Wellenbalken, steht ein grünes Feld, das auf die Marsch hinweisen soll.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Für den Tourismus stehen ungefähr 600 Betten unterschiedlicher Qualität zur Verfügung. Rund 100.000 Übernachtungen sind jährlich zu verzeichnen.[3] Mehrere Gaststätten und Kneipen stehen den Einheimischen und den Gästen zur Verfügung.

Es gibt einige Landwirte, die vor allem Milchwirtschaft betreiben. Vom Wremer Hafen aus fahren mehrere Krabbenkutter regelmäßig in die vorgelagerten Wattgebiete zum Krabbenfang. Viele Bürger nutzen die hohe Lebensqualität von Wremen als Wohn- und Lebensort und arbeiten im nahen Bremerhaven.

Schriftaltar in der Wremer Kirche

Seit 2001 ansässig ist die Cuxland Ferienparks GmbH, die Ferienhäuser und Ferienwohnungen zum Kauf und die Vermietung anbietet.

Verkehr[Bearbeiten]

Wremen hat einen Bahnhof und liegt etwa 15 km nördlich von Bremerhaven an der Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven mit regelmäßig angefahrenem Haltepunkt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Wremen stehen die in der Denkmalliste des Landeskreises Cuxhaven eingetragenen Baudenkmale.

  • Das Nordseebad Wremen besitzt einen malerischen kleinen Sielhafen. Von hier laufen die bunten Krabbenkutter zum Fang aus, die nach 12-stündiger Fahrt die Meeresköstlichkeiten dieser Region frisch auf den Tisch bringen: Nordseekrabben (auch Garnelen oder Granat genannt).

Musik[Bearbeiten]

  • Aquacity, eine Band mit langer Tradition. Mit nachgesungenem Liedgut unterhält diese Musikergruppe im Lande Bremen/Niedersachsen.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

  • Krabbengerichte in jeder Kombination: mit Bratkartoffeln, mit Rührei, mit Schwarzbrot.
  • Röhrkohl, der im Frühsommer auf den Salzwiesen geerntet wird, kann auf verschiedene Art zubereitet werden.
  • Speck und Klüten
  • Labskaus
  • Kohl und Pinkel, ein Gericht, das nach Wanderungen (so genannten Kohlfahrten) im Winter von größeren Gruppen von Menschen gemeinsam verspeist wird und zusätzlich durch einiges an alkoholischen Getränken ergänzt wird.

Sagen und Legenden[Bearbeiten]

  • Der Wremer Kirchenbau
  • Die Männchen in der Wremer Kirche
  • Das Wremer Osterläuten
  • Der fluchende Bauer
  • Rintzel und Remintzel - beides schall vergahn!
  • Der reiche Dudding
  • Aus Lebstedts letzten Tagen
  • Küsters Kuh
  • Vom Schimmel auf Langlütjensand

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wremen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Wremen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Wurster Nordseeküste, Landkreis Cuxhaven vom 8. November 2012, Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.) Nr. 26/12, ausgegeben in Hannover am 16. November 2012
  3. Tourismus Gutachten Seite 2 (PDF; 4,7 MB)