Wuala

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Wuala
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Entwickler LaCie AG, Zürich

Tochtergesellschaft der Seagate Technology

Aktuelle Version Pilatus (Windows, OS X und Linux)
6. August 2013[1]

2.8.3 (Android)
30. Oktober 2014[2]

3.3.3 (iOS)
17. Oktober 2014[3]

Betriebssystem Windows, Mac OS X, Linux, Android, iOS
Kategorie Online-Festplatte
Lizenz Freeware / Closed Source
Deutschsprachig ja
www.wuala.com
altes Logo

Wuala (ausgesprochen wie das französische Wort Voilà) ist ein Cloud-Storage-Dienst aus der Schweiz und basiert auf einer Technologie, die von Dominik Grolimund und Luzius Meisser an der ETH Zürich entwickelt wurde. Mit Applikationen für die Plattformen Windows, Mac OS X, Linux und Smartphone können Benutzer Dateien auf dem Speicher ablegen oder abrufen.

Wuala war zunächst ein Produkt des Schweizer Softwareherstellers Caleido AG[4], der 2009 mit dem amerikanisch-französischen Computerperipherie-Hersteller LaCie fusionierte[5]. LaCie ihrerseits ist seit 2012 zu über 90% im Besitz des amerikanischen Festplattenherstellers Seagate Technology.

Im April 2010 startete Wuala sein Angebot für fünf weitere Sprachen (Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Niederländisch). Damit gibt es Wuala in elf verschiedenen Sprachen.

Die Daten werden zentral auf den europäischen Servern der LaCie AG gespeichert[6]. Bis Oktober 2011 hatte der Dienst die Daten als Dateifragmente dezentral auf den Computern der Teilnehmer verteilt (Peer-to-Peer-Ansatz).

Funktionsweise[Bearbeiten]

Wuala basierte bis Anfang Oktober 2011 auf einem dezentral aufgebauten Netzwerk und benutzte, soweit der Benutzer dem zustimmte, die brachliegenden Ressourcen der einzelnen im Wuala-Netzwerk befindlichen Computer als zusätzlichen Speicherplatz. Will man eine Datei zum Beispiel per Drag and Drop auf seine Wuala-Festplatte stellen, so wird diese noch am eigenen Rechner verschlüsselt (mittels eines 256-Bit-AES-Algorithmus). Die Datei wurde daraufhin in mehrere Teile (Fragmente) unterteilt und anschließend so oft im Netzwerk verbreitet, dass eine dauerhafte Verfügbarkeit und Integrität der Datei gewährleistet ist. Das Oktober-Update behält zwar die Aufteilung bei, die Speicherung der Fragmente erfolgt jedoch nur noch im Netzwerk des Unternehmens LaCie AG – nicht mehr im Netzwerk der Teilnehmer.

Mit 11. Juni 2014 hat Wuala seine Dienste auf einen komplett kostenpflichtigen Service umgestellt[7]. 5GB zum Beispiel kosten ab Juni 2014 pro Jahr 9€ bzw. 0.99€ pro Monat [8].

Für die Authentifizierung der Benutzer im Netzwerk wird der RSA-Algorithmus mit 2048 Bit Schlüssellänge verwendet.

Seit der Wuala-Version vom 7. August 2008 (Build 462 (Windows) bzw. Build 72 (Windows-Version mit neuem Installer)) sowie den entsprechenden Linux- und Mac-OS-X-Versions-Pendants gleichen Datums steht es allen Benutzern frei, den öffentlichen Welt/World-Bereich von Wuala auch ohne eigenen Wuala-Account zu benutzen (Durchsuchen, Lesen). In späteren Wuala-Versionen soll auch ein komplett anonymer Zugriff möglich sein, inklusive der Möglichkeit, Dateien anonym in Wuala hochzuladen.

Seit dem 14. August 2008 ist Wuala für alle öffentlich als „open beta“-Java-Applet über die Wuala-Website direkt aus einem Webbrowser ausführbar.

Seit dem 16. Dezember 2008 sind sämtliche als öffentlich markierte Dateien sowie jene private Ordner, die mit Passwort freigegeben sind, für jedermann mit entsprechenden URLs über die Website erreichbar. Mit dieser Neuerung ist die Website von www.wua.la nach www.wuala.com umgezogen.[9]

Im Dezember 2008 wurde eine REST-API für Lesezugriffe eingeführt [10], die aber inzwischen (Stand 2014) wieder entfernt wurde.[11]

Wuala kann seit der Version vom 9. Januar 2009 manuell auf eine bestimmte festzulegende IP-Adresse konfiguriert werden. Dies ist beispielsweise bei mehreren IP-Adressen pro System nützlich.

Seit einem Update vom 19. August 2010 ist es möglich, Daten über mehrere Computer und Betriebssysteme hinweg zu synchronisieren.

Am 3. Oktober 2011 hat Wuala die Tauschen-Funktion eingestellt und dafür den Basis-Speicher auf 2 GB erhöht. Der getauschte Speicher stand den Nutzern noch bis zum 2. Oktober 2012 kostenlos zur Verfügung.

Die seit dem Start anhaltende Beta-Phase wurde mit der Implementation von BLOB-Speicher, einem Systemupdate und dem Start von Wuala Business am 10. September 2012 beendet.[12]

Seit dem 9. Juli 2014 gibt es für neue Nutzer keinen kostenlosen Speicher mehr. Bereits angemeldete Benutzer können weiterhin ihren jetzigen nutzen.[13] Ende Oktober 2014 gab das Wuala-Team bekannt, dass zum 31. Dezember 2014 alle Dateien von kostenlosen Accounts gelöscht werden und ein Zugriff auf jene ab dann nicht mehr möglich sein wird. Die Nutzer wurden aufgefordert, entweder ihre Dateien aus der Cloud zu sichern oder auf einen bezahlten Account zu wechseln. [14]

Sicherheit[Bearbeiten]

Da der Quellcode der Software nicht veröffentlicht wird (Closed Source), kann weder die angegebene Funktionsweise, noch die Sicherheit oder Fehlerfreiheit in einem unabhängigen IT-Sicherheitsaudit überprüft werden. Der Hersteller plant allerdings, die für die Verschlüsselung relevanten Codeteile zu veröffentlichen, um sie von unabhängiger Stelle überprüfen zu lassen.[15]

Die Publikation, auf deren Basis Wuala ursprünglich entwickelt wurde, kann bei der ETH Zürich heruntergeladen werden und erläutert technische Details der kryptografischen Idee.[16]

Laut Angabe des Herstellers enthält das Programm keine Spyware,[17] allerdings kann die Software mit Hilfe der Update-Funktion jederzeit um beliebige Funktionalität erweitert werden.

Laut FAQ stehen die Server in Rechenzentren in der Schweiz, Deutschland und Frankreich.[18] Beispielsweise wird www.wuala.com, api.wuala.com und bugs.wuala.com bei der 'Hetzner Online AG' (Deutschland), content.wuala.com bei 'OVH SAS' (Frankreich) und email.wuala.com bei der 'AtrilA GmbH' (Schweiz) betrieben.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Versionshinweise für Windows, OS X und Linux bei wuala.com, abgerufen am 9. August 2013 (teilweise englisch).
  2. Downloadseite für Android bei play.google.com, abgerufen am 31. Oktober 2014 (teilweise englisch).
  3. Vorschauseite für iOS bei itunes.apple.com, abgerufen am 17. Oktober 2014 (teilweise englisch).
  4. Über Wuala - Details zur Historie
  5. LaCie and Wuala Merge to Create a Cloud of Storage Devices
  6. A measurement study of the Wuala on-line storage service
  7. https://support.wuala.com/de/2014/06/umstieg-auf-einen-vollstaendig-kostenpflichtigen-service/
  8. https://www.wuala.com/de/pricing
  9. Meldung vom 16. Dezember 2008 im Blog von wuala.com (englisch), abgerufen am 26. Juni 2013.
  10. Cloud-Hosting Wuala: auf Dateien über API und Weblinks zugreifen Artikel auf netzwertig.com vom 16.Dezember 2008
  11. Wuala API bei wuala.com, abgerufen am 25.April 2014
  12. Pressemitteilung vom 10. September 2012 bei lacie.com, abgerufen am 24. April 2013.
  13. Pressemitteilung vom 9. Juli 2014 bei wuala.com, abgerufen am 19. Juli 2014.
  14. Termination of free storage and storage promotion. Wuala-Team, abgerufen am 29. Oktober 2014 (englisch).
  15. Antwort auf die Frage: "Welche Technologien werden für die Verschlüsselung verwendet?" bei wuala.com, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  16. Publikation des Herstellers über die verschlüsselte Datenstruktur (PDF; 195 kB), abgerufen am 27. Okt. 2013.
  17. Antwort auf die Frage "Enthält Wuala Malware oder Spyware?" bei wuala.com, abgerufen am 24. April 2013.
  18. Antwort auf die Frage "Wo ist der Standort der Server?" bei wuala.com, abgerufen am 27. Oktober 2013.