Wuala
| Wuala | |
|---|---|
Wuala-Logo |
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| Basisdaten | |
| Entwickler | LaCie |
| Aktuelle Version | Strasbourg [1] (4. März 2013) |
| Betriebssystem | Microsoft Windows, Linux, Mac OS X, iOS, Android |
| Kategorie | Online-Festplatte |
| Lizenz | Freeware / Closed Source |
| Deutschsprachig | Ja, mehrere Sprachen |
| http://www.wuala.com | |
Wuala (ausgesprochen wie das französische Wort Voilà) ist ein Cloud-Storage-Dienst aus der Schweiz und basiert auf einer Technologie, die an der ETH Zürich entwickelt wurde. Mit Applikationen für die Plattformen Microsoft Windows, Mac OS X, Linux und Smartphone können Benutzer Dateien auf den Speicher ablegen oder abrufen.
Am 19. März 2009 hat Wuala bekanntgegeben, sich mit dem Computerperipherie-Hersteller LaCie zusammenzuschließen.
Im April 2010 hat Wuala sein Angebot für fünf weitere Sprachen (Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Niederländisch) gestartet. Damit gibt es Wuala jetzt in 11 verschiedenen Sprachen.
Die Daten werden zentral auf den europäischen Servern der LaCie AG gespeichert. Bis Oktober 2011 hat der Dienst die Daten als Dateifragmente dezentral auf den Computern der Teilnehmer verteilt (Peer-to-Peer-Ansatz).
Inhaltsverzeichnis |
Funktionsweise [Bearbeiten]
Wuala basierte bis Anfang Oktober 2011 auf einem dezentral aufgebauten Netzwerk und benutzte, soweit der Benutzer dem zustimmte, die brachliegenden Ressourcen der einzelnen im Wuala-Netzwerk befindlichen Computer als zusätzlichen Speicherplatz. Will man eine Datei zum Beispiel per Drag and Drop auf seine Wuala-Festplatte stellen, so wird diese noch am eigenen Rechner verschlüsselt (mittels eines 256-Bit-AES-Algorithmus). Die Datei wurde daraufhin in mehrere Teile (Fragmente) unterteilt und anschließend so oft im Netzwerk verbreitet, dass eine dauerhafte Verfügbarkeit und Integrität der Datei gewährleistet ist. Das Oktober-Update behält zwar die Aufteilung bei, die Speicherung der Fragmente erfolgt jedoch nur noch im Netzwerk des Unternehmens LaCie AG – nicht mehr im Netzwerk der Teilnehmer.
Neu angemeldete Benutzer erhalten seitens des Herstellers 5 GB an Online-Speicherplatz zur Verfügung gestellt und können zusätzlichen Speicher käuflich erwerben. Der Preis schwankt zwischen 19 € für 10 Gigabyte bis 229 € für 250 Gigabyte pro Jahr. Höhere Kontingente werden auf Anfrage gehandelt.[2]
Für die Authentifizierung der Benutzer im Netzwerk wird der RSA-Algorithmus mit 2048 Bit Schlüssellänge verwendet.
Seit der Wuala-Version vom 7. August 2008 (Build 462 (Windows) bzw. Build 72 (Windows-Version mit neuem Installer)) sowie den entsprechenden Linux- und Mac-OS-X-Versions-Pendants gleichen Datums steht es allen Benutzern frei, den öffentlichen Welt/World-Bereich von Wuala auch ohne eigenen Wuala-Account zu benutzen (Durchsuchen, Lesen). In späteren Wuala-Versionen soll auch ein komplett anonymer Zugriff möglich sein, inklusive der Möglichkeit, Dateien anonym in Wuala hochzuladen.
Seit dem 14. August 2008 ist Wuala für alle öffentlich als „open beta“-Java-Applet über die Wuala-Website direkt aus einem Webbrowser ausführbar.
Seit dem 16. Dezember 2008 sind sämtliche als öffentlich markierte Dateien sowie jene private Ordner, die mit Kennwort freigegeben sind, für jedermann mit entsprechenden URLs über die Website erreichbar. Mit dieser Neuerung ist die Website von www.wua.la nach www.wuala.com umgezogen.[3]
Wuala kann seit der Version vom 9. Januar 2009 manuell auf eine bestimmte festzulegende IP-Adresse konfiguriert werden. Dies ist beispielsweise bei mehreren IP-Adressen pro System nützlich.
Seit einem Update vom 19. August 2010 ist es möglich, Daten über mehrere Computer und Betriebssysteme hinweg zu synchronisieren.
Am 3. Oktober 2011 hat Wuala die Tauschen-Funktion eingestellt und dafür den Basis-Speicher auf 2 GB erhöht. Der getauschte Speicher stand den Nutzern noch bis zum 2. Oktober 2012 kostenlos zur Verfügung.
Die seit dem Start anhaltende Beta-Phase wurde mit der Implementation von BLOB-Speicher, einem Systemupdate und dem Start von Wuala Business am 10. September 2012 beendet.[4]
Sicherheit [Bearbeiten]
Da das Programm Closed Source ist, kann die Sicherheit nicht von jedermann durch ein Audit festgestellt werden. Auf der FAQ-Seite wird behauptet, dass das Programm keine Spyware enthält.[5] Außerdem existiert eine Publikation des Herstellers,[6] die sich auf die kryptografischen Funktionen hinter der Software bezieht. Hieraus und aus externen Testberichten wird ersichtlich, dass nur bereits auf dem Quellcomputer verschlüsselte Inhalte übermittelt werden und grundsätzlich keine unverschlüsselten Inhalte [7].
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website
- PcBeirat.de: Wuala erklärt
- Detaillierte Informationen und Testbericht über Wuala
- Umfassender Test und Hintergründe zu Wuala
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Versionshinweise mit Freigabedatum bei wuala.com, abgerufen am 24. April 2013
- ↑ Preise bei wuala.com, abgerufen am 24. April 2013
- ↑ Meldung zum Update im Blog von wuala.com (englisch), abgerufen am 24. April 2013
- ↑ Pressemitteilung vom 10. September 2012 bei lacie.com, abgerufen am 24. April 2013
- ↑ Antwort auf die Frage "Enthält Wuala Malware oder Spyware?" bei wuala.com, abgerufen am 24. April 2013
- ↑ Publikation des Herstellers über die verschlüsselte Datenstruktur (PDF; 195 kB)
- ↑ [1]