Wunderlist

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Wunderlist
Wunderlist.png
Entwickler 6Wunderkinder
Aktuelle Version 3.0[1]
(31. Juli 2014)
Betriebssystem Android, iOS, Windows Phone 8.1 Windows, Linux, Mac OS X
Kategorie Produktivität
Lizenz Freeware
Deutschsprachig ja
www.wunderlist.com

Wunderlist ist eine kostenlose Software zur Verwaltung von Notizen und Aufgaben, die im November 2010 erstmals veröffentlicht wurde und in über 20 Sprachen erhältlich ist.[2] Mit fünf[3] Millionen Nutzern und 13,5 Millionen erstellten Listen ist sie die beliebteste GTD-Anwendung für Apple iOS, zudem war sie Juni 2011 die iPhone App der Woche in 104 Ländern.[4][5] Wunderlist wurde von der 6Wunderkinder GmbH mit Sitz in Berlin entwickelt, an der Atomico, die e42 GmbH, T-Venture sowie der High-Tech Gründerfonds beteiligt waren.[6]


2013 konnte das Berliner Startup mit Sequoia einen bedeutenden US-Investor gewinnen. 6Wunderkinder war das erste Investment in Deutschland und ein wichtiges Zeichen für die wachsende Internet-Szene in Berlin.[7]

Funktionen[Bearbeiten]

Screenshot der Wunderlist 3.0 App unter Windows Phone
  • Sinn und Zweck der Anwendung Wunderlist ist es, eine Liste offener Punkte zu verwalten.[8]
  • Einträge können hierarchisch, alphabetisch oder nach Datum sortiert werden. Erinnerungen sind möglich.
  • Aufgaben werden mit einer Beschreibung in Textform versehen, Bilder können seit Version 3 angehängt werden.
  • Wunderlist gleicht alle eingegebenen Daten über die Geräte ab, auf denen ein Nutzer angemeldet ist.
  • Durch die Integration von Open Graph und lokaler Adressbücher können Freunde eingeladen werden, an der Bearbeitung einer Aufgabe teilzunehmen.

Geschichte[Bearbeiten]

2009 rief Christian Reber auf XING nach Mitstreitern zur Entwicklung einer neuen To-Do-App auf. Frank Thelen antwortete und gemeinsam entwickelten Reber und Thelen in der Folge die Idee zur Aufgabenverwaltung Wunderlist. Das benötigte Startkapital wurde vom High-Tech Gründerfonds und der e42 GmbH in Höhe von 500.000 EUR bereitgestellt.[9] Die erste Version von Wunderlist wurde im Herbst 2010 veröffentlicht. Das Programm war zunächst nur für Desktop-PCs und die Betriebssysteme Windows, Linux und Mac OS X erhältlich. Erst im Dezember 2011 folgte die Freigabe der App für das iPhone.[10] Anschließend gaben die Entwickler im Februar 2011 eine Variante für das iPad unter der Bezeichnung Wunderlist HD frei.[11]

Im September 2012 kündigten die Entwickler an, den Online-Dienst Wunderkit einzustellen und stattdessen eine neue Version von Wunderlist veröffentlichen zu wollen.[12] Diese wurde schließlich am 18. Dezember 2012 unter der Bezeichnung Wunderlist 2 freigegeben. Die bedeutendste Änderung im Vergleich zum Vorläufer war die Bereitstellung nativer Apps, die dadurch besser an die Betriebssysteme Android, iOS und Windows Phone angepasst werden konnten. Außerdem wurde ein sogenannter Activity Center eingeführt, in dem alle Aktivitäten und Mitteilungen des Nutzers zusammengefasst werden.[13]

Wunderkit[Bearbeiten]

Im Januar 2012 wurde die erste Beta-Version von Wunderkit veröffentlicht, das eine Abwandlung von Wunderlist darstellte. Der Online-Dienst war darauf ausgelegt, die Aufgaben mehrerer Personen in Form von Projekten zu synchronisieren, ähnlich einer klassischen Projektverwaltungssoftware. Die Anmeldung war mittels Facebook, Twitter oder einer Registrierung möglich.[14] Im Februar 2012 wurden Apps für den Zugriff auf Wunderkit von mobilen Endgeräten veröffentlicht.

Die grundlegenden Funktionen von Wunderkit waren kostenlos. Zusätzlich existierte ein sogenannter Pro-Tarif, der für 4,99 US-Dollar beispielsweise einen verbesserten Support und eine gemeinsame Abrechnung mehrerer Benutzer ermöglichte.[15] Nach anhaltender Kritik an der Gebührenpflicht wurde im Februar 2012 beschlossen, alle Funktionen von Wunderkit in der finalen Version kostenlos zur Verfügung zu stellen.[16]

Kritik[Bearbeiten]

Für die Entwicklung der ersten Version von Wunderlist wurde das Framework Titanium eingesetzt.[17] Obwohl damit ein einheitlicher Funktionsumfang auf allen Betriebssystemen sichergestellt wurde, führte seine Verwendung zu Problemen. Beispielsweise wies die iPhone-App Wunderlist viele Programmfehler auf und stürzte häufig ab.[18]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wunderlist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wunderlist 3 is here. 6Wunderkinder, abgerufen am 1. August 2014 (englisch).
  2. iTunes Vorschau von Wunderlist. In: App Store. Apple, 18. Dezember 2012, abgerufen am 20. Dezember 2012.
  3. Wunderlist verzeichnet 5 Millionen Nutzer und bekommt Kommentar-Funktion. Abgerufen am 26. September 2013.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMartin Weigert: Der steile Aufstieg eines Taskmanagers. In: Netzwertig. 4. Februar 2011, abgerufen am 13. Januar 2013.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWunderlist 2 - Fact Sheet. In: Wunderlist Press Kit. 6Wunderkinder, 17. Dezember 2012, abgerufen am 14. Januar 2013 (ZIP, 33,1 MB groß).
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatProfil von 6Wunderkinder. In: Gründerszene. Abgerufen am 29. Juli 2014.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWhy Sequoia Bet $19 Million On Berlin's Wunderlist. Abgerufen am 29. Juli 2014.
  8. Matthias Kremp: Vorgestellt: Die besten Android-Apps. In: Spiegel Online. 24. April 2012, abgerufen am 15. Januar 2013.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Format6 Wunderkinder – die Berliner App-Shootingstars im Porträt. Abgerufen am 29. Juli 2014.
  10. Wunderlist für iPhone. In: App Store. Apple Inc., abgerufen am 16. Januar 2013 (englisch).
  11. Leo Becker: Aufgabenverwaltung Wunderlist als iPad-App. In: Mac & i. Heise Zeitschriften Verlag, 23. Februar 2011, abgerufen am 15. Januar 2013.
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatYvonne Ortmann: 6Wunderkinder bringen Wunderlist 2 heraus – Wunderkit wird eingestellt. In: t3n Magazin. 6. September 2012, abgerufen am 14. Januar 2013.
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatYvonne Ortmann: Wunderlist 2 ist da. In: t3n Magazin. 18. Dezember 2012, abgerufen am 14. Januar 2013.
  14. Markus Franz: Im Beta-Test: Wunderkit unterstützt gemeinsame Projekte. In: Netzwelt. 30. Januar 2012, abgerufen am 15. Januar 2013.
  15. Wunderkit startet öffentliche Beta & gibt Preise bekannt! In: AppForThat. 1. Februar 2012, abgerufen am 15. Januar 2013.
  16. Andreas Floemer: Wunderkit: 6Wunderkinder ändern Preismodell. In: t3n Magazin. 16. Februar 2012, abgerufen am 15. Januar 2013.
  17. Why Titanium. In: Wunderlist Blog. 6Wunderkinder, 5. Juni 2012, abgerufen am 15. Januar 2013 (englisch).
  18. Dieter Petereit: Wunderlist – Hype, Anspruch und Wirklichkeit der Aufgaben-App. In: t3n Magazin. 15. März 2011, abgerufen am 15. Januar 2013 (vgl. zweites Bild).