Wuppertaler SV

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Wuppertaler SV
Vereinswappen des Wuppertaler SV
Voller Name Wuppertaler Sport-Verein e. V.
Ort Wuppertal, Nordrhein-Westfalen
Gegründet 8. Juli 1954
Vereinsfarben rot-blau
Stadion Stadion am Zoo
Plätze 23.067[1]
Präsident nicht besetzt[2]
Vorstand Alexander Eichner (Vorsitz)
Lothar Stücker (Finanzen)
Achim Weber (Sport)[2]
Trainer vakant
Homepage www.wuppertalersv.com
Liga Oberliga Niederrhein
Landesliga Niederrhein (II.)
2012/13 15. Platz (Regionalliga West)
7. Platz (II.) (Niederrheinliga)
Heim
Auswärts

Der Wuppertaler Sportverein (kurz: WSV; bis 2013 Wuppertaler SV Borussia) ist ein Sportverein aus Wuppertal. Überregional bekannt ist insbesondere seine Fußballballabteilung, jedoch bestehen auch Abteilungen für Handball, Boxen, Leichtathletik und Gymnastik.

Der bislang größte Erfolg des Fußballabteilung ist der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga 1972 sowie die Teilnahme am UEFA-Cup im darauffolgenden Jahr. In den drei Jahren der Erstklassigkeit stellte der WSV mit Günter Pröpper einen der besten Stürmer dieser Zeit. Der Tiefpunkt folgte 2013 mit der Beantragung einer Insolvenz und einem damit einhergehenden Abstieg aus der vierten Liga.

Der Verein ist mit etwa 1200 Mitgliedern (Stand 2012) der drittgrößte Sportverein der Stadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünge des Vereins[Bearbeiten]

Wappen des SSV 04 Wuppertal und des TSG Vohwinkel 80

Gegründet wurde der Verein am 8. Juli 1954 durch eine Fusion des SSV 04 Wuppertal aus dem Stadtteil Elberfeld und der seinerzeit erfolgreicheren TSG Vohwinkel 80 aus dem gleichnamigen Stadtteil. Dabei brachten die Vohwinkler das Rot und die Elberfelder das Blau in die Farben des neuen Vereines ein.

Die Vereinigung zwischen den als vermögender angesehenen „Speckjägern“ aus Elberfeld, deren Vereinsgeschichte rund ein halbes Jahrhundert vorher als Bergischer Wintersportverein begann, und den „Füchsen“, die knapp vor ihrem 75-jährigen Vereinsjubiläum standen, war umstritten, wenngleich deren Fußballmannschaften schon vorher gelegentlich bei Privatspielen als Kombination auftraten und so beispielsweise Manchester City mit 2:1 bezwangen. Dem Oberbürgermeister Heinrich Schmeißing werden für seine diplomatischen Bemühungen große Verdienste um die Fusion zugesprochen.

1991 wurde Friedhelm Runge zum Präsidenten gewählt und führte den Verein in dieser Funktion bis zu seinem Rücktritt Anfang 2013 über 21 Jahre.

Wappen des Sportvereins Borussia Wuppertal

Im März 2004 wurde die Fusion der beiden führenden Wuppertaler Fußballvereine, des Wuppertaler SV und des SV Borussia Wuppertal, effektiv zum 1. Juli 2004 beschlossen. Borussia Wuppertal war 1976 aus einem Zusammenschluss von SV Germania 1907 Wuppertal und VfL 1912 Wuppertal hervorgegangen und war bis 2001 in der Regel fünftklassig gewesen, hatte aber bis 2004 für drei Jahre, davon zwei parallel mit dem WSV, in der vierten Liga gespielt. Farben und Wappen blieben nach der Fusion die des Wuppertaler SV; die blau-gelben Insignien der alten Borussia verschwanden. Seitdem hieß der Verein Wuppertaler SV Borussia, ehe der Zusatz Borussia auf der Mitgliederversammlung am 24. Mai 2013 mit großer Mehrheit wieder abgewählt wurde, nachdem er in Fankreisen aufgrund mangelnden Identifikationspotentials stets umstritten gewesen und auf Mitgliederversammlungen mehrfach thematisiert worden war.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten]

Vor 1945 – kurze Jahre in der Gauliga[Bearbeiten]

Die späteren Fusionspartner SSV Wuppertal und TSG Vohwinkel konnten vor Ende des Zweiten Weltkrieges keine besonderen Erfolge feiern. Lediglich der SSV klopfte zeitweise an größere Ziele an.

Ab der Saison 1936/37 verbrachte der SSV Wuppertal (bis 1938 SSV Elberfeld) insgesamt fünf Spielzeiten in der Gauliga Niederrhein, der damals mit 15 weiteren Gauligen höchsten deutschen Spielklasse.

Nach dem erstmaligen Aufstieg, konnte sich der SSV für zunächst vier Jahre in der Gauliga halten, musste sich aber mit Plätzen im Mittelfeld begnügen. Der erste Platz, der zur Teilnehme an der deutschen Meisterschaft berechtigt hätte, war jederzeit in weiter Ferne.

In der ersten Kriegssaison folgte schließlich der Abstieg in die Zweitklassigkeit. In jenem Jahr war der SSV chancenlos und verließ die Liga mit nur 6:30 Punkten auf dem vorletzten Platz.

Doch lange mussten die Wuppertaler nicht auf einen Wiederaufstieg warten. Schon im nächsten Jahr schafften sie den Sprung zurück ins deutsche Oberhaus. Diesem ließ die Elberfelder Elf die beste Platzierung ihrer Vereinsgeschichte folgen. Sie belegten den dritten Platz und waren nur drei Punkte vom großen Wurf, der Qualifikation zur deutschen Meisterschaft, entfernt. In einer insgesamt sehr engen Liga standen die bergischen sogar vor den späteren Erzrivalen von Rot-Weiss Essen (Vierter) und Fortuna Düsseldorf (als Neunter abgestiegen).

Größere Taten konnten die Mannen des SSV Wuppertal nicht folgen lassen, denn wie auch viele andere Mannschaften wurden sie stark vom Zweiten Weltkrieg geschwächt und konnten in der Saison 1942/43 keine Mannschaft mehr auf die Beine stellen.

Der SSV Wuppertal in der Gauliga Niederrhein[Bearbeiten]
Saison Rang Punkte Tore Spiele Aufstieg/Abstieg
1936/37 7 16:20 36:43 18
1937/38 5 18:18 29:20 18
1938/39 6 15:21 37:49 18
1939/40 9 6:30 19:42 18 Abstieg
1941/42 3 23:13 46:35 18
1942/43 10 0:0 0:0 0 Rückzug

Oberliga-Ära[Bearbeiten]

Historisches WSV-Wappen (1954 bis 1974)

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die TSG Vohwinkel zunächst der erfolgreichere Verein, war bereits 1945/46 in der damals erstklassigen Bezirksmeisterschaftsrunde Berg-Mark vertreten und wurde 1947 Gründungsmitglied der damals wiederum erstklassigen Fußball-Oberliga West. In den ersten beiden Spieljahren konnte bei jeweils 13 Ligateilnehmern der 10. und der 7. Platz erreicht werden. Nach drei Spielzeiten musste Vohwinkel allerdings als 14. von nunmehr 16 Klubs in die 2. Liga West absteigen. Währenddessen durfte sich der SSV Wuppertal unter Trainer Fritz Szepan, dem großen Schalker, 1948 eines Aufstieges in die Zweite Liga erfreuen. Ein weiterer früherer Nationalspieler, der den SSV trainierte, war ab 1950 Herbert Pohl.

Nach der Fusion zum Wuppertaler SV gelang diesem 1955 mit der souveränen Zweitligameisterschaft der erneute Oberliga-Aufstieg. Nach einem 10. und einem 9. Platz folgte im dritten Jahr der 15. und damit vorletzte Platz, der den Abstieg bedeutete.

Unter Trainer Robert „Zapf“ Gebhardt gab es 1962 ein Comeback, als man zur letzten Oberligasaison vor Einführung der Bundesliga den Wiederaufstieg schaffte. Der WSV schloss erneut als Vorletzter ab; dennoch erreichten die Rot-Blauen das Halbfinale im DFB-Pokal 1963, unterlagen dort aber im überfüllten Stadion am Zoo vor fast 40.000 Zuschauern dem späteren Pokalsieger Hamburger SV um Uwe Seeler unglücklich mit 0:1.

Der große Star des Vereins in jener Ära war Horst Szymaniak, Teilnehmer der Weltmeisterschaften von 1958 und 1962, der von 1955 bis 1959 bei den Bergischen spielte und 1956 seine erste Länderspieleinladung erhielt. Ohne Zweifel ist der spätere Italienprofi der größte Spieler in der Geschichte des Vereins. Bis heute ist er auch der einzige deutsche A-Nationalspieler aus den Reihen der Rot-Blauen.

In der Bilanz jener Ära wurde der Wuppertaler SV einschließlich seines Vorgängers in der Ewigen Tabelle der Oberliga West 20. von 29 Vereinen.

TSG Vohwinkel von 1947 bis 1954[Bearbeiten]
Saison Liga Rang Punkte Tore Spiele Aufstieg/Abstieg
1947/48 Oberliga West (I) 10 19:29 33:48 24
1948/49 Oberliga West (I) 7 23:25 41:51 24
1949/50 Oberliga West (I) 14 21:39 42:68 30 Abstieg
1950/51 2. Liga West Gruppe 2 (II) 4 33:27 62:49 30
1951/52 2. Liga West Gruppe 2 (II) 2 37:19 51:33 28
1952/53 2. Liga West (II) 4 41:19 61:36 30
1953/54 2. Liga West (II) 12 25:35 40:48 30
SSV Wuppertal von 1947 bis 1954[Bearbeiten]
Saison Liga Rang Punkte Tore Spiele Aufstieg/Abstieg
1947/48 1. Amateurliga (III) 1 Aufstieg
1948/49 Landesliga Niederrhein (II) 4 28:16 53:27 22 Qualifikation zur 2. Liga West
1949/50 2. Liga West Gruppe 1 (II) 3 40:20 55:32 30
1950/51 2. Liga West Gruppe 2 (II) 2 40:20 77:42 30
1951/52 2. Liga West Gruppe 2 (II) 4 32:24 68:50 28
1952/53 2. Liga West (II) 14 21:39 47:68 30
1953/54 2. Liga West (II) 14 23:37 34:56 30

Zweitklassigkeit in der frühen Bundesliga-Ära – Regionalliga West[Bearbeiten]

In der zweitklassigen Regionalliga West gelang es dem Wuppertaler SV sofort, sich an der Spitze zu etablieren: Bereits in der ersten Saison wurde er Zweiter, und mit Ausnahme der Spielzeit 1967/68 (Platz 15) gehörte er stets zur Spitzengruppe.

Zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde reichte es aber nur 1971/72, als er mit 60:8 oder, nach heutiger Zählweise, 88 von 102 möglichen Punkten souveräner Meister der Regionalliga West geworden war, wobei allein Günter „Meister“ Pröpper 52 der 111 Tore erzielte. Der WSV gewann in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga alle acht Partien – eine in der von 1964 bis 1974 währenden Geschichte der Aufstiegsrunde einmalige Leistung.

Die Mannschaft unter Trainer Horst Buhtz:

Manfred Müller
Manfred Cremer, Erich Miß, Emil Meisen, Manfred Reichert
Bernd Hermes, Herbert Stöckl, Jürgen Kohle (oder Detlef Webers)
Gustav Jung, Günter Pröpper, Heinz-Dieter Lömm.

Von 1972 bis 1975 – Bundesliga – und das größte Jahr des Wuppertaler Fußballs[Bearbeiten]

Der WSV belegte in seinem ersten Jahr im fußballerischen Oberhaus einen vielbeachteten vierten Platz, der die Qualifikation zum UEFA-Pokal bedeutete. Pröpper stellte auch hier seine Klasse unter Beweis und wurde mit 21 Toren Dritter der Torschützenliste; nur die legendären Gerd Müller und Jupp Heynckes trafen in dieser Saison häufiger.

In der ersten Runde des UEFA-Pokal 1973/74 zeigte sich aber, dass die Bäume für den WSV nicht in den Himmel wachsen würden. Der allgemein als schlagbar betrachtete Gegner Ruch Chorzów aus Polen sorgte bereits im Hinspiel mit einem 4:1 für klare Verhältnisse. Das Rückspiel im bislang einzigen Europapokalspiel im Stadion am Zoo zog gerade noch 13.000 Zuschauer an. Die Aufholjagd, in welcher der WSV einen 1:3-Rückstand noch in einen 5:4-Sieg umbog, hätte wohl größeren Zuspruch verdient, bedeutete aber trotz allem das Aus.

In der Bundesliga wurde in dieser Spielzeit Heinz-Dieter Lömm zum großen Helden. Sein Tor in der 82. Minute des letzten Spieltages in Stuttgart sicherte den Bergischen aufgrund der besseren Tordifferenz ein weiteres Jahr in der deutschen Eliteliga.

1974/75 musste sich die als überaltert angesehene Mannschaft aber als weit abgeschlagenes Schlusslicht in die 2. Bundesliga verabschieden. Der Wuppertaler SV erreichte in dieser Spielzeit nur zwölf Punkte, und damit nur vier mehr als der SC Tasmania 1900 Berlin in dessen Saison der Negativrekorde. Damit manifestierte sich der Klub als zweitschlechtester Bundesligaabsteiger aller Zeiten.

Vielleicht die letzte große Erinnerung aus jener kurzen, goldenen Zeit des WSV ist der 3:1-Erfolg am 5. Spieltag der Abstiegssaison über den FC Bayern München um Franz Beckenbauer, der damals den Weltfußball dominierte, im nationalen Vergleich aber nur auf Sparflamme kochte.

Von 1975 bis 2013[Bearbeiten]

Der Wuppertaler SV konnte nach dem Abstieg aus der Bundesliga für weitere fünf Jahre wenigstens noch die Zweitklassigkeit aufrechterhalten.

In der Saison 1976/77 konnte sogar noch einmal an einen Wiederaufstieg angeklopft werden, doch durch unnötige Punktverluste konnte der Abstand auf Platz zwei, der zur Teilnahme am Relegationsspiel berechtigt hätte, nie auf weniger als zwei Punkte verringert werden. Besonders schwer wog das 1:1-Unentschieden am 34. von 38 Spieltagen gegen den direkten Konkurrenten Arminia Bielefeld im eigenen Stadion. Man konnte sich sogar noch glücklich schätzen, da der Bielefelder Christian Sackewitz die Gastmannschaft in der 85. Minute in Front brachte. WSV-Stürmer Rainer Budde glich zwar nur eine Minute später aus, doch der dringend benötigte Siegtreffer blieb aus. Somit belegte man in der Abschlusstabelle den dritten Platz, drei Punkte hinter den Ostwestfalen.

Seither ist der WSV vornehmlich in der dritten Liga anzutreffen, wenngleich noch einmal, Anfang der 90er-Jahre, ein kurzer Ausflug in die 2. Bundesliga gelang. Andererseits musste man aber um die Jahrtausendwende vier lange Jahre in der vierten Spielklasse verbringen. Diese Zeit lag den Wuppertalern besonders schwer im Magen, war doch in der Saison 1998/99 sportlich alles im grünen Bereich. Grund für den Abstieg war hingegen die Nichtbezahlung von Berufsgenossenschaftsbeiträgen, für die der Vorstand des WSV stark kritisiert wurde.

Der Wiederaufstieg wurde im ersten Jahr von einer Aufstiegsrunde und im zweiten und dritten Jahr von den Amateurmannschaften Bayer 04 Leverkusens und des 1. FC Köln vereitelt, die den WSV, teils äußerst knapp, teils deutlich, distanzierten.

Nachdem letztendlich der Aufstieg in die drittklassige Regionalliga Nord gelang, wurde fünf Jahre vergeblich versucht in die 2. Bundesliga aufzusteigen. In der Saison 2006/07 trennten die Wuppertaler gar nur 20 Minuten von der langerwarteten Rückkehr in den Profifußball. Im Spiel gegen Kickers Emden stand es bis dorthin durch Tore von Mike Rietpietsch und Tobias Damm 2:1 für die Heimmannschaft, doch deren Kräfte schwanden und unter anderem ein Eigentor von Michael Stuckmann drehten das Spiel noch zu einem 2:4-Auswärtssieg für die Ostfriesen. Jedoch drehte auch der VfL Osnabrück noch seine Heimpartie, wodurch der WSV selbst im Falle eines Sieges den Aufstieg verpasst hätte.

In der Saison 2007/08 verpasste man den groß angekündigten Aufstieg ebenfalls und musste sich mit der Qualifikation zur neuen, eingleisigen 3. Liga begnügen.

Vollkommen enttäuschend verlief jene Spielzeit jedoch nicht, denn im DFB-Pokal qualifizierte sich der Wuppertaler SV nach Siegen über den FC Erzgebirge Aue (5:4 n. E.) und Hertha BSC (2:0) für das Achtelfinale, in welchem er gegen den FC Bayern München mit 2:5 ausschied. Das Spiel in der Gelsenkirchener Veltins-Arena war mit 61.482 Zuschauern ausverkauft und stellte somit einen neuen vereinsinternen Zuschauerrekord auf. Nach 1963 war dies die zweitbeste DFB-Pokal-Saison des WSV.

In der neugegründeten 3. Liga, der dritthöchsten deutschen Profi-Liga, konnte in der Saison 2008/09 jedoch erst am vorletzten Spieltag der Klassenerhalt gesichert werden. Schon in der darauffolgenden Spielzeit musste der Abstieg in die Regionalliga West hingenommen werden.

Seit der Saison 2010/11 spielt der WSV in der viertklassigen Regionalliga West. Die zweite Mannschaft spielt in der Niederrheinliga. Aufgrund ausbleibender sportlicher Erfolge und unerreichter Zielsetzungen gab Präsident Runge noch vor der Winterpause der Saison 2012/13 allen Spielern die Möglichkeit, den Verein auch trotz laufender Verträge zu verlassen. Zudem wurde ein künftiger Rückzug aus der Regionalliga nicht ausgeschlossen.[3]

Nur wenige Wochen nach dieser Pressemeldung gab Friedhelm Runge zudem bekannt, von seinem Posten als Vereinsvorsitzender zum 12. Januar 2013 zurückzutreten. Damit reagierte er auf anhaltende Anfeindungen seitens der Fanszene sowie eine zunehmend kritische Berichterstattung. Zudem war von mehr als 200 Wuppertaler Fans eine Rücktrittsaufforderung unterzeichnet worden. Als Folge dieser Entscheidung traten auch Finanzvorstand Lothar Stücker und Verwaltungsratsmitglied Dietmar Grabotin mit sofortiger Wirkung zurück.[4]

Die Ära nach Runge[Bearbeiten]

Anfang März 2013 ist der Remscheider Unternehmer Klaus Mathies zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt worden. Zweiter Vorsitzender wurde der bisherige Manager Tobias Gebert. Beide sollten bis zur nächsten Jahreshauptversammlung gegen Ende des Jahres im Amt bleiben.[5] Am 6. Mai 2013 ist Tobias Gebert allerdings von seinem Amt als Zweiter Vorsitzender zurückgetreten.[6]

Bei der am 24. Mai 2013 einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden alle von der Initiative WSV 2.0 aufgestellten Personen in den Verwaltungsrat des Vereins gewählt. Der einzige nicht der Initiative angehörige Kandidat erhielt deutlich weniger Stimmen und verpasste einen Einzug in den Verwaltungsrat. Zusätzlich wurde bei dieser Mitgliederversammlung mit überwältigender Mehrheit das bei den Fans unbeliebte „Borussia“ aus dem Vereinsnamen gestrichen.[7] Aus der Mitgliederversammlung ging zudem hervor, dass der jahrelange Hauptsponsor EMKA, den Runge als EMKA-Geschäftsführer und WSV-Präsident zum Verein gebracht hatte, ab der Saison 2013/14 nicht mehr für ein Sponsoring zur Verfügung steht.[8]

Kurz darauf fanden zudem Wahlen für den neuen Vorstand statt. Der bisherige Präsident Klaus Mathies hatte gegenüber dem Verwaltungsratsvorsitzenden Stefan Kirschsieper seinen Rücktritt erklärt und machte Platz für die Kandidaten der Initiative WSV 2.0, die bereits den Verwaltungsrat des Vereins stellt. Als Vorstandsvorsitzender wurde Alexander Eichner gewählt, ihm zur Seite stehen Finanzvorstand Lothar Stücker und Sportvorstand Achim Weber. Auf einen Präsidenten wird künftig verzichtet.[2]

Auf einer Pressekonferenz am 4. Juni wurde bekannt gegeben, dass der Verein wegen Zahlungsunfähigkeit eine Insolvenz beantragt hat. Das Amtsgericht Wuppertal gab am 1. Juli die Eröffnung des Insolvenzverfahrens bekannt.[9] Der Plan des Vorstands sah einen Neuanfang in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein[10], mit einem Kader aus reinen Amateurspielern vor. Die Zweitvertretung des WSV wurde dadurch in die Landesliga Niederrhein versetzt. Am 7. Juni wurde Peter Radojewski erneut als Cheftrainer der ersten Mannschaft vorgestellt.[11] Nach einer 1:3-Niederlage gegen die Sportfreunde Baumberg und die damit dritte Niederlage in Serie wurde Radojewski am 16. Februar 2014 von seinen Aufgaben entbunden.[12]

Abteilungen[Bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten]

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Der Mittelstürmer Günter „Meister“ Pröpper, beim WSV von 1970 bis 1979, ist das Aushängeschild der letzten großen Glanzzeit der bergischen Löwen und sicherlich auch der populärste Spieler aller Zeiten des Vereines. Wohl auch wegen des seinerzeitigen Überangebotes von Weltklassestürmern in Deutschland blieb ihm die Berufung in die Nationalelf verwehrt. In der Bundesliga erzielte er in 87 Einsätzen 39 Tore für den WSV. Nach Pröpper ist auch das Vereinsmaskottchen „Pröppi" benannt.

„Schimmi“ im Jahr 2000

Der aus Oer-Erkenschwick – von dort war etwas später auch Torhüter Helmut Domagalla zum WSV gekommen – stammende Außenläufer Horst „Schimmi“ Szymaniak, beim WSV von 1955 bis 1959, war als zweifacher WM-Teilnehmer der wohl bedeutendste Spieler, der für den Verein auflief. Er war auch der einzige Wuppertaler Spieler, der während seiner Zeit beim WSV zum Nationalspieler avancierte. In seiner Zeit in Wuppertal spielte er 20 Mal im Adlerdress und erhielt insgesamt 43 Berufungen. 1964 gewann er mit Inter Mailand den Europapokal der Landesmeister.

Ferner verdienen Beachtung:

Platzierungen seit 1954[Bearbeiten]

Saison Liga Rang Punkte Tore Spiele Aufstieg/Abstieg DFB-Pokal
1954/55 2. Liga West (II) 1 42:14 65:27 28 Aufstieg
1955/56 Oberliga West (I) 10 27:33 43:62 30
1956/57 Oberliga West (I) 9 30:30 41:52 30
1957/58 Oberliga West (I) 15 23:37 46:60 30 Abstieg
1958/59 2. Liga West (II) 5 34:26 72:50 30
1959/60 2. Liga West (II) 3 41:19 73:44 30
1960/61 2. Liga West (II) 9 31:29 65:47 30 Achtelfinale
1961/62 2. Liga West (II) 2 43:17 68:29 30 Aufstieg
1962/63 Oberliga West (I) 15 20:40 43:66 30 Abstieg Halbfinale
1963/64 Regionalliga West (II) 2 52:24 66:36 38 1. Runde
1964/65 Regionalliga West (II) 6 36:32 54:52 34
1965/66 Regionalliga West (II) 5 37:31 49:43 34
1966/67 Regionalliga West (II) 7 38:30 49:41 34
1967/68 Regionalliga West (II) 15 28:40 31:51 34
1968/69 Regionalliga West (II) 5 40:28 46:41 34
1969/70 Regionalliga West (II) 3 46:22 71:39 34 Achtelfinale
1970/71 Regionalliga West (II) 3 55:13 81:27 34 Achtelfinale
1971/72 Regionalliga West (II) 1 60:8 111:23 34 Aufstieg 1. Runde
1972/73 Bundesliga (I) 4 40:28 62:49 34 Achtelfinale
1973/74 Bundesliga (I) 16 25:43 42:65 34 Achtelfinale
1974/75 Bundesliga (I) 18 12:56 32:86 34 Abstieg 1. Runde
Saison Liga Rang Punkte Tore Spiele Aufstieg/Abstieg DFB-Pokal
1975/76 2. Bundesliga Nord (II) 5 45:31 76:53 38 2. Runde
1976/77 2. Bundesliga Nord (II) 3 47:29 81:55 38 1. Runde
1977/78 2. Bundesliga Nord (II) 11 36:40 56:59 38 1. Runde
1978/79 2. Bundesliga Nord (II) 17 30:46 46:57 38 1. Runde
1979/80 2. Bundesliga Nord (II) 20 16:60 35:84 38 Abstieg 1. Runde
(A: 1. Runde)
1980/81 Oberliga Nordrhein (III) 3 39:25 50:31 32 1. Runde
1981/82 Oberliga Nordrhein (III) 6 38:30 66:56 34 2. Runde
1982/83 Oberliga Nordrhein (III) 9 31:33 54:56 32
1983/84 Oberliga Nordrhein (III) 3 43:21 66:45 32
1984/85 Oberliga Nordrhein (III) 6 42:26 65:47 34
1985/86 Oberliga Nordrhein (III) 12 28:36 39:47 32 1. Runde
1986/87 Oberliga Nordrhein (III) 11 34:34 44:40 34
1987/88 Oberliga Nordrhein (III) 3 43:25 55:32 34
1988/89 Oberliga Nordrhein (III) 3 51:21 68:33 36
1989/90 Oberliga Nordrhein (III) 1 50:18 53:22 34
1990/91 Oberliga Nordrhein (III) 3 44:22 67:44 32
1991/92 Oberliga Nordrhein (III) 1 48:12 66:19 30 Aufstieg
1992/93 2. Bundesliga (II) 13 45:47 55:50 46 2. Runde
1993/94 2. Bundesliga (II) 18 31:45 44:52 38 Abstieg 2. Runde
1994/95 Regionalliga West/Südwest (III) 5 40:28 63:43 34 2. Runde
1995/96 Regionalliga West/Südwest (III) 4 65 57:42 36
Saison Liga Rang Punkte Tore Spiele Aufstieg/Abstieg DFB-Pokal
1996/97 Regionalliga West/Südwest (III) 6 51 46:40 34
1997/98 Regionalliga West/Südwest (III) 12 43 49:58 34
1998/99 Regionalliga West/Südwest (III) 8 53 62:54 32 Zwangsabstieg
1999/00 Oberliga Nordrhein (IV) 1 61 60:28 30 1. Runde
2000/01 Oberliga Nordrhein (IV) 2 71 60:31 34 1. Runde
2001/02 Oberliga Nordrhein (IV) 2 70 73:37 34
2002/03 Oberliga Nordrhein (IV) 1 75 77:22 32 Aufstieg
2003/04 Regionalliga Nord (III) 4 62 49:37 34
2004/05 Regionalliga Nord (III) 5 54 46:48 36
2005/06 Regionalliga Nord (III) 8 51 41:42 36 1. Runde
2006/07 Regionalliga Nord (III) 5 57 59:49 36
2007/08 Regionalliga Nord (III) 6 58 60:50 36 Qualifikation zur 3. Liga Achtelfinale
2008/09 3. Liga (III) 14 45 36:45 38
2009/10 3. Liga (III) 20 38 40:61 38 Abstieg
2010/11 Regionalliga West (IV) 8 50 52:59 34
2011/12 Regionalliga West (IV) 5 57 68:49 36
2012/13 Regionalliga West (IV) 15 46 52:55 38 Zwangsabstieg (Insolvenz)
2013/14 Oberliga Niederrhein (V)

Trainer[Bearbeiten]

Amtszeit Name Liga
07/1954 – 06/1956 Raymond Schwab 2. Liga West/OL West
07/1956 – 04/1957 Edmund Conen Oberliga West
04/1957 – 05/1957 Walter Werner Oberliga West
05/1957 – 05/1958 Jupp Schmidt Oberliga West
06/1958 – 03/1959 Emil Melcher OL West/2. Liga West
03/1959 – 06/1961 Willibald Kreß 2. Liga West
07/1961 – 06/1965 Robert Gebhardt 2. Liga West/OL West/RL West
07/1965 – 09/1967 Adi Preißler Regionalliga West
09/1967 – 06/1968 Kuno Klötzer Regionalliga West
07/1968 – 10/1974 Horst Buhtz Regionalliga West/BL
10/1974 – 06/1975 János Bédl Bundesliga
07/1975 – 06/1976 Diethelm Ferner 2. Bundesliga Nord
07/1976 – 06/1977 Herbert Burdenski 2. Bundesliga Nord
07/1977 – 11/1977 Erhard Ahmann 2. Bundesliga Nord
11/1977 – 02/1978 Herbert Burdenski 2. Bundesliga Nord
02/1978 – 11/1979 Bernd Hoss 2. Bundesliga Nord
11/1979 – 01/1980 Rolf Müller 2. Bundesliga Nord
01/1980 – 04/1980 Heinz Lucas 2. Bundesliga Nord
04/1980 – 06/1981 Rolf Müller 2. BL Nord/OL Nordrhein
07/1981 – 04/1982 Kalli Hoffmann Oberliga Nordrhein
04/1982 – 01/1983 Jonny Hey Oberliga Nordrhein
01/1983 – 06/1983 Manfred Reichert Oberliga Nordrhein
07/1983 – 12/1983 Thomas Bartel Oberliga Nordrhein
12/1983 – 01/1984 Manfred Reichert Oberliga Nordrhein
01/1984 – 03/1986 Detlef Pirsig Oberliga Nordrhein
03/1986 – 06/1986 Günter Pröpper Oberliga Nordrhein
07/1986 – 06/1989 Rolf Müller Oberliga Nordrhein
Amtszeit Name Liga
07/1989 – 05/1990 Dieter Tartemann Oberliga Nordrhein
05/1990 – 06/1992 Wolfgang Jerat Oberliga Nordrhein
07/1992 – 04/1993 Gerd vom Bruch 2. Bundesliga
04/1993 – 01/1994 Michael Lorkowski 2. Bundesliga
01/1994 – 05/1994 Dieter Tartemann 2. Bundesliga
05/1994 – 06/1996 Werner Fuchs RL West/Südwest
07/1996 – 06/1997 Wolfgang Jerat RL West/Südwest
07/1997 – 11/1997 Ali Höfer RL West/Südwest
11/1997 – 01/1999 Rudi Gores RL West/Südwest
01/1999 – 05/1999 Roman Geschlecht RL West/Südwest
06/1999 – 11/2001 František Straka Oberliga Nordrhein
11/2001 – 05/2002 Jonny Hey Oberliga Nordrhein
06/2002 – 06/2004 Georg Kreß OL Nordrhein/RL Nord
06/2004 – 12/2004 Werner Kasper Regionalliga Nord
01/2005 – 04/2007 Uwe Fuchs Regionalliga Nord
04/2007 – 02/2008 Wolfgang Jerat Regionalliga Nord
02/2008 – 06/2008 Wolfgang Frank Regionalliga Nord
07/2008 – 12/2008 Christoph John 3. Liga
12/2008 – 04/2010 Uwe Fuchs 3. Liga
04/2010 – 06/2010 Peter Radojewski 3. Liga
06/2010 – 05/2011 Michael Dämgen Regionalliga West
06/2011 – 09/2011 Karsten Hutwelker Regionalliga West
10/2011 – 11/2012 Hans-Günter Bruns Regionalliga West
11/2012 – 01/2013 Jörg Jung Regionalliga West
01/2013 – 04/2013 Peter Radojewski Regionalliga West
04/2013 – 05/2013 Reinhold Fanz Regionalliga West
05/2013 – 02/2014 Peter Radojewski Oberliga Niederrhein
Saison 2013/14[Bearbeiten]

Der WSV spielt in der Saison 2013/14 in der Oberliga Niederrhein.

Aktueller Kader[Bearbeiten]
Kader der Saison 2013/14
Nr. Spieler Nationalität Alter beim WSV seit Voriger Verein
Torhüter
1 Bastian Sube Deutscher 21 2008 Eigene Jugend
22 Martin Klafflsberger Österreicher 29 2012 Vereinslos
Abwehr
2 Davide Leikauf Deutscher Italiener 23 2011 Fortuna Düsseldorf U23
3 Dirk Jasmund Deutscher 23 2013 VfB Hüls
4 Christian Hausmann Kapitän Deutscher 24 2012 FC Viktoria Köln
5 Maximilian Nadidai Deutscher 19 2013 Karlsruher SC U23
13 Sebastian Schröder Deutscher 19 2010 Eigene Jugend
15 Jannik Löbe Deutscher Pole 19 2011 Eigene Jugend
16 Tim Manstein Deutscher 23 2013 SC Verl
24 Michael Bemben Pole Deutscher 37 2013 KS Górnik Zabrze
27 Marvin Schurig Deutscher 24 2013 VfB Hüls
Mittelfeld
6 Florian Grün Deutscher 23 2012 1. FC Wülfrath
8 Kevin Weggen Deutscher 19 2012 Rot-Weiss Essen
10 Dennis Król Deutscher Pole 22 2013 Fortuna Düsseldorf U23
11 Shahin Faridonpur Deutscher Iraner 20 2013 Damla Genc Hannover
14 Nino Saka Kongolese 20 2013 TuS Eving Lindenhorst
19 János Löbe Deutscher Pole 17 2011 Eigene Jugend
23 Murat Gümüstas Deutscher Türke 28 2010 Germania Ratingen 04/19
Sturm
7 Michael Kluft Deutscher 27 2013 TuS Grün-Weiß Wuppertal
9 Marvin Ellmann Deutscher 25 2013 Rot-Weiss Essen
17 Nils Nettersheim Deutscher 22 2013 SSV Bergneustadt
18 Eric Yahkem Deutscher 21 2013 VfB Hüls
20 Dennis Schmidt Deutscher 25 2014 SV Darmstadt 98
Stand: 15. Januar 2014
Wechsel zur Saison 2013/14[Bearbeiten]
Zugänge Abgänge

(Wintertransfers kursiv)

Trainerstab[Bearbeiten]
Name Amt Nationalität
Peter Radojewski Trainer Deutscher
Ünsal Bayzit Co-Trainer Türke
Christian Maly Torwarttrainer Deutscher
Thomas Ediger Konditionstrainer Deutscher
Lothar Wirth Zeugwart Deutscher

Zweite Mannschaft (U21)[Bearbeiten]

In der Saison 2013/14 spielt die „U21“ des Wuppertaler SV, nach dem Zwangsabstieg aus der Oberliga Niederrhein, in der sechstklassigen Landesliga Niederrhein.

Jugendbereich[Bearbeiten]

Der Fußball-Juniorenbereich umfasst beim Wuppertaler SV im unteren Leistungsbereich die Mannschaften von der U9 bis zur U14, die Mannschaften von der U15 bis zur U19 gehören zum oberen Leistungsbereich. Seit mehreren Jahren verfügt der Verein über ein eigenes Jugendleistungszentrum an der Nevigeser Straße, Leiter des Juniorenbereichs ist Rolf Duhr.

U19[Bearbeiten]

Aushängeschild des Vereins im Jugendbereich ist die U19 A-Jugend, die nach dem Wiederaufstieg 2013 zum insgesamt vierten Mal der U-19-Bundesliga, Staffel West angehört. In den drei bisherigen Saisons konnte nur in der Spielzeit 2011/2012 der Klassenerhalt gesichert werden. Die Mannschaft wird von Stefan Vollmerhausen trainiert.

U17[Bearbeiten]

Die U17 B-Jugend Mannschaft spielt in der Saison 2013/2014 in der B-Junioren Niederrheinliga und wird trainiert von Christian Duhr. Die U17 B-Jugend des Wuppertaler SV spielte in den Saisons 2008/2009 und 2010/2011 in der U17 Bundesliga-West.

Handball[Bearbeiten]

Die Handballabteilung des Wuppertaler SV feierte ihre größten Erfolge in den 90er Jahren. 1995 stieg der Wuppertaler SV in die 2. Bundesliga Nord auf, in der eine Saison parallel mit den Lokalrivalen LTV Wuppertal gespielt wurde. Der WSV erreichte Platz 17 und stieg sportlich somit ab, wohingegen der LTV Wuppertal mit dem 8. Platz die Klasse hielt (1995/96).

Die beiden Vereine fusionierten nach dem gemeinsamen Jahr in der 2. Liga zur HSG LTV/WSV Wuppertal und spielten mit der Lizenz des LTV in der 2. Bundesliga Nord. Als Ziel wurde der Aufstieg in die 1. Bundesliga ausgegeben, welches schon nach einem Jahr der Zusammenarbeit erreicht wurde (1996/97). Die Saison 1997/98 sollte die bedeutendste Saison der Handballabteilung des Wuppertaler SV werden. Der LTV/WSV Wuppertal erreichte einen sensationellen 8. Platz. Nach der Saison wurde die Spielgemeinschaft aufgrund interner Querelen aufgelöst. Der Wuppertaler SV verschwand von der Bildfläche, wohingegen der LTV unter dem Namen HC Wuppertal noch weitere drei Jahre in der Elite-Liga verblieb.

Zahlreiche bekannte Handball-Größen zierten das Team der HSG und des späteren HC. So waren unter anderem Joachim Kurth, Chrischa Hannawald, Ólafur Stefánsson, Dagur Sigurðsson, Stig Rasch, Viggo Sigurdsson, Dimitri Filippov und Jens Tiedtke Bestandteil des Teams. Auch Bob Hanning hatte seine Station in Wuppertal.

Kurz nach den Zeiten in der Bundesliga wurden die Herren-Mannschaften des Wuppertaler SV aufgelöst. Erst in der Saison 2009/10 konnte, hervorgehend aus der eigenen Jugendarbeit, wieder eine Herrenmannschaft in der Kreisklasse an den Start gehen.

In der Saison 2013/14 geht die 1. Herren-Mannschaft nach zwei zwischenzeitlichen Aufstiegen in Folge in der Bezirksliga an den Start, während die 1. Damen-Mannschaft nach dem Aufstieg 2013 in der Landesliga antritt.

Leichtathletik[Bearbeiten]

Insbesondere in den 1960er Jahren kamen die ursprünglich vom SSV Wuppertal in den Gesamtverein eingebrachten Leichtathleten zu internationalem Ruhm. Sie nahmen in jener Zeit an Olympischen Spielen, Europameisterschaften und Deutschen Meisterschaften teil und gewannen dabei zahlreiche Titel.

Bekannt sind hier unter anderem die folgenden Leichtathleten:

  • Manfred Kinder, 400-Meter-Läufer, Europameister, Olympiamedaillengewinner
  • Maria Jeibmann, 400-Meter-Läuferin, Deutsche Meisterin
  • Manfred Knickenberg ,100- und 200-Meter-Läufer, Olympiateilnehmer, EM-Medaillengewinner, Deutscher Meister
  • Maren Collin, 100- und 200-Meter-Läuferin, Vize-Europameisterin, Deutsche Meisterin
  • Ruth Limbach, 100- und 200-Meter-Läuferin, Deutsche Vizemeisterin (1949)
Medaillen bei Olympischen Spielen
Medaillengewinner Medaille Disziplin Olympia
Manfred Kinder 4×400-Meter-Staffel (Leichtathletik) Mexiko-Stadt 1968

Tischtennis[Bearbeiten]

Die Tischtennisabteilung integrierte 1960 den Traditionsverein Barmer TTC Blau-Weiß-Gold,[13] dessen Damenmannschaft 1957 und 1958 bei den deutschen Meisterschaften jeweils auf Platz vier kam. Bekannte Spielerinnen waren Inge Süßmann, Lore Zellerberg-Krämer, Monika Wiskandt und Isolde Woschee.

Liste der Präsidenten des Vereins[Bearbeiten]

Die Präsidenten des WSV:[14]

1954–1959: Wolfgang Enter
1959–1961: Erwin Finkentey
1961–1968: Walter Kühlthau (1906–1978)
1968–1976: Günter Fölsch
1976–0000: Bernd Henderkott
1976–1977: Rolf Schnakenberg
1977–1991: Dieter Buchmüller
1991–2013: Friedhelm Runge (* 1939)
2013-0000: Klaus Mathies (* 1942)

Nach Beschluss der Initiative WSV 2.0, die seit Ende Mai 2013 sowohl den Verwaltungsrat wie auch den Vereinsvorstand besetzt, wird künftig vorerst kein Präsident mehr eingesetzt. Mathies war indes kurz vor den Vorstandswahlen zurückgetreten.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. wuppertalersv.com: Stadion am Zoo – Daten und Fakten abgerufen am 19. Februar 2009
  2. a b c d Eichner als Vorsitzender des WSV gewählt vom 27. Mai 2013, abgerufen am 28. Mai 2013
  3. WSV erwägt Rückzug aus der Regionalliga vom 5. Dezember 2012, aufgerufen am 1. Januar 2013
  4. WSV: Runge tritt zurück Pressespiegel vom 13. Januar 2013
  5. Klaus Mathies zum Vorsitzenden des Wuppertaler SV gewählt worden auf rga-online.de vom 5. März 2013
  6. http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/sport/wsv/tobias-gebert-tritt-als-wsv-vizepraesident-zurueck-1.1311997
  7. http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/sport/wsv/wsv-borussia-ist-geschichte-die-initiative-20-uebernimmt-1.1327753
  8. Mitglieder wählen neuen Verwaltungsrat – Zusatz ´Borussia´ abgewählt vom 24. Mai 2013
  9. http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/sport/wsv/insolvenz-verfahren-gegen-den-wsv-eroeffnet-1.1359840
  10. Wuppertaler SV geht in die Insolvenz: Neustart in der Oberliga Niederrhein +++ 1. FC Köln bleibt in der Regionalliga West vom 4. Juni 2013
  11. Wuppertaler SV – Der neue Trainer ist da, auf reviersport.de vom 7. Juni 2013
  12. Peter Radojewski ist freigestellt vom 16. Februar 2014
  13. Zeitschrift DTS, 1960/16 Ausgabe West S. 7
  14. Bisherige Vereinspräsidenten. Abgerufen am 12. April 2013.

Weblinks[Bearbeiten]