Wurmbrand-Stuppach

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Stammwappen derer von Wurmbrand-Stuppach

Das Haus Wurmbrand-Stuppach zählt zu den ehemals wichtigsten österreichischen Adelsgeschlechtern und gehörte zum niederösterreichischen Uradel.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Geschlecht erscheint erstmals 1194 mit Leupold dem Wurmbrant in der Urkunde des Erzbischofs Adalbert von Salzburg, worin dieser die Bewilligung zur Gründung der Pfarrei Kirchau (heute Gemeinde Warth) erteilte.[1]

Mit Helmwig Wurmbrant zu Salloder (bei Gloggnitz, Niederösterreich), der urkundlich am 25. Juli 1322 auftrat[2] und seinem Bruder Heinrich von Wurmbrant von Stuppach (bei Gloggnitz), dessen Grabstein aus dem Jahre 1265 sich in der Kirche des früheren Benediktiner-Klosters Gloggnitz befindet, beginnt die sichere Stammreihe.

In der Nähe von Krumbach, Bezirk Kirchschlag, befindet sich die Ruine der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Burg Wurmbrand. Das Stammschloss der Familie befindet sich in Gloggnitz, Niederösterreich, und ist in privatem Besitz. Es werden dort jedoch noch heute kulturelle Veranstaltungen durchgeführt.

Auch die am Schwarzenbacher Schlossberg stehende Burg Schwarzenbach (ungarisch: Feketevár) gehörte einst den Wurmbrands.[3]

Das Haus Wurmbrand-Stuppach war dem Hochadel zugeordnet und im Genealogischen Handbuch des Adels Band XVII „Fürstliche Häuser“ in der Abteilung II. zu finden, da es am 24. Mai 1726 gegen das Versprechens des Erwerbs eines reichsunmittelbaren Besitztums und Übernahme eines standesgemäßen Matrikular-Anschlages zu den Reichslasten in das Kollegium der fränkischen Grafen als „Personalist“ zu Sitz und Stimme aufgenommen wurde. Im Zuge der Regelung der Verhältnisse des ehemals reichsunmittelbaren Adels wurde es 1829 von Österreich als den Standesherrn bei der Deutschen Bundesversammlung in Frankfurt angemeldet.

Die Nachkommen des Hauses führten den Titel Graf von Wurmbrand und Stuppach, Freiherr von Steyersberg, Stikkelsberg, Reydenau, Neuhauß und Saxenbrunn bzw. die jeweils weibliche Form.[4] Die Familie zählt heute nur noch wenige Mitglieder und ist mittlerweile in Niederösterreich, Wien, Steiermark, Bayern, Norditalien und Schleswig-Holstein zu finden.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in Silber einen schwarzen Lindwurm mit Stachelschwanz, der einen auf beiden Seiten brennenden Ast im Rachen hält und aus dessen Ohren Feuerflammen hervorgehen. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken das Schildbild.

Historisch bedeutsame Familienmitglieder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Salzburger Urkundenbuch 2, S. 666. Nr 492
  2. Prof. Hans von Zwiedinek „Das reichsgräfl. Wurmbrand’sche Haus- und Familienarchiv zu Steyersberg“, Graz 1906, Veröffentlichung der histor. Landeskommission für Steiermark
  3. Eintrag über Burg Schwarzenbach auf Burgen-Austria, abgerufen am 24. Februar 2010
  4. Genealogisches Handbuch des Adels, Band XVII - Fürstliche Häuser
  5. vergl. Klueber, Öffentl. Recht d. teutschen Bundes, 1840, § 301 ff, Anh. IV.
  6. Constantin von Wurzbach: Wurmbrand-Stuppach, Stephanie Gräfin. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 58. Verlag L. C. Zamarski, Wien 1889, S. 312 (Digitalisat).;

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]