XII. (Königlich Sächsisches) Reserve-Korps

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Das XII. (Königlich Sächsisches) Reserve-Korps war ein Großverband der Sächsischen Armee des Deutschen Kaiserreiches.

Gliederung[Bearbeiten]

Das Korps war bei Kriegsbeginn der 3. Armee unterstellt und wie folgt gegliedert:

Geschichte[Bearbeiten]

Mit der Mobilmachung am 2. August 1914 bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde das Korps aufgestellt. Im Verband der 3. Armee unter Generaloberst von Hausen marschierte es in Frankreich ein und kämpfte den gesamten Krieg über an der Westfront.

Das Korps marschierte unter der Führung von General der Artillerie Hans von Kirchbach aus dem Raum Malmedy bis zum 20. August als rechter Flügel Hausens durch die wallonische Provinz Lüttich auf die Meuse vor. Linker Nachbar war das XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps unter General d´Elsa das in Richtung auf Dinant vorging.

Anfang September folgte das Korps als zweites Treffen dem XII. Armeekorps östlich von Reims südwärts zur Marne nach. Zwischen 6. und 10. September 1914 rang das Korps in der Marneschlacht, zusammen mit dem linken Flügel der 2. Armee, dem Gardekorps versuchte es östlich von Fère-Champenoise im Ringen mit dem französischen XI. Korps (General Eydoux) weiter südwärts vorzudringen.[1] Infolge des Rückzuges der 2. Armee mußte auch Hausens Armee die Angriffe abbrechen und am 11. September auf die Linie Mourmelon - Francheville zurückgehen. Vor Beginn der Schlacht an der Aisne ging das Korps über die Vesle nach Norden zurück und bezog an der Linie Prosnes - St. Hilaire zwischen dem X. Reserve-Korps (rechter Nachbar) und dem XIX. Armee-Korps neue Abwehrstellungen in der Champagne. [2]

Am 16. Februar 1915 begann ein Großangriff der französischen 4. Armee in der Winterschlacht in der Champagne, das Korps Kirchbach lag dabei in der Auberive-Stellung aber nicht im direkten Angriff.

Kommandierender General[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
General der Artillerie Hans von Kirchbach 2. August 1914 bis 12. Dezember 1917 [3]
General der Infanterie Horst Edler von der Planitz 15. Dezember 1917 bis 23. Juli 1918 [3]
Generalleutnant Max Leuthold 24. Juli 1918 bis 23. Januar 1919 [3]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reichsarchiv: Der Weltkrieg 1914-1918, Band IV. Kartenbeilage 2
  2. Reichsarchiv: Der Weltkrieg 1914-1918, Band IV. Kartenbeilage 10.
  3. a b c Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815-1939 Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815-1939, Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 631