XXXIII. Armeekorps (Wehrmacht)

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Das Höhere Kommando z.b.V. XXXIII, später XXXIII. Armeekorps war ein Großverband des Heeres der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Höhere Kommando z.b.V. XXXIII ging nach der Beendigung des Polenfeldzugs am 18. Oktober 1939 aus dem Grenzschutz-Abschnittkommando 3 (Oppeln) hervor. Es wurde zunächst bei der 6. Armee am Niederrhein eingesetzt, im März 1940 dann aber an den Oberrhein verlegt, wo es der 7. Armee unterstand. Gegen Ende des Westfeldzugs führte das Kommando eine Operation zur Einnahme von Mülhausen aus. Nach dem Waffenstillstand mit Frankreich war es zeitweise im Raum Dijon stationiert.

Im August 1940 wurde es nach Norwegen verlegt, wo es als „Territorialbefehlshaber Mittelnorwegen“ mit Hauptquartier in Trondheim Besatzungsaufgaben übernahm. Eine weitere wichtige Aufgabe war der Ausbau von Befestigungen des Atlantikwalls. Am 23. Januar 1943 erfolgte die Umbenennung in XXXIII. Armeekorps. Das Korps war von Aufstellung bis zum Kriegsende in keine Kriegshandlungen oder Gefechte verwickelt. Vorgesetzte Dienststelle war bis zu seiner Auflösung das Armeeoberkommando Norwegen/Wehrmachtbefehlshaber Norwegen, ab Dezember 1944 das Gebirgs-AOK 20.

Kommandierende Generale[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
General der Kavallerie Georg Brandt 13. Oktober 1939 bis 30. April 1942
General der Infanterie Walther Fischer von Weikersthal 30. April bis 15. Juni 1943
General der Artillerie Erwin Engelbrecht 15. Juni 1942 bis 25. Dezember 1943
General der Infanterie Ludwig Wolff 25. Dezember 1943 bis 10. August 1944
General der Kavallerie Karl-Erik Köhler 10. August 1944 bis 31. März 1945
Generalmajor Friedrich von Unger 31. März bis 5. April 1945 (m.d.st.F.b.)
Generalleutnant Friedrich-Wilhelm Neumann 5. April bis 8. Mai 1945

Unterstellte Verbände[Bearbeiten]

Unterstellt waren dem Höheren Kommando in Norwegen anfangs die 181. und 196. Infanterie-Division, ab Mitte 1942 auch die 702. Infanterie-Division. Im Sommer 1943 kam die 14. Luftwaffenfelddivision hinzu, im September 1943 die nach der Vernichtung in Stalingrad neuaufgestellte 295. Infanterie-Division als Ersatz für die 181. ID. Mit letzter Gliederung vom 1. März 1945 unterstanden dem Korps die 199., 295. und 702. Infanterie-Division sowie die 14. Luftwaffen-Feld-Division.

Korpstruppen waren die Korps-Nachrichten-Abteilung 433 sowie der Kommandeur der Korps-Nachschubtruppen 433. Hierzu kam später noch das Feldersatz-Bataillon XXXIII.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Romuald Bergner: Truppen und Garnisonen in Schlesien 1740–1945, Podzun-Pallas-Verlag 1987, ISBN 3-7909-0318-3, S. 71