Xandria

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Xandria
Xandria beim Metalfest in Pilsen, 2014
Xandria beim Metalfest in Pilsen, 2014
Allgemeine Informationen
Genre(s) Symphonic Metal
Gründung 1994
Auflösung 1997
Neugründung 2000
Website http://www.xandria.de/
Gründungsmitglieder
Marco Heubaum
Niki Weltz (bis 1997)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Dianne van Giersbergen (seit 2013)
Gitarre, Keyboard
Marco Heubaum
Gitarre
Philip Restemeier (seit 2001)
Steven Wussow (seit 2013)
Schlagzeug
Gerit Lamm (seit 2000)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Manuela Kraller (2010–2013)
Bass
Nils Middelhauve (2004–2012)
Gesang
Kerstin Bischof (2009–2010)
Gesang, Piano
Lisa Middelhauve (2000–2008)
Bass
Roland Krueger (1999–2004)
Lisa Middelhauve
Xandria mit Sängerin Dianne van Giersbergen auf dem Rockharz Open Air 2014

Xandria ist eine Band, die im Jahr 1994 in Bielefeld gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Xandria in den 1990er Jahren[Bearbeiten]

1994 gründete Marco Heubaum die Vorläuferband der heutigen Xandria mit einem befreundeten Schlagzeuger, Niki Weltz. Er gab dieser Vorläuferband zwar wenig später bereits den Namen "Xandria", aber sie hatte nur kurze Zeit Bestand und in dieser Zeit lediglich lokale Bekanntheit erreicht. Die Wurzeln dieser Band lagen im Gothic Metal der 1990er Jahre, als Vorbild dienten Bands wie Tiamat und Paradise Lost. Nachdem in den ersten zwei Jahren in der Zweierbesetzung Songideen und die Richtung der Band entwickelt worden waren, war schließlich eine komplette Bandbesetzung zustande gekommen (Andreas Litschel - Keyboard, Manuel Vinke - Gitarre, Holger Vester - Bass), inklusive einer Sängerin (Nicole Tobien), die Marco Heubaum, der damals noch Hauptsänger war, mit zusätzlichem Gesang unterstützte. Aufgrund musikalischer Differenzen trennte sich die Band im August 1997, kurz nachdem sie in ihrer Heimatstadt ihre ersten Konzerte gegeben hatte.

Die Neugründung und das Debütalbum[Bearbeiten]

Nachdem Marco Heubaum das darauffolgende Jahr 1998 dazu genutzt hatte, neue Songs zu schreiben, suchte er sich im Jahr 1999 neue Musiker, um diese Songs zunächst im Studio aufzunehmen und Demomaterial in der Hand zu haben. Das Demo wurde im August 2000 eingespielt, und kurz darauf hatten die Songs einen immensen Erfolg auf verschiedenen MP3-Portalen. Dadurch wurde das Musikbusiness auf Xandria aufmerksam, und nachdem ein paar weitere neue Demosongs aufgenommen und teilweise wiederum im Internet veröffentlicht worden waren, unterzeichneten Xandria im Jahr 2002 bei der Plattenfirma Drakkar Records. In der Zwischenzeit hatte sich eine feste Besetzung zusammengefunden, nachdem es noch zwei Wechsel an der Gitarre gegeben hatte (Jens Becker hatte nur als Studiomusiker bei den Aufnahmen des Demos im Jahr 2000 mitgewirkt, und sein zeitweiliger Nachfolger Andreas Maske stand nach seinem studiumsbedingten Umzug in eine andere Stadt nicht mehr zur Verfügung).

Das Debütalbum Kill the Sun wurde um den Jahreswechsel 2002/2003 eingespielt und im Mai 2003 veröffentlicht. Es erreichte Platz 98 in den deutschen Albumcharts. Es folgten Touren im Vorprogramm von Tanzwut und ASP, sowie Festivalauftritte, zum Beispiel auf dem M’era Luna Festival in Hildesheim.

Der Durchbruch[Bearbeiten]

Im gleichen Jahr noch wurde mit dem Produzenten José Alvarez-Brill die Aufnahme des zweiten Albums in Angriff genommen, das dann im Mai 2004 veröffentlicht wurde. Zum Titelsong Ravenheart wurde ein Video gedreht, welches häufig auf deutschen Musiksendern gespielt wurde. Das Album Ravenheart konnte sich 7 Wochen in den Albumcharts halten und erreichte Platz 36. Es folgten Festivalauftritte zum Beispiel auf dem Summer Breeze Festival und dem Busan International Rock Festival in Südkorea, dem größten Open-Air-Festival in Südostasien, auf dem im Jahr zuvor auch Nightwish gespielt hatten, und im Herbst die erste eigene Headliner-Tour sowie die zweite Singleauskopplung Eversleeping, die es ebenfalls in die deutschen Charts schaffte.

Für das dritte Album India arbeiteten Xandria wiederum mit dem Produzenten José Alvarez-Brill zusammen, außerdem mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg. Das Album erschien im August 2005 und erreichte auf Anhieb Platz 30 der deutschen Albumcharts. Kurz vor der Veröffentlichung des Hit-Albums heirateten Sängerin Lisa Schaphaus und Nils Middelhauve (Bass). Seitdem heißt die Sängerin Lisa Middelhauve. Es folgten wieder Headliner-Touren und Auftritte zum Beispiel in Mexiko, Russland und England.

Im Mai 2007 erschien das mittlerweile vierte Studioalbum Salomé - The Seventh Veil, das viel weniger orchestrale und bombastische Elemente enthält und den Weg der erfolgreichen Vorgängeralben nur teilweise fortführt. Das Album konnte sich lediglich eine Woche auf Platz 49 in den deutschen Albumcharts platzieren und bescherte Xandria damit die schwächste Platzierung seit ihrem Debüt-Album.

Nach einer ausführlichen Deutschlandtour, bei der sie von Stoneman als Vorgruppe begleitet wurden, gab die Band am 30. April 2008 bekannt, dass Lisa Middelhauve die Band aus persönlichen Gründen verlassen hat. Die neue Sängerin Kerstin Bischof (Lakonia), welche vorher mit Axxis tourte, aber nicht Teil dieser Band war, wurde am 8. Februar 2009 vorgestellt und erste Tourdates wurden bekannt gegeben. Nur ein Jahr später gab die Band auf ihrer Website bekannt, dass auch Kerstin Bischof der Band auf Grund von persönlichen Gründen nicht weiterhin als Sängerin zur Verfügung stehe. Für die ausstehenden Auftritte fand sich jedoch Ersatz in der ehemaligen Sängerin Lisa Middelhauve.

Am 20. Dezember 2010 wurde Manuela Kraller als neue Sängerin bekanntgegeben. Am 24. Februar 2012 kam ihr neuestes Album Neverworld's End heraus, das von Kritikern mit älteren Werken der Band Nightwish verglichen und für seine Qualität gelobt wird.[1] Es stellt mit zwei Chartwochen und einem Einstieg auf Platz 43 in Bezug auf den Erfolg eine Verbesserung gegenüber dem Vorgängeralbum dar. 2013 stieg Steven Wussow (zuvor u. a. bei Domain, Shylock, Illectronic Rock) als neuer Bassist in die Band ein.

Am 25. Oktober 2013 wurde die Niederländerin Dianne van Giersbergen als neue Sängerin vorgestellt, da Manuela Kraller „sich dazu entschlossen hat, andere musikalische Wege zu gehen“.[2] Das Album Sacrificium wurde am 2. Mai 2014 veröffentlicht.[3]

Stil[Bearbeiten]

Der Musikstil von Xandria kann als Symphonic Metal eingestuft werden, da er zwar auch viele andere Elemente enthält, die wichtigsten Songs der Band (zum Beispiel Ravenheart, India) aber genau diesem Genre zugeordnet werden können. Er wird durch viele moderne Elemente ergänzt, ebenso durch Einflüsse aus Soundtrack- und Folkmusik. So sind zum Beispiel auch orientalisch anmutende Einflüsse zu finden und auch Charakteristika der irischen Volksmusik sind teilweise vertreten.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[4]
Kill the Sun
  DE 98 19.05.2003 (1 Wo.)
Ravenheart
  DE 36 07.06.2004 (7 Wo.)
India
  DE 30 05.09.2005 (3 Wo.)
Salomé - The Seventh Veil
  DE 49 08.06.2007 (1 Wo.)
Neverworld's End
  DE 43 09.03.2012 (2 Wo.)
  CH 51 11.03.2012 (1 Wo.)
Sacrificium
  DE 25 16.05.2014 (… Wo.)
  AT 71 16.05.2014 (… Wo.)
  CH 48 11.05.2014 (… Wo.)
Singles
Eversleeping
  DE 86 25.10.2004 (2 Wo.) [5]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Studioalben[Bearbeiten]

  • 2003: Kill the Sun
  • 2004: Ravenheart
  • 2005: India
  • 2007: Salomé - The Seventh Veil
  • 2012: Neverworld's End
  • 2014: Sacrificium

Sonstige Alben[Bearbeiten]

  • 2008: Now and Forever (The Best Of)

Singles[Bearbeiten]

  • 2004: Eversleeping
  • 2004: Ravenheart
  • 2007: Save My Life
  • 2012: Valentine

Quellen[Bearbeiten]

  1. Kritik zu Neverworld's End auf metal.de
  2. Ankündigung auf der Offiziellen Website von Xandria
  3. Bekanntmachung auf der Offiziellen Website von Xandria
  4. Chartquellen: Deutschland - Schweiz
  5. musicline.de: Xandria in den deutschen Singlecharts

Weblinks[Bearbeiten]