Xavier Bertrand

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Xavier Bertrand, August 2007

Xavier Bertrand (* 21. März 1965 in Châlons-sur-Marne, Département Marne) ist ein französischer Politiker (UMP).

Vom 18. Mai 2007 bis zum 15. Januar 2009 war er Minister für Arbeit, soziale Beziehungen und Solidarität in der Regierung von François Fillon, vom 15. November 2010 bis zum 16. Mai 2012 war er erneut als Minister für Arbeit, Beschäftigung und Gesundheit ins Kabinett von Premierminister François Fillon berufen worden.

Biographie[Bearbeiten]

1981, im Alter von 16 Jahren, trat Xavier Bertrand – entgegen der nach Mitterrands Wahlsieg vorherrschenden so genannten „rosa Welle“ - der konservativen Oppositionspartei RPR bei. Nach einem Jurastudium arbeitete er zunächst im Versicherungswesen, wandte sich aber schon bald wieder der Politik zu. Am 20. März 1989 wurde er in den Stadtrat von Saint-Quentin (Département Aisne in der Picardie) gewählt, wurde stellvertretender Bürgermeister, blieb Mitglied des Stadtrats bis zum 18. Juni 1995, verdiente sich an der Basis seine ersten politischen Lorbeeren. Vom 23. März 1998 bis 29. Juli 2002 war er Mitglied des Conseil général des Départements Aisne.

Nach der Französische Präsidentschaftswahl 2002 wurde Bertrand am 16. Juni 2002 auf der „blauen Welle“ als Kandidat der UMP in die Nationalversammlung gewählt. Er setzte sich im zweiten Wahlgang mit 56,96 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen einen Kandidaten der Parti socialiste durch.

Im Jahr darauf beauftragte ihn Alain Juppé eine Frankreich-Tour („Tour de France“) zu organisieren, bei der er den Wählern Juppés umstrittene Rentenreform erklären sollte. Die Durchführung dieser Aufgabe steigerte Bertrands Ansehen und Einfluss innerhalb der UMP.

2004 wurde Bertrand in der Regierung Raffarin zum Staatssekretär im Gesundheitsministerium ernannt. Unter Leitung des (damaligen) Gesundheitsministers Philippe Douste-Blazy nahm er die Reform der Krankenversicherung in Angriff.

Als nach dem Rücktritt Raffarins Präsident Jacques Chirac Dominique de Villepin mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragte, wurde Xavier Bertrand zum Minister für Gesundheit und Soziales berufen. Zu Beginn seines Mandats muss er sich mit einer Chikungunya-Epidemie auf der Insel La Réunion auseinandersetzen und auf eine beginnende Hitzewelle reagieren. Weiterhin setzte er das Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen durch.

Am 29. November 2006 erklärte Bertrand, dass er die Präsidentschaftskandidatur von Nicolas Sarkozy unterstützen werde und wurde am 15. Januar 2007 Sprecher der Präsidentschafts-Wahlkampagne. Am 26. März 2007 verließ Bertrand die Regierung, um sich nun ganz der Wahlkampagne von Sarkozy widmen zu können.

Am 18. Mai 2007 wurde er zum Minister für Arbeit, soziale Beziehungen und Solidarität in der Regierung François Fillons ernannt. Diesen Posten behielt er bis zur Regierungsumbildung am 15. Januar 2009.

Am 5. Dezember 2008 wurde Bertrand zunächst kommissarisch secrétaire général der Union pour un mouvement populaire und am 24. Januar 2009 auch offiziell in dieses Amt gewählt. Nach seinem Eintritt in die Regierung Fillon legte er dieses Amt am 17. November 2010 nieder. Sein Nachfolger wurde Jean-François Copé.

Am 15. November 2010 wurde er als Minister für Arbeit, Beschäftigung und Gesundheit erneut in die Regierung von Premierminister François Fillon berufen.

Privatleben[Bearbeiten]

Xavier Bertrand ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist ein Mitglied im Bund der Freimaurer.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Xavier Bertrand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freimaurer in Frankreich , Süddeutsche Zeitung vom 4. September 2010 auf der Homepage von www.sueddeutsche.de (Abgerufen am 6. Juli 2013)